23. Februar 2019 / 17:28 Uhr

Paukenschlag bei Schalke 04: So erklärt Christian Heidel seinen Rücktritt als Manager

Paukenschlag bei Schalke 04: So erklärt Christian Heidel seinen Rücktritt als Manager

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Christian Heidel hört als Schalke-Manager auf.
Christian Heidel hört als Schalke-Manager auf. © imago/Sven Simon
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Paukenschlag bei Schalke 04: Manager Christian Heidel wird spätestens zum Saisonende von seinem Posten zurücktreten. Der Klub bestätigte am Samstag entsprechende Medienberichte. Auch Heidel selbst erklärte sich.

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Christian Heidel wird spätestens am Saisonende als Sportvorstand von Schalke 04 zurücktreten. Das bestätigte der Klub am Samstagnachmittag. Der 55-Jährige, dem eine verfehlte Transferpolitik vorgeworfen wird, zieht damit die Konsequenzen aus der enttäuschenden Bundesliga-Saison der Gelsenkirchener. Am Samstag hatte S04 ein bitteres 0:3 bei Mainz 05 kassiert. Als Nachfolger wurde zuletzt der ehemalige Leverkusener Jonas Boldt gehandelt. Heidel stellte bei Sky klar, dass er selbst "schon lange" Gespräche mit Boldt geführt habe - allerdings nur um das Management-Team zu verstärken und zu ergänzen.

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Schalke erklärte die Trennung in einer Vereinsmitteilung: "Die Königsblauen werden sich in der sportlichen Führung neu aufstellen. Sportvorstand Christian Heidel hat dem Aufsichtsrat des FC Schalke 04 mitgeteilt, dass er seinen bis zum 30. Juni 2020 datierten Vertrag auf eigenen Wunsch vorzeitig auflösen, spätestens im Sommer sein Vorstandsamt niederlegen und somit seine Tätigkeit für den Klub damit beenden möchte. Der Aufsichtsrat hat diesem Wunsch entsprochen und wird sicherstellen, dass eine zügige Lösung für die sportliche Neuaufstellung gefunden wird."

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Heidel, der 2016 zu Schalke gekommen war, wird dem Klub noch bis zum 30. Juni 2019 zur Verfügung stehen. Allerdings "nicht in vorderster Front", wie er erklärte, sondern auch und vor allem, um eine saubere Übergabe an seinen Nachfolger zu ermöglichen. Zudem sagte Heidel: "In den vergangenen drei Jahren konnten wir mit der Vizemeisterschaft, immer mindestens der Viertelfinal-Teilnahme in DFB-Pokal und Europa League sowie dem Achtelfinale in der Champions League einige sportliche Erfolge feiern. In der Bundesliga bleiben wir aus unterschiedlichen Gründen hinter unseren Erwartungen zurück. Auch wenn in dieser Saison einiges gegen uns gelaufen ist, habe ich selbstverständlich hierfür die Gesamtverantwortung."

Trainer Tedesco seit Freitag informiert

Der scheidene Manager weiter: "Dazu kommt, dass die Arbeit auf Schalke mit meinen Vorstandskollegen und dem Aufsichtsrat von gegenseitigem Vertrauen geprägt ist. In Ruhe haben wir gemeinsam viele Dinge entwickelt. Diese Ruhe ist derzeit nicht zu gewährleisten, was in erster Linie mit Diskussionen um meine Person zusammenhängt.“ Trainer Domenico Tedesco sei am Freitagabend von seiner Entscheidung informiert worden. Aufsichtsrats-Chef Clemens Tönnies habe er bereits am vergangenen Montag in seine Überlegungen einbezogen.

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"Ich hoffe, dass wir im Klub nun den Blick ganz auf die Zukunft richten können. Schalke 04 ist mir in den vergangenen drei Jahren sehr ans Herz gewachsen. Meine Freundschaft zu Clemens Tönnies wird mein Engagement für diesen tollen Verein sicherlich überdauern. Bis eine Nachfolge gefunden ist, stehe ich natürlich weiterhin mit Rat und Tat zur Verfügung", sagte Heidel.

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