01. Juli 2020 / 23:16 Uhr

Schmadtke bleibt Chef, Schäfer freut's: "Für mich gibt es keinen besseren Lehrer“

Schmadtke bleibt Chef, Schäfer freut's: "Für mich gibt es keinen besseren Lehrer“

Engelbert Hensel
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Schäfer und Schmadtke arbeiten seit 2018 beim VfL zusammen
Schäfer und Schmadtke arbeiten seit 2018 beim VfL zusammen
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Irgendwann wird Marcel Schäfer, Sportdirektor des VfL Wolfsburg, seinen Chef wohl als Manager und Geschäftsführer. Dass er darauf noch warten muss, freut den Ex-Profi.

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Jörg Schmadtke hängt mindestens noch ein Jahr dran – beim VfL sind sie froh, dass der Manager seinen 2021 auslaufenden Vertrag um weitere zwölf Monate verlängern wird. Vor allem Sportdirektor Marcel Schäfer freut es. Beide arbeiten seit zwei Jahren erfolgreich zusammen, haben den Wolfsburger Fußball-Bundesligisten nach zwei Jahren Relegation in Folge jetzt zweimal hintereinander nach Europa geführt. „Für mich gibt es keinen besseren Lehrer“, sagt Schäfer, der 2018 vom Rasen an den Schreibtisch gewechselt war.

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Schmadtke bleibt noch länger – „ich freue mich da sehr drüber“, sagt Wolfsburgs Rekord-Feldspieler und erklärt auch, warum: „Ich bin davon überzeugt, dass das für den Verein eine sehr gute Konstellation ist. Jörg und ich harmonieren gut, wir ergänzen uns gut. Dass es bei uns auch mal Reibungspunkte gibt, will ich nicht verschweigen. Aber auch solche Momente machen eine gute Zusammenarbeit aus.“

Marcel Schäfer: Seine Karriere beim VfL Wolfsburg

Felix Magath holte Marcel Schäfer im Sommer 2007 für 1,2 Millionen Euro von 1860 München zum VfL Wolfsburg Zur Galerie
Felix Magath holte Marcel Schäfer im Sommer 2007 für 1,2 Millionen Euro von 1860 München zum VfL Wolfsburg ©

Als Schmadtke und Schäfer vor zwei Jahren übernahmen, war die Not beim Fast-Absteiger groß, doch das Duo schaffte es zusammen mit dem damaligen Trainer Bruno Labbadia (jetzt Hertha BSC), den VfL wieder nach oben zu führen. Sie holten Top-Spieler wie Torjäger Wout Weghorst (Alkmaar) oder Jerome Roussillon (Montpellier), im Sommer 2019 verpflichteten Schmadtke und Schäfer etwa Xaver Schlager (Salzburg) und Kevin Mbabu (Bern) – zwei, die das Team ebenfalls besser machten.



Schäfer spricht immer wieder von „Vertrauen“, wenn es um die Zusammenarbeit mit dem erfahrenen Manager geht. Und er betont, wie Schmadtke auch, dass sie noch längst nicht alle Ziele mit dem Klub erreicht hätten. „Wenn man unsere ersten beide Jahre beim VfL Revue passieren lässt, waren wir vielleicht ein bisschen schneller unterwegs als wir es selbst erwartet haben“, so Schäfer. „Im vergangenen Jahr haben wir die Gruppenphase der Euro League erreicht.“ In diesem Jahr wurde die erst am letzten Spieltag verpasst. Als Siebter muss der Klub in die EL-Quali. „Wir müssen einen kleinen Umweg machen, um an unser Ziel zu kommen – wir sind jedoch davon überzeugt, dass wir das schaffen.“

Jörg Schmadtke - Seine Karriere in Bildern:

VfL Wolfsburg: Jörg Schmadtke - Karriere in Bildern Zur Galerie
VfL Wolfsburg: Jörg Schmadtke - Karriere in Bildern ©

Beide wünschen sich für die neue Spielzeit mehr Konstanz. „Das haben wir noch nicht geschafft, deshalb ist der Abstand zu Platz fünf auch so groß.“ 14 Punkte Rückstand waren es aus VfL-Sicht. Schäfer: „Wir haben des Öfteren Federn gelassen.“ Vor allem in den Heimspielen – und zwar gegen die Teams von unten. „Man darf mal Ausrutscher während einer Saison haben, aber wir hatten zwei, drei zu viel davon. Vor allem in den Heimspielen. Und deshalb haben wir beim VfL weiterhin viel vor – mit der Lizenzmannschaft, aber auch mit unserer Akademie“, so Schäfer.

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Zwei Jahre arbeiten Schäfer und Schmadtke jetzt Seite an Seite, der erfahrene Manager hat in der Vergangenheit immer mal wieder betont, dass er sich sehr gut vorstellen könne, dass Schäfer beim VfL in seine Fußstapfen tritt. „Jeder, der mich kennt, weiß, dass ich ein Teamplayer bin. Deshalb freut es mich auch, dass der Jörg bleibt, weil dieses Team so ist, wie ich es mir vorstelle. Dass man in eine Richtung marschiert, ehrgeizige Ziele hat. Und deshalb ist das Team gut.“ Gleichwohl möchte Schäfer sein eigenes Profil schärfen. „Wenn Jörg mal ans Aufhören denkt, müssen wir uns hier mit VW zusammensetzen und schauen, wie die Konstellation dann ausschaut“, sagt er und betont: „Das ist aber alles noch Zukunftsmusik.“

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