23. Februar 2022 / 18:02 Uhr

Schäfers Beförderung: Das ist der Wolfsburg-Plan

Schäfers Beförderung: Das ist der Wolfsburg-Plan

Andreas Pahlmann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Der VfL-Plan: Marcel Schäfer (l.) soll im Januar die Nachfolge von Manager Jörg Schmadtke antreten.
Der VfL-Plan: Marcel Schäfer (l.) soll im Januar die Nachfolge von Manager Jörg Schmadtke antreten. © Britta Schulze
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Im Januar 2023 geht Jörg Schmadtke, Manager und Sport-Geschäftsführer des VfL Wolfsburg, in Rente. Marcel Schäfer soll sein Nachfolger werden, einen anderen Kandidaten gibt es nicht. Aber noch sind ein paar Fragen offen.

Ende Januar 2023 endet die Amtszeit von Jörg Schmadtke als Manager und Geschäftsführer des VfL Wolfsburg. Mit Marcel Schäfer, aktuell Sportdirektor des Fußball-Bundesligisten, ist der Nachfolger längst ausgemacht. Frank Witter, Aufsichtsrats-Chef der VfL-GmbH, hat bereits angedeutet, dass für eine Entscheidung keine Eile nötig ist. Und noch ist nicht alles geklärt.

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Klar ist nur: Es gibt keinen anderen Kandidaten für die Schmadtke-Nachfolge als Schäfer. Als der Ex-VfL-Profi 2018 von seinem US-Gastspiel bei den Tampa Bay Rowdies zurückkehrte und zusammen mit Schmadtke in die sportliche Verantwortung ging, wurde genau diese Perspektive schon intern diskutiert: Irgendwann kann der einstige Linksverteidiger der Schmadtke-Nachfolger werden. An diesem Plan hat sich nichts geändert, Gerüchte um eventuelle Alternativ-Kandidaten wie etwa Horst Heldt (war 2018 auch schon mal für einen VfL-Posten im Gespräch) sind nach SPORTBUZZER-Informationen kompletter Unsinn.

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Die Entscheidung über die Schmadtke-Nachfolge trifft der Aufsichtsrat, der in der zweiten März-Woche zu einer turnusmäßigen Sitzung zusammenkommt. Dort wird die Schäfer-Beförderung zwar diskutiert werden, mit einer Entscheidung ist dann aber noch nicht zu rechnen - diese fällt dann ohnehin das Präsidium des Aufsichtsrats, zu dem neben Witter noch Hans Dieter Pötsch und Bernd Osterloh gehören.

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Auch für Schäfer selbst hat die Sache keine Eile, in einem Sky-Interview am Mittwoch verwies er auf seinen bis 2025 laufenden Vertrag als Sportdirektor. "Meine Zukunft ist im Grundsatz geregelt", sagte er. Und: "Ich scheue keine Herausforderung", aber "ich bin noch relativ jung mit meinen 37 Jahren". Und ohnehin bestünde jetzt "keine Notwendigkeit, dass man in der aktuell sportlich immer noch nicht leichten Phase über Themen spricht, die in weiter Ferne liegen". Schmadtke scheidet Anfang 2023 aus. "Im Fußball", so Schäfer, "ist ein Jahr eine extrem lange Zeit."

Und die Zeit kann sich der VfL nehmen, um einen sauberen Übergang zu organisieren. Neben der Laufzeit eines eventuellen Geschäftsführer-Vertrags für Schäfer ist auch noch offen, wie sich die sportliche VfL-Führung ab Anfang 2023 insgesamt aufstellt. Wahrscheinlichste Lösung: Der bisherige Schäfer-Posten des Sportdirektors wird möglicherweise ebenfalls neu besetzt, eine Entscheidung darüber soll idealerweise bis zum Ende der Sommerpause fallen. Jan Schlaudraff galt lange als mögliche Option, ist aber mittlerweile bei VfL-Kooperationspartner St. Pölten Sport-Geschäftsführer und in dieser Rolle noch über Januar 2023 hinaus fest eingeplant.

Die VfL-GmbH wird von drei Geschäftsführern geleitet. Für den Sport ist Schmadtke verantwortlich, seine Mitstreiter sind Michael Meeske (Marketing, Vertrieb, Finanzen) und Dr. Tim Schumacher (unter anderem Recht, Infrastruktur und Frauenfußball). Meeskes Vertrag wurde im Dezember bis 2025 verlängert, der von Schumacher ist unbefristet.