28. Februar 2021 / 12:43 Uhr

Gross weg, Schneider weg, Riether weg: So erklärt Schalke-Boss Buchta das Personal-Beben

Gross weg, Schneider weg, Riether weg: So erklärt Schalke-Boss Buchta das Personal-Beben

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Schalkes Aufsichtsratsboss Jens Buchta hat sich zum Personal-Kahlschlag geäußert.
Schalkes Aufsichtsratsboss Jens Buchta hat sich zum Personal-Kahlschlag geäußert. © Getty Images/IMAGO/Team 2 (Montage)
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Schalke 04 wird sich nach einem nahezu beispiellosen personellen Kahlschlag neu aufstellen. Aufsichtsratschef Jens Buchta spricht über die Entlassungen von Christian Gross und Joachen Schneider sowie die Planungen über das Saisonende hinaus.

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Schalke 04 hat am Sonntagmittag einen personellen Kahlschlag vollzogen. Der Klub bestätigte die Trennung von Trainer Christian Gross, das Aus von Sportvorstand Jochen Schneider, den Abschied von Lizenzspieler-Koordinator Sascha Riether, das Ende der Zusammenarbeit mit Athletik-Trainer Werner Leuthard und die Freistellung von Assistenzcoach Rainer Widmayer. Der neue starke Mann ist nun erst einmal Peter Knäbel. Dem bisherigen Direktor Nachwuchs und Entwicklung wurde vom Klub "bis auf Weiteres" die "sportliche Gesamtverantwortung" übertragen. Weitere Nachfolge-Regelungen gab Schalke zunächst nicht bekannt.

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Aufsichtsratschef Jens Buchta erklärte die Schritte in einer Mitteilung des Vereins: "Die getroffenen Entscheidungen sind nach den enttäuschenden Auftritten gegen Dortmund und Stuttgart unausweichlich geworden. Wir brauchen nicht drumherum zu reden: Die sportliche Situation ist eindeutig, deshalb müssen wir bei jeder noch zu treffenden Personalentscheidung auch über die Saison hinausdenken. Gleichzeitig steht nun die Mannschaft in der Pflicht, das letzte Drittel der laufenden Spielzeit so erfolgreich wie möglich zu bestreiten. Das sind die Spieler Klub und Fans schuldig."

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Schalke liegt in der Bundesliga abgeschlagen auf dem letzten Tabellenplatz und taumelt nach dem 0:4 im Derby gegen Borussia Dortmund und dem 1:5 am Samstag beim VfB Stuttgart immer mehr der Zweitklassigkeit entgegen. Zu der sportlichen Misere gesellte sich zuletzt zunehmend auch eine personelle. Vor der Pleite in Stuttgart hatte es Berichte über eine vermeintliche Revolte von Schalker Profis gegeben, die den Klub um eine Trennung von Gross gebeten haben sollen. Diese wurde nun vollzogen. Zuvor hatten in dieser Saison bereits David Wagner (nach dem zweiten Spieltag entlassen), Manuel Baum (in zehn Liga-Partien ohne Sieg) und Interimstrainer Huub Stevens auf der Schalker Bank Platz genommen.

Der Abgang des wegen seiner missglückten Kader- und Trainerpolitik bei vielen Fans stark umstrittenen Schneider spätestens im Sommer stand bereits seit Mitte Februar fest. Mit der Planung des künftigen Kaders sind seitdem Mike Büskens (Koordinator für verliehene Spieler und internationale Aktivitäten), Knäbel sowie U19-Trainer Norbert Elgert betraut. Schneider hatte das Amt im Februar 2019 als Nachfolger von Christian Heidel übernommen.

Buchta: "Im Namen des Aufsichtsrates möchte ich mich insbesondere bei Jochen Schneider für seinen unermüdlichen Einsatz für Schalke 04 bedanken. Ihm, genauso wie Christian Gross, Sascha Riether, Werner Leuthard und Rainer Widmayer, wünschen wir für die private und berufliche Zukunft alles Gute."