27. Mai 2021 / 23:00 Uhr

Schäfer über die EM-Nominierung für Weghorst: "Man kann die Holländer nur beglückwünschen"

Schäfer über die EM-Nominierung für Weghorst: "Man kann die Holländer nur beglückwünschen"

Engelbert Hensel
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Viel Lob für Weghorst: VfL-Sportdirektor Marcel Schäfer.
Viel Lob für Weghorst: VfL-Sportdirektor Marcel Schäfer. © Swen Pförtner/dpa/Instagram
Anzeige

Sechs Spieler des VfL Wolfsburg weilen gerade bei ihren Nationalteams und bereiten sich auf die EM vor - einer ist ganz besonders heiß auf das Turnier: Wout Weghorst. VfL-Sportdirektor Marcel Schäfer kann das total nachvollziehen.

Wie emotional Wout Weghorst beim Thema EM werden kann, sah man jüngst in Interviews, als er ein paar Tränen verdrückte. Der VfL-Torjäger ist voller Vorfreude aufs Turnier, das zeigte er am Donnerstag auch auf Bildern bei Instagram. Da ließ sich der Wolfsburger mit seinen Kindern in Oranje-Trikots vor einem Kuchen, auf dem als Krone das Wappen des niederländischen Fußballverbands zu sehen war, ablichten. Bester Laune inklusive.

Anzeige

Ganz klar: Weghorst ist heiß auf die EM - „wenn man etwa das Interview vor ein paar Tagen mit ihm gesehen hat, weiß man, was diese Nominierung ihm bedeutet“, sagt auch Marcel Schäfer. Der VfL-Sportdirektor weiter: „Wout hat unheimlich viel für seinen Traum von der EM investiert. Und aus meiner Sicht hat er sich das mehr als verdient. Man kann die Holländer nur beglückwünschen, einen Spieler mit solch einer Einstellung und mit solch einer Siegermentalität im Kader zu haben.“ Aber nur im Kader zu sein, das weiß Schäfer auch, reicht dem 20-Tore-Mann der Wolfsburger nicht, Weghorst will natürlich auch spielen. Aber zunächst einmal muss sich der Sturm-Riese wohl hinten anstellen, Memphis Depay (Olympique Lyon) hat im 4-3-3-System von Bondscoach Frank de Boer die Nase vorn. Am Freitag kommt der Kader nach einem freien Donnerstag in Zeist zusammen, am Samstag geht es für das Oranje-Team für rund eine Woche ins Trainingslager nach Portugal. Getestet wird vor der EM am 2. Juni gegen Schottland und am 6. Juni gegen Georgien.

Mehr zum VfL Wolfsburg

Bereits am Donnerstag versammelte Franco Foda seine Mannschaft in Bad Tatzmannsdorf zum Trainingslager, am Freitag steht für die Österreicher samt der VfL-Profis Xaver Schlager und Pavao Pervan die erste Trainingseinheit auf dem Programm. Die Österreicher testen in der Vorbereitung gegen England (2. Juni) und die Slowakei (6. Juni). Bei der Europameisterschaft trifft das Foda-Team dann auf die Niederlande, Nord-Mazedonien und die Ukraine. Pervan wird wie auch in Wolfsburg Ersatzkeeper sein, Pressing-Maschine Schlager wiederum könnte auch im ÖFB-Team erste Wahl sein. Das gilt auch für Kevin Mbabu, der wie Admir Mehmedi seit Mittwoch in Bad Ragaz bei der schweizerischen Nationalelf weilt. Und die logiert im Grand Hotel Quellenhof, das auch der VfL in den vergangenen Jahren als Trainingslager-Unterkunft genutzt hatte. Mbabu dürfte bei der EM erste Wahl sein, Mehmedi wie zuletzt in Wolfsburg von der Bank kommen. Oder spielt er sich noch ins Team? Zwei Chancen gibt es noch: Am Sonntag wird in St. Gallen gegen die USA getestet, am 3. Juni geht‘s gegen Liechtenstein.

Bleibt noch Josip Brekalo, der mit Kroatien vor der EM noch am 1. Juni gegen Armenien und am 6. Juni in Belgien Testspiele bestreitet. Brekalo selbst ist nah dran an der ersten Elf, aber noch haben Ivan Perisic (Inter Mailand) und Ante Rebic (AC Mailand) auf den Flügeln die Nase vorn. „Ich wünsche allen unseren Spielern ein gutes Turnier“, sagt Schäfer. „Denn so ein Turnier ist schon etwas Besonderes in einer Karriere.“ Da überwiege trotz einer durch Corona geprägten intensiven Saison „immer noch die Freude. Ich glaube aber auch, dass sie sich auf den Urlaub nach dem Turnier freuen, den brauchen sie auch – auch im Hinblick darauf, dass wir in der neuen Saison mit dem VfL vor einer großen Herausforderung stehen. Dafür brauchen wir sie in einem Top-Zustand.“