09. März 2019 / 09:25 Uhr

Schalke steht trotz Krise zu Trainer Tedesco - Schneider erkennt "Trendwende"

Schalke steht trotz Krise zu Trainer Tedesco - Schneider erkennt "Trendwende"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Domenico Tedesco findet keine Mittel gegen die Schalker Krise. Sportvorstand Jochen Schneider setzt dennoch weiter auf den 33-Jährigen.
Domenico Tedesco findet keine Mittel gegen die Schalker Krise. Sportvorstand Jochen Schneider setzt dennoch weiter auf den 33-Jährigen. © imago/dpa
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Das kommt überraschend: Domenico Tedesco bleibt weiterhin Trainer des FC Schalke 04. Trotz einer 2:4-Niederlage der Schalker bei Werder Bremen darf der Coach auch bei der Champions-League-Partie gegen Manchester City am Dienstag auf der S04-Bank sitzen.

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Mit gesenktem Kopf schlich Domenico Tedesco vom Rasen des Weserstadions. Doch Sorgen um seinen Job muss sich der Trainer des FC Schalke 04 nicht machen - vorerst. Der Kritisierte wird auch am Dienstag beim Achtelfinal-Rückspiel in der Champions League bei Manchester City (2:3) auf der Bank sitzen. „Wir brauchen eine Trendwende in der Leistung. Die haben wir heute gesehen“, sagte Schalkes neuer Sportvorstand Jochen Schneider nach der 2:4-Niederlage am Freitag bei Werder Bremen. Etwas Rückendeckung für Tedesco, mehr aber auch nicht.

Seit sieben Spielen wartet Schalke 04 in der Bundesliga auf einen Erfolg, die Abstiegszone rückt immer näher. 14 Gegentore kassierte der Verein in den vergangenen vier Partien und der Druck auf Tedesco wächst weiter. „Solange ich das Vertrauen dieses großartigen Clubs habe, gebe ich Vollgas, bis ich dieses Vertrauen nicht mehr bekomme“, sagte der Schalke-Coach bei Eurosport.

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Schalke zeigte gegen Bremen zumindest in einer Halbzeit eine engagierte Leistung

Immerhin wurden an der Weser das Minimalziel und die Vorgabe von Schneider größtenteils erfüllt, auch wenn der neue Schalke-Manager „die Trendwende gerne etwas ausgeprägter“ in Form von Zählbarem hätte haben wollen. Denn: „Eine Steigerung im Vergleich zu den Spielen in Mainz oder gegen Düsseldorf war nicht wirklich schwer“, merkte selbst Trainer Tedesco an. „Keine Punkte, keine Trendwende“, beschrieb es dagegen Stürmer Guido Burgstaller. Denn die Situation des taumelnden Vizemeisters wird immer dramatischer. „Es warten harte Zeiten auf uns“, sagte der Österreicher auch im Hinblick auf die nächsten Gegner. Nach dem Auswärtsspiel bei Manchester City kommt in RB Leipzig ein Spitzenteam in die Arena. „Es wird nicht leichter“, befürchtet Burgstaller.

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Vor allem nicht für Tedesco. Schalke braucht dringend Siege, Tedesco braucht dringend Siege. Da hilft ein guter Auftritt in der ersten Halbzeit wie am Freitag in Bremen nur kurzfristig etwas, auch wenn Burgstaller die Leistung des Teams als Statement für den Trainer sah. „Lieben Dank“, entgegnete Tedesco. „Aber letzten Endes geht es um Punkte, und die fehlen uns leider. Die Mannschaft muss nicht für den Trainer spielen. Die Spieler müssen für Schalke, für die Fans spielen.“

Embolo-Comeback macht Schalke Mut

Die rund 4500 Schalker Anhänger bekamen von Sportchef Schneider noch ein Extra-Lob. Anders als noch vor einer Woche beim desolaten 0:4 gegen Fortuna Düsseldorf, unterstützen sie den Club in Bremen über die komplette Spielzeit. „Überragend“, nannte es Schneider. „Solch kleine Dinge gilt es jetzt aufzubauen.“ Ein weiterer kleiner Hoffnungsschimmer: Das Startelf-Comeback von Doppeltorschütze Breel Embolo. Der Schweizer brachte laut Tedesco „viel Wucht“ in die Mannschaft, was nicht nur bei seinen beiden Treffer zu sehen war. „Er ist ein Tier“, schwärmte Kapitän Benjamin Stambouli vom lange verletzten Angreifer. „So etwas sollte Kraft und Zuversicht geben“, forderte auch Sportvorstand Schneider.

Doch die nächste Hiobsbotschaft für Schalke und Tedesco folgte umgehend. Daniel Caligiuri musste kurz vor Schluss mit Verdacht auf einen Wadenbeinbruch ausgewechselt werden. Der Routinier droht langfristig im Abstiegskampf auszufallen. Da hatte selbst der Gegner Mitleid. „Heute ist einiges gegen Schalke gelaufen“, sagte Werder-Trainer Florian Kohfeldt. „Ich kann da mitfühlen, es ist keine einfache Situation.“

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