20. April 2021 / 23:34 Uhr

Wut und Trauer! Gerald Asamoah kämpft nach Schalke-Abstieg mit den Tränen: "Es ist brutal"

Wut und Trauer! Gerald Asamoah kämpft nach Schalke-Abstieg mit den Tränen: "Es ist brutal"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
 Gerald Asamoah reagiert traurig und wütend auf den Abstieg von Schalke 04.
Gerald Asamoah reagiert traurig und wütend auf den Abstieg von Schalke 04. © imago images/RHR-Foto
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Gerald Asamoah übermannten nach dem nicht mehr abzuwendenden Abstieg von Schalke 04 die Gefühle. Er kämpfte mit den Tränen, Trauer und Wut vermischten sich. Sportvorstand Peter Knäbel macht Hoffnung für die Zukunft.

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Gerald Asamoah kämpfte. Allerdings nicht so, wie er es während seiner aktiven Karriere über zehn Jahre lang im Trikot von Schalke 04 getan hatte, Asamoah kämpfte mit den Tränen, mit den Gefühlen, die ihn in jedem Moment zu übermannen drohten. "Man hat so viel erlebt. Wir wussten, was auf uns zukommt. Es ist schon brutal. Ich bin seit 20 Jahren im Verein, mir fehlen die Worte. Es ist hart", sagte der Koordinator der S04-Lizenzspielerabteilung am Sky-Mikrofon, nachdem der Abstieg seines Herzensklubs besiegelt war. Vier Spieltage vor dem Saisonende gibt es nach dem 0:1 bei Arminia Bielefeld auch keine rechnerische Möglichkeit mehr, die Klasse zu halten.

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"Mir geht es nicht gut. Wir haben alle enttäuscht. Jeder in der Mannschaft muss sich hinterfragen", führte Asamoah weiter aus und es wurde deutlich, dass sich neben der Trauer auch Wut in seine Emotionen mischte: "Wenn alle sagen: Ich habe alles gegeben, dann ist das enttäuschend. Ich will keine Worte verlieren, die jemanden verletzen." Und weiter: "Wenn du Tabellenletzter bist und 13 Punkte hast, und dann jemand sagt 'Ich hab alles gegeben', ich weiß nicht, was ich mit dem machen würde."

Der Abstieg der Schalker hatte sich seit Monaten angedeutet, schon die vergangene Saison war desaströs geendet. Doch als der Abstieg am Dienstagabend um 22.22 Uhr endgültig feststand, setzte die Klarheit des Moments noch einmal alles frei, was sich zuletzt angestaut hatte. "Es hat sich abgezeichnet, aber es tut trotzdem ungemein weh. "Wir trauern in erster Linie mit unseren Fans, mit unseren Mitgliedern, mit allen, die Schalke die Treue halten", sagte Sportvorstand Peter Knäbel, der trotz des Absturzes Hoffnung auf eine Wende in der kommenden Zweitliga-Saison machte.

"Wir arbeiten im Hintergrund schon lange an dem, was jetzt kommt. Wir werden alles tun, um diesen Verein wieder da hinzubringen, wo er hingehört", meinte der 54-Jährige. Trainer Dimitrios Grammozis ergänzte: "Ich kenne die 2. Liga. Das ist eine Liga, wo gefightet wird bis zum Ende. Wir werden eine Mannschaft zusammenstellen, die dem gewachsen ist. Alles wird umgekrempelt, damit wir gestärkt in die neue Runde gehen."