25. Juni 2020 / 00:36 Uhr

Schalen, bitte! In Wolfsburg werden gleich zwei Meister geehrt - mit Abstand

Schalen, bitte! In Wolfsburg werden gleich zwei Meister geehrt - mit Abstand

Andreas Pahlmann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Die Meisterschalen der Männer (l.) und der Frauen.
Die Meisterschalen der Männer (l.) und der Frauen.
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Der VfL Wolfsburg ist am Wochenende gleich zweimal Gastgeber für Meisterehrungen. Am Samstag gibt es in der VW-Arena die Schale für die Männer des FC Bayern, am Sonntag im AOK-Stadion die für die VfL-Frauen.

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Die Fußball-Saison 2019/20 ist durch die Corona-Krise schon ungewöhnlich genug, am kommenden Wochenende wird sie aus Wolfsburger Sicht noch einmal besonders speziell – denn gleich zwei deutsche Meister bekommen im Allerpark ihre Schale! Am Samstag in der VW-Arena die Männer des FC Bayern nach dem Spiel beim VfL (Anstoß 15.30 Uhr), am Sonntag die VfL-Frauen nebenan im AOK-Stadion nach ihrem Spiel gegen Bayer Leverkusen (Anstoß 14 Uhr). 

Beide Titelträger haben eine Menge gemeinsam: Sie sind Serienmeister (Bayern achtmal in Folge, VfL viermal), haben sich den Titel vorzeitig gesichert, stehen beide eine Woche später im Pokalfinale – und müssen sich auf einen ungewohnten Rahmen bei der Schalenübergabe in Wolfsburg einstellen. Denn eine normale Prozedur mit kleiner Bühne, Händedruck, Umarmungen und Konfetti wird es in beiden Fällen nicht geben.

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Wolter, Rauch, Wedemeyer, Pajor und Doorsoun. Zur Galerie
Wolter, Rauch, Wedemeyer, Pajor und Doorsoun. ©

Keine großen Zeremonien

Weder die für die Männer zuständige DFL noch der für die Fußballerinnen verantwortliche DFB haben ihre Pläne für die Meister-Zeremonien bisher öffentlich gemacht. Nach SPORTBUZZER-Informationen ist aber in beiden Fällen angedacht, dass sich die jeweiligen Meister-Mannschaften auf dem Platz im Kreis (mit Abstand) um ein Podest aufstellen, auf dem die Schale ruht und dort quasi „abgeholt“ wird – am Samstag von Manuel Neuer, am Sonntag voraussichtlich von Alexandra Popp. Normalweise hätten DFB-Chef Christian Seifert und DFB-Vizepräsidentin Hannelore Ratzeburg die Trophäen überreicht. Beide werden am Wochenende auch in Wolfsburg dabei sein – aber wegen der Hygiene-Regeln eher als Zuschauer und nicht als Akteur der Ehrung.

Die Meisterschale für die Frauen gibt es seit 2009 – also genau seit dem Jahr, in dem der VfL Wolfsburg die „Männer-Schale“ (die es seit 1949 gibt) erhielt. Wie die Frauen-Schale hatte auch die der Männer ursprünglich 50 Zentimeter Durchmesser, mittlerweile wurde sie aber vergrößert, um alle Meisterteams dort verewigen zu können. Beide Trophäen bestehen aus Sterlingsilber – die der Männer ist knapp fünf Kilo schwerer als die der Frauen.

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Schalen, bitte – für den VfL ist es ein schöner Zufall, Gastgeber für gleich beide Ehrungen zu sein. „Da hat sich aus dem Spielplan eine besondere Konstellation ergeben“, sagt Geschäftsführer Tim Schumacher. „Für uns als VfL ist es natürlich vor allem deshalb schön, weil am Sonntag eine der beiden Schalen dann auch in Wolfsburg bleibt...“

Nämlich die der Frauen, bei denen es zudem eine Neuerung gibt: Anders als in den Vorjahren findet die Ehrung der besten Torschützin bereits am Saisonfinale – und nicht zu Beginn der neuen Spielzeit – statt: Unmittelbar nach dem Abpfiff wird kicker-Chefredakteur Jörg Jakob diese Ehrung für VfL-Star Pernille Harder (die mit 28 Treffern uneinholbar vorn liegt) zusammen mit Ratzeburg vornehmen. Bei den Männern war es schon immer üblich, dass die Kanone am letzten Spieltag überreicht wird – auch das findet am Samstag in Wolfsburg statt, Bayern-Torjäger Robert Lewandowski kommt bisher auf 33 Saisontreffer und hat damit sieben Treffer Vorsprung auf Leipzigs Timo Werner.