02. Januar 2021 / 20:19 Uhr

Deutliche Pleite bei Hertha BSC: Horror-Serie von Schalke 04 geht auch unter Trainer Christian Gross weiter

Deutliche Pleite bei Hertha BSC: Horror-Serie von Schalke 04 geht auch unter Trainer Christian Gross weiter

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Jetzt 30 Liga-Spiele ohne Sieg: Der FC Schalke 04 kann auch unter Führung des neuen Trainers Christian Gross in der Bundesliga nicht gewinnen.
Jetzt 30 Liga-Spiele ohne Sieg: Der FC Schalke 04 kann auch unter Führung des neuen Trainers Christian Gross in der Bundesliga nicht gewinnen. © imago images/Nordphoto/RHR-Foto/Montage
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Auch Christian Gross kann der Horror-Serie von Schalke 04 vorerst kein Ende bereiten. Die Gelsenkirchener und ihr neuer Trainer unterlagen am Samstag bei Hertha BSC - und können am kommenden Wochenende einen alten Negativrekord einstellen.

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Die Horror-Serie von Schalke 04 geht auch unter Christian Gross weiter. Sechs Tage nach seiner Vorstellung verlor der neue Trainer mit seiner Mannschaft 0:3 (0:1) bei Hertha BSC und verpasste die in Gelsenkirchen schon so lang ersehnte Wende. S04 ist nun seit 30 Bundesliga-Spielen ohne Sieg und könnte am kommenden Samstag in der Partie gegen die TSG Hoffenheim für eine Einstellung des Negativrekords von Tasmania Berlin sorgen, das 1965/1966 31-mal nacheinander vergeblich auf einen Erfolg gehofft hatte. Für den Dreier der Hertha, die nach einem 1:4 beim SC Freiburg vor der Weihnachtspause ebenfalls angeschlagen in die Partie gegangen war, sorgten am Samstagabend Matteo Guendouzi (36.), Jhon Cordoba (52.) und Krzysztof Piatek (80.).

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Gross, der sich nach David Wagner, Manuel Baum und Interimslösung Huub Stevens als vierter Trainer der Saison an Schalke versuchen darf, veränderte die Startformation im Vergleich zum letzten Bundesliga-Spiel (0:1 gegen Arminia Bielefeld) nominell auf vier Positionen. Allerdings erfolgten drei der vier Wechsel erzwungenermaßen. So standen Salif Sané, Nassim Boujellab und Benito Raman verletzungsbedingt nicht zur Verfügung. Neben dem Trio rückte Hamza Mendyl auf die Bank. Neu ins Team kamen Matija Nastasic. Mark Uth, Matthew Hoppe und Amine Harit. Auch Hertha-Trainer Bruno Labbadia nahm im Vergleich zum enttäuschenden Auftritt in Freiburg vier Veränderungen vor. Nicht davon betroffen: Der vom Coach zuletzt hart kritisierte Matheus Cunha.

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Für die erste Gefahr vor dem Tor des Tabellenletzten sorgte allerdings Marvin Plattenhardt, der Ralf Fährmann mit einem Freistoß aus rund 30 Metern auf die Probe stellte (2.). Es sollte vorerst die letzte halbwegs zwingende Szene der Gastgeber bleiben - denn: Schalke kam gut ins Spiel, stand defensiv sicher und verhinderte das Aufbauspiel Herthas durch geschicktes Pressing. Auch im Spiel nach vorn bemühten sich die Gelsenkirchener. Wirkung zeigten diese Versuche jedoch nicht. Nach 23 Minuten kam stattdessen Hertha wieder zum Zug. Lukebakio scheiterte aus guter Position an Fährmann.

Kurz darauf folgte die bis dahin beste Schalker Möglichkeit. Uths Versuch verfehlte das Ziel nach einem vorherigen Stellungsfehler von Guendouzi aber knapp (28.). Für Hertha schien diese Szene eine Art Weckruf gewesen zu sein. Plattenhardt (32.) und Lukebakio (33.) kamen zum Abschluss, bevor Guendouzi dann für Zählbares sorgte. Über Umwege und am Ende zufällig landete der Ball vor den Füßen der Arsenal-Leihgabe, die mit einem platzierten Schuss aus rund 15 Metern traf. Schalke reagierte auf den abermaligen Rückstand keinesfalls geschockt und hielt bis zur Pause engagiert dagegen.

Nach dem Seitenwechsel übernahmen die Platzherren dann aber mehr und mehr das Kommando. Die Folge: Cordoba erhöhte nach Flanke von Vladimir Darida aus kurzer Distanz. Ein Treffer, der bei Schalke Spuren hinterließ. Während die Berliner weiter den Weg nach vorn suchten, wirkte S04 zunehmend verunsichert und verfiel phasenweise widerstandslos in bekannte Muster. So kamen die Berliner durch Piatek zum dritten Treffer und hätten den Sieg am Ende sogar höher gestalten können.