02. Februar 2019 / 21:57 Uhr

Schalke-Trainer Tedesco tobt vor Wut: „Ein bisschen krass, dass es uns fast jede Woche trifft“

Schalke-Trainer Tedesco tobt vor Wut: „Ein bisschen krass, dass es uns fast jede Woche trifft“

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Domenico Tedesco war nach dem Schalke-Spiel gegen Gladbach bedient.
Domenico Tedesco war nach dem Schalke-Spiel gegen Gladbach bedient. © imago/Pakusch
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Eine Szene der Schalke-Niederlage gegen Borussia Mönchengladbach brachte S04-Trainer Domenico Tedesco auf die Palme: Vor der Roten Karte von Keeper Alexander Nübel hatten die Gladbacher einen Freistoß nach seiner Meinung irregulär ausgeführt. Kollege Dieter Hecking hat Verständnis.

Gute Laune hatte Domenico Tedesco nach der Niederlage des FC Schalke 04 gegen Borussia Mönchengladbach nicht - so viel war verständlich. Das späte 0:2 gegen den neuen Tabellenzweiten war ein Rückschritt für die "Knappen", die in der Bundesliga einfach nicht vom Fleck kommen. Eine Szene regte den 33-Jährigen aber ganz besonders auf: Ein Freistoß in der Gladbacher Hälfte kurz vor der Roten Karte für Torwart Alexander Nübel, die Tedesco als spielentscheidend empfand.

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Was war passiert? Salif Sané hatte Foul gespielt, die Gladbacher den Freistoß in Person von Lars Stindl aber rund zehn Meter näher am Schalker Tor ausgeführt, als der Schauplatz des Fouls vorgesehen hätte. Aus dem resultierenden Angriff resultierte die Rote Karte, Nübel war zu schnell aus seinem Strafraum gekommen und hatte Hazard umgerannt. Tedesco brachte diese Ungenauigkeit auf die Palme. "Der Ort des Fouls und der Ort der Ausführung des Freistoßes, das ist ein Unterschied von zehn, zwölf Metern", grollte der Trainer sichtlich genervt bei Sky. "Es ist ein bisschen krass, dass es uns fast jede Woche trifft. Ich weiß nicht, wie es das Regelwerk vorsieht, aber ich sage nur, dass der Freistoß zehn Meter zu weit vorne angeführt wird."

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S04-Kapitän Caligiuri: "Meiner Meinung nach ist das nicht regelkonform"

Schalkes neuer Kapitän Daniel Caligiuri knöpfte sich noch auf dem Platz Schiedsrichter Marco Fritz vor. "Ich habe mich noch bisschen aufgeregt. Beim Freistoß vor der Roten Karte wird der Ball ganz klar zehn Meter weiter vorne ausgeführt", sagte der Mittelfeldspieler, der zu einem klaren Schluss kommt: "Meiner Meinung nach ist das nicht regelkonform" Die Rote Karte sei eine direkte Folge darauf gewesen. Caligiuri: "Der Stindl führt schnell aus, der Schiri meinte nur, dass es nur zwei, drei Meter waren.“


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Tedescos Gegenüber Dieter Hecking brachte bei aller Freude über den errungenen zweiten Platz Verständnis für den Trainerkollegen auf. "Ich kann das verstehen, weil ich das auch mal moniert habe", bekannte der Ex-Wolfsburger. "Auch bei Einwürfen werden Bälle zehn Meter nach vorne mitgenommen, wo ich schon immer sage, dass das eine neue Spielsituation ergibt. Vielleicht ist das in der Situation auch entscheidend gewesen. Weil zehn Meter tiefer spielt man den Ball vielleicht nicht so." Allerdings: Sané hatte den Ball vor der Ausführung des Freistoßes lange mit sich getragen und dadurch zur Verwirrung um den korrekten Platz beigetragen. Hecking: "Er kann den Ball auch einfach liegen lassen."

Hecking zog einen Vergleich zu einer anderen Sportart heran. "Beim Handball wird gepfiffen und der Ball muss an der Stelle liegenbleiben, vielleicht müssen wir das übernehmen. Heute können wir uns darüber nicht beschweren.“