08. Januar 2021 / 11:06 Uhr

Aufsichtsratschef Buchta: So geht es nach dem geplatzten Deal mit Clemens Tönnies bei Schalke weiter

Aufsichtsratschef Buchta: So geht es nach dem geplatzten Deal mit Clemens Tönnies bei Schalke weiter

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Aufsichtsratschef Jens Buchte (links) blickt nach dem gescheiterten Deal mit Clemens Tönnies auf die Situation bei S04.
Aufsichtsratschef Jens Buchte (links) blickt nach dem gescheiterten Deal mit Clemens Tönnies auf die Situation bei S04. © Getty Images/imago sportfotodienst
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Schalke-Aufsichtsratsboss Jens Buchta erklärte den geplatzten Deal mit Clemens Tönnies und äußert sich zur finanziellen Situation des Bundesliga-Letzten, der weiterhin auf der Suche nach Verstärkungen ist.

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Trotz des Verzichts auf eine finanzielle Hilfe von Clemens Tönnies sieht der neue Aufsichtsratchef des FC Schalke 04 den Bundesliga-Klub handlungsfähig und gibt einen Einblick in das weitere Vorgehen bei den Gelsenkirchenern. "Der Vorstand ist weiter gefordert, geplante Maßnahmen sehr kurzfristig umzusetzen. Unsere Handlungsfähigkeit ist nicht eingeschränkt. Wir werden ruhig und fokussiert weiterarbeiten – nur das hilft dem Klub in dieser schwierigen Situation", sagte Jens Buchta in einem auf der Vereins-Homepage veröffentlichten Interview und bezeichnete die Situation beim Tabellenletzten, der händeringend auf der Suche nach Verstärkungen ist, als "sportlich und wirtschaftlich angespannt".

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Der Nachfolger von Tönnies bestätigte, dass das Kontrollgremium am Mittwoch über ein Hilfsangebot des Fleischfabrikanten abgestimmt habe. Dabei sei es um die vorzeitige Verlängerung des Sponsorenvertrages von Böklunder gegangen, einem Unternehmen der Tönnies-Gruppe. "Der Aufsichtsrat hat mit großer Mehrheit zugestimmt, das Angebot anzunehmen und in Gespräche einzutreten, allerdings nicht mit der von Clemens Tönnies verlangten Einstimmigkeit", erläuterte Buchta. "Daher hat er sein Angebot zurückgezogen. Ich bedauere das. Wir müssen seine Entscheidung aber respektieren."

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Zwei Mitglieder des elfköpfigen Aufsichtsrates, darunter der Vertreter der Schalker-Fanclubs, hatten sich gegen eine Hilfe von Tönnies ausgesprochen. Dies müsse in einer demokratischen Entscheidung ebenso respektiert werden wie das Angebot von Tönnies, Schalke in der "schweren Situation" zu unterstützen, sagte Buchta. Der Vorstand des Revierklubs muss nun andere Wege finden, die notwendigen Verstärkungen der Mannschaft zu finanzieren. "Die Aufnahme der wirtschaftlichen und inhaltlichen Verhandlungen hätte im Bereich des Vorstands gelegen. Hierzu kommt es nun jedoch nicht mehr", betonte er. "Der Vorstand ist weiter gefordert, geplante Maßnahmen sehr kurzfristig umzusetzen."

Er habe sicherstellen wollen, "dass alle geschlossen hinter dem Konzept stehen, unter allen Umständen den Klassenerhalt zu sichern“, sagte Tönnies der Funke-Mediengruppe. "Ich beuge mich der Entscheidung, obwohl ich sie natürlich bedauere."