04. August 2019 / 21:27 Uhr

Schalke 04: Asamoah kritisiert Tönnies nach Rassismus-Eklat - "Geschockt und verletzt"

Schalke 04: Asamoah kritisiert Tönnies nach Rassismus-Eklat - "Geschockt und verletzt"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Schalke-Legende Gerald Asamoah hat im Rassimus-Eklat um Boss Clemens Tönnies klar Stellung bezogen.
Schalke-Legende Gerald Asamoah hat im Rassimus-Eklat um Boss Clemens Tönnies klar Stellung bezogen. © imago images / Team 2
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Klare Worte von der Schalke-Legende: Gerald Asamoah hat S04-Boss Clemens Tönnies für dessen rassistische Äußerungen scharf kritisiert. Der ehemalige Nationalspieler wolle sich mit Tönnies in naher Zukunft zusammensetzen.

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Jetzt äußert sich Gerald Asamoah zum Rassismus-Eklat um Schalke-04-Aufsichtsratschef Clemens Tönnies. Via Instagram zeigte sich die Schalke-Legende entsetzt: "Ich bin ehrlich gesagt etwas sprachlos. Ich arbeite schon lange mit Clemens Tönnies zusammen und wir sind auch schon lange eng befreundet", so Asamoah. "Seine Äußerung hat mich sehr überrascht, geschockt und auch verletzt. Klar ist, dass es nicht in Ordnung ist und es sich nicht gehört. Er beleidigt mich und alle anderen Betroffenen." Ihm gegenüber habe sich Tönnies allerdings nie rassistisch verhalten.

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Asamoah kritisiert Schalke-Boss Tönnies: "Darf nicht passieren"

Tönnies hatte beim Tag des Handwerks in Paderborn als Festredner Steuererhöhungen im Kampf gegen den Klimawandel kritisiert. Stattdessen solle man lieber jährlich 20 Kraftwerke in Afrika finanzieren. „Dann würden die Afrikaner aufhören, Bäume zu fällen, und sie hören auf, wenn’s dunkel ist, Kinder zu produzieren“, sagte Tönnies. Für diese Aussagen hatte er sich später entschuldigt.

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Am Samstag hatte Tönnies schon klare Kritik von DFB-Interimschef und Ligapräsident Reinhard Rauball bekommen. „Ich war sehr überrascht, dass ihm das so passiert ist, und das kann man nicht durchgehen lassen, kommentarlos“, sagte Rauball nach dem Supercup in Dortmund. Asamoah, der aktuelle U23-Manager des FC Schalke 04, schlägt ähnliche Töne an: "Das können wir nicht dulden", so der 40-Jährige. "Er hat mich persönlich angerufen und sich für sein Verhalten entschuldigt, nichts desto trotz werden wir uns zeitnah zusammensetzen, denn so etwas darf nicht passieren (!!) und es ist traurig, dass wir 2019 immer noch über so etwas sprechen müssen."

Eklat um Schalke-Boss Tönnies: Harte Kritik aus Sport und Politik

Für die meisten Vertreter aus Politik und Sport sind die Aussagen unentschuldbar. "Es ist beschämend, dass ein Mann in einer solchen Funktion eine solche Aussage trifft", sagte Ex-Profi Otto Addo der dpa: "Das ist mehr als ein dummer Spruch. Denn was mich noch mehr stört als der Spruch ist das Gedankengut, das dahintersteckt. Und dann rutscht so etwas eben mal raus. Das ist primitiv und zeugt von Unwissen."

Dagmar Freitag, Vorsitzende des Sportausschusses im Bundestag, sagte der Welt am Sonntag: "Die am folgenden Tag veröffentlichte Klarstellung durch Herrn Tönnies kann den gesellschaftspolitischen Schaden sicher nicht wettmachen." Während Sylvia Schenk, Leiterin der Arbeitsgruppe Sport bei Transparency International Deutschland, bei Tönnies eine "hoch problematische Geisteshaltung" erkannte, warf Andreas Rettig, scheidender Geschäftsführer des Zweitligisten FC St. Pauli, diesem eine "Gutsherren-Mentalität" vor.

Ex-S04-Profi Hans Sarpei hatte die Aussagen als „rassistische Bemerkungen“ bezeichnet und das "Weltbild eines Großwild-Jägers" erkannt, "der ausgestopfte Baby-Elefanten auf seinem Hof als Trophäen präsentiert, auf Arbeitszeitfirmen mit günstigen ausländischen Arbeitskräften setzt und Putin den Hof macht." Eintracht Frankfurts Präsident Peter Fischer sagte der Bild: "Ich bin sprachlos. Dazu fällt mir nix mehr ein."

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