24. November 2020 / 15:06 Uhr

Wirbel auf Schalke: Klub widerspricht Berichterstattung über Halbzeit-Flucht von Stambouli

Wirbel auf Schalke: Klub widerspricht Berichterstattung über Halbzeit-Flucht von Stambouli

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Benjamin Stambouli soll bei Schalke 04 für Ärger gesorgt haben, aber der Klub bestreitet die Vorwürfe.
Benjamin Stambouli soll bei Schalke 04 für Ärger gesorgt haben, aber der Klub bestreitet die Vorwürfe. © imago images
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Beim FC Schalke 04 sorgt die sportliche Krise für reichlich Frust. Und die Probleme türmen sich: Der Technische Direktor Michael Reschke steht vor dem Aus, ein Zoff im Training sorgte für Aufsehen - und Benjamin Stambouli soll gegen Wolfsburg in der Halbzeit geflohen sein. Letzterem Punkt stellt sich S04 nun mit einer Stellungnahme entgegen.

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Der FC Schalke 04 hat die Berichterstattung der Bild zurückgewiesen, wonach Abwehrspieler Benjamin Stambouli am vergangenen Wochenende beim 0:2 gegen den VfL Wolfsburg vorzeitig das Stadion verlassen haben soll. In der Pause war der 30 Jahre alte Franzose von Trainer Manuel Baum ausgewechselt worden. Doch der Revierklub stellt sich den Vorwürfen nun proaktiv entgegen. "Zeugenaussagen und Videoaufnahmen der Überwachungskameras belegen, dass Benjamin Stambouli erst weit nach Schlusspfiff und zusammen mit Omar Mascarell sowie Goncalo Paciencia die VELTINS-Arena verlassen hat, ehe er mit seinem Pkw vom Parkplatz am Profileistungszentrum abfuhr", heißt es am Dienstag in einer Stellungnahme auf der Homepage des Bundesligisten.

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S04-Vorstand Alexander Jobst lässt sich darin ebenfalls zitieren. "Benji hat enttäuscht auf seine Auswechslung in der Halbzeit reagiert – ja. Aber er hat nicht vorzeitig das Stadion verlassen, das ist schlicht eine Falschmeldung", heißt es in der Mitteilung von Jobst. Im Bild-Bericht war von einer emotionalen und unangemessenen Reaktion Stamboulis auf die Auswechslung die Rede. Jobst weiter: "Er hat sich nach Wiederanpfiff der Partie auf die Tribüne gesetzt und unsere Mannschaft unterstützt. Wir haben mit Benji gesprochen, es ist alles ausgeräumt. Das Thema wurde viel größer gemacht, als es ist. Benji gibt jeden Tag alles für unseren Verein.“

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Chaos auf Schalke wird immer größer

Doch die Personalie Stambouli ist nicht das einzige Beispiel für das aktuelle Chaos auf Schalke. Am Montag gab es Berichte, die einen Trainingszoff zwischen Assistenzcoach Naldo und Sturm-Routinier Vedad Ibisevic zum Inhalt hatten. In der Folge habe Baum die Einheit am Sonntag abgebrochen. Hinzu kommt das mögliche Aus des Technischen Direktors Michael Reschke. Der Funktionär der Königsblauen muss laut Sport1 und Kicker gehen. Auf Nachfrage des SPORTBUZZER wollte der Klub die Gerüchte am Montag nicht kommentieren.

Laut Sport1 sollen vor allem Gespräche zwischen Reschke und Hertha BSC bei Schneider für Ärger gesorgt haben. Dem Bericht zufolge habe Reschke, der zuvor auch für Bayer 04 Leverkusen und den FC Bayern als Manager und Kaderplaner aktiv war, ohne Rücksprache mit dem Sportvorstand und dem Spieler über einen möglichen Verkauf von S04-Kapitän Omar Mascarell an die Herthaner verhandelt.