30. Juni 2020 / 15:20 Uhr

Bericht: Schalke-Boss Clemens Tönnies tritt von allen Ämtern zurück

Bericht: Schalke-Boss Clemens Tönnies tritt von allen Ämtern zurück

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
 Clemens Tönnies tritt laut Bild von allen Ämtern beim FC Schalke 04 zurück.
Clemens Tönnies tritt laut "Bild" von allen Ämtern beim FC Schalke 04 zurück. © imago images/Kirchner-Media
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Die Ära von Clemens Tönnies beim FC Schalke 04 ist offenbar zu Ende. Wie die "Bild" berichtet, tritt der umstrittene Aufsichtsratsboss mit sofortiger Wirkung zurück.

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Paukenschlag beim FC Schalke 04: Offenbar ist Clemens Tönnies mit sofortiger Wirkung von allen Ämtern zurückgetreten. Das berichtet die Bild unter Berufung auf Quellen im Schalker Umfeld. Der 64-Jährige stand zuletzt massiv in der Kritik - erst wegen rassistischer Entgleisungen im Sommer, dann auch wegen eines massiven Corona-Ausbruchs in seiner Fleischfabrik in Rheda-Wiedenbrück, die einen partiellen Lockdown in NRW zur Folge hatte. Auch bei Schalke 04 war der Gegenwind immer stärker geworden, insbesondere die Ultras forderten den Rücktritt des Unternehmers.

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Tönnies war seit 1994 Mitglied des Aufsichtsrates und seit 2001 dessen Vorsitzender. Diesen Job gibt er dem Bericht zufolge nun auf - genauso wie seinen Sitz in dem Gremium. Eine offizielle Bestätigung steht noch aus. Schalke hatte für Mittwoch eine Pressekonferenz angekündigt, auf der Konsequenzen aus der wirtschaftlichen und sportlichen Talfahrt bekannt gegeben werden sollen. Nun droht die Vorstellung der Analyse-Ergebnisse vom Tönnies-Rückzug überschattet zu werden.

Schalke ist aktuell DAS Thema in der Bundesliga - nicht nur die sportliche Misere ist mit 16 Spielen ohne Sieg dramatisch, auch die wirtschaftliche Krise hat erhebliche Dimensionen erreicht. Das Handelsblatt hatte am Montag berichtet, dass die Landesregierung von NRW dem kriselnden Verein mit einer Bürgschaft in Höhe von 40 Millionen Euro unter die Arme greifen will. Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hatte am Mittag noch betont, dass die Landesregierung darüber noch keine Entscheidung getroffen habe.

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Der Bundesliga-Zwölfte hatte für das Geschäftsjahr 2019 Verbindlichkeiten in Höhe von 197 Millionen Euro vermeldet. Die durch die Corona-Krise verursachten Einnahmenverluste bereiteten zusätzliche finanzielle Probleme. Zudem verpasste der Klub nach der Negativserie ohne Sieg deutlich die Qualifikation für einen lukrativen europäischen Wettbewerb.