26. Februar 2019 / 18:00 Uhr

Schalke 04: Nachfolger für Heidel gefunden – Schneider kommt aus Leipzig

Schalke 04: Nachfolger für Heidel gefunden – Schneider kommt aus Leipzig

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Jochen Schneider soll der Nachfolger von Christian Heidel beim FC Schalke 04 sein.
Jochen Schneider soll der Nachfolger von Christian Heidel beim FC Schalke 04 sein. © imago
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Der FC Schalke 04 hat einen neuen Sportvorstand gefunden. Jochen Schneider kommt von RB Leipzig und soll einen Sportdirektor benennen. Christian Heidel ist schon weg.

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Das ging schnell! Der FC Schalke hat einen Nachfolger für Sportvorstand Christian Heidel gefunden. Das berichteten zunächst Bild und Sky Sport News HD übereinstimmend, bevor Schalke es selbst bestätigte. Jochen Schneider von RB Leipzig kommt zum S04.

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Schneider, bisher Leiter Sport und Internationalisierung bei Rasenballsport Leipzig, löste bereits seine Verträge in Leipzig auf und soll in der kommenden Woche schon im Ruhrgebiet seinen neuen Job beginnen. Nach SPORTBUZZER-Informationen bat er am Montag kurzfristig um die Auflösung der Verträge. Dazu berichtet Bild, dass sich Heidel bereits aus dem operativen Geschäft verabschiedet habe.

„Für mich ist es zum einen eine große Ehre, zum anderen eine Riesenherausforderung, das Ressort Sport beim FC Schalke 04 zu übernehmen. Schalke verfügt über eine ganz besondere Strahlkraft, die weit über das Ruhrgebiet und Deutschland hinausreicht“, sagte Schneider laut Pressemitteilung des FC Schalke. „Aus der aktuellen Situation ergibt sich, dass viel Arbeit auf uns alle wartet. Aber ich freue mich darauf, diese gemeinsam auf Schalke anzugehen.“

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Beim FC Schalke soll Schneider nun möglichst schnell einen neuen Sportdirektor benennen. Das gab der FC Schalke ebenfalls bekannt. Zuletzt wurde unter anderem Jonas Boldt mit dieser Position in Verbindung gebracht.

Wer ist Jochen Schneider?

Der breiten Masse dürfte Schneider gänzlich unbekannt sein. Der gelernte Bankkaufmann heuerte 1999 beim VfB Stuttgart an und arbeitete unter anderem unter Rolf Rüssmann. Nachdem er in Stuttgart entlassen worden war, formte Schneider zusammen mit Felix Magath die „jungen Wilden“, die 2007 deutscher Meister wurden.

Nach der Entlassung von Magath wurde Schneider Stuttgarts Sportdirektor und arbeitete damals mit Horst Heldt zusammen, später mit Fredi Bobic. Nach dessen Entlassung war Schneider sogar kurzzeitig allein verantwortlich für die sportlichen Geschicke. Aus seiner Zeit beim VfB Stuttgart kennt Schneider übrigens auch den aktuellen Schalke-Trainer Domenico Tedesco.

2015 verließ Schneider den VfB und heuerte 2016 bei RB Leipzig an. Zunächst arbeitete er bei Global Soccer Red Bull und war für die fußballerischen Geschicke des gesamten RB-Imperiums verantwortlich. 2017 beorderte Ralf Rangnick Schneider in die sportliche Leitung, wo er unter anderem bei Vertragsverhandlungen dabei war.

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Was ist mit Christian Heidel?

Der 55-jährige Heidel, dem eine verfehlte Transferpolitik vorgeworfen wird, kündigte am Samstag an, den FC Schalke spätestens zum Saisonende zu verlassen. Er zieht damit die Konsequenzen aus der enttäuschenden Bundesliga-Saison der Gelsenkirchener. Am Samstag hatte S04 ein bitteres 0:3 bei Mainz 05 kassiert. Als Nachfolger wurde zuletzt der ehemalige Leverkusener Jonas Boldt gehandelt. Heidel stellte bei Sky klar, dass er selbst „schon lange“ Gespräche mit Boldt geführt habe – allerdings nur, um das Managementteam zu verstärken und zu ergänzen.

Vom wohl anstrengendsten Kapitel seiner Karriere will Heidel sich nun erst einmal erholen. Der Entschluss, spätestens im Frühjahr aufzuhören, „ist stetig gereift und vor zehn Tagen endgültig gefallen“, betonte Heidel. „Am vergangenen Montag bin ich dann zu Clemens Tönnies (Aufsichtsratschef, d. Red.) gegangen und habe gesagt: Wir müssen das im Sommer beenden, ich löse den Vertrag auf, will kein Geld, verzichte auf alles, was mir zusteht.“