14. Juni 2020 / 19:55 Uhr

Schalke 04 jetzt 13 Spiele ohne Sieg: Miranda-Eigentor gegen Leverkusen besiegelt Negativrekord

Schalke 04 jetzt 13 Spiele ohne Sieg: Miranda-Eigentor gegen Leverkusen besiegelt Negativrekord

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Ein Eigentor von Juan Miranda hat das 13. Spiel ohne Sieg für Schalke 04 besiegelt.
Ein Eigentor von Juan Miranda hat das 13. Spiel ohne Sieg für Schalke 04 besiegelt. © Getty Images
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Der FC Schalke 04 kann einfach nicht mehr gewinnen: Trotz einer 1:0-Führung sind die Königsblauen im Heimspiel gegen Bayer Leverkusen nicht über ein 1:1 hinausgekommen. Damit hat die Mannschaft von Trainer David Wagner einen neuen vereinsinternen Negativrekord aufgestellt.

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Der FC Schalke 04 kann nicht mehr gewinnen. Auch im 13. Spiel in Folge verpasste die Mannschaft von Trainer David Wagner einen Sieg und baute den in der vergangenen Woche eingestellten Vereinsrekord aus. Zum Abschluss des 31. Spieltags kamen die Schalker im Heimspiel gegen Bayer 04 Leverkusen nicht über ein 1:1 (0:0) hinaus. Nach einer über weite Strecken guten Leistung und dem 1:0 durch einen verwandelten Handelfmeter von Daniel Caligiuri (51.) kam Leverkusen durch ein Eigentor des S04-Verteidigers Juan Miranda (81.) zum Ausgleich.

Während Schalke nun Neunter ist, nutzte Bayer die Niederlage von Konkurrent Mönchengladbach beim FC Bayern (1:2) und übernahm den vierten Platz, der zur Teilnahme an der Champions League berechtigt. Bayer 04 hat nun einen Punkt Vorsprung auf Gladbach. "In unserer Situation geht es darum zu punkten", sagte Caligiuri nach dem Spiel bei Sky. "Wir haben heute gar nicht mehr verdient. Wir sind nicht gut ins Spiel gekommen", sagte Leverkusens Verteidiger Sven Bender. "Wir waren die ersten 20 Minuten nicht wirklich im Spiel. Am Ende ist das 1:1 dann gerecht."

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Schalke-Trainer David Wagner musste verletzungsbedingt gleich zehn Spieler ersetzen, kurzfristig fiel auch Benito Raman noch mit Rückenproblemen aus. Dafür kam der 19-jährige Can Bozdogan im zentralen Mittelfeld von Beginn an zu seinem Bundesliga-Debüt, außerdem standen die Youngster Nassim Boujellab und Ahmed Kutucu in der jüngsten Schalker Startelf seit drei Jahren. Insgesamt nahm Wagner vier Veränderungen im Vergleich zum 1:1 gegen Union Berlin vor. Bei Leverkusen konnte Chefcoach Peter Bosz wieder auf Topstar Kai Havertz setzen, der zusammen mit Nadiem Amiri für Paulinho und Florian Wirtz in die erste Elf rückte.

Die Schalker lieferten die beste Anfangsphase seit dem Wiederbeginn; vor allem die Youngster Boujellab, Kutucu und Bozdogan versuchten, die Leverkusener Abwehr mit aggressivem Pressing unter Druck zu setzen. Die erste Großchance der Partie hatten die Gastgeber: Weston McKennie scheiterte mit einem satten Schuss an Bayer-Torwart Lukas Hradecky, den Abpraller köpfte Kutucu nur knapp am Pfosten vorbei (2.). Weitere Möglichkeiten waren in einer sehr intensiv geführten Partie zunächst Mangelware. Bayers erste Torannäherung hatte Lucas Alario, dessen Kopfball von Jonjoe Kenny noch entschärft wurde (22.). Schalke hatte extrem wenig Ballbesitz, machte daraus aber viel: Caligiuri, der mit einem Transfer zum FC Augsburg in Verbindung gebracht wird, scheiterte mit einem Schuss an Hradecky (27.). Auf der Gegenseite kam Leverkusen über Ansätze nicht hinaus. Alario traf nach einem Freistoß (40.), stand aber im Abseits. Zur Pause blieb die Partie torlos.

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Elfmeter-Entscheidung gegen Tapsoba - Caligiuri verwandelt

Es dauerte allerdings nicht lange, bis unter dem geschlossenen Dach der Veltins-Arena (wegen starker Regenfälle) ein Torjubel zu hören war. Schiedsrichter Daniel Siebert zeigte nach einem Wink von Videoreferee Günter Perl auf den Punkt, nachdem Edmond Tapsoba den Ball mit der Hand berührt hatte - eine harte und umstrittene Entscheidung. Den fälligen Strafstoß verwandelte Caligiuri zum Schalker 1:0 (51.). Die Partie blieb intensiv, Leverkusen reagierte nicht geschockt. Alario köpfte am Schalker Tor vorbei (55.) und provozierte wenig später eine Rudelbildung, weil er nach einer Verletzungspause einen Ball nicht zu den Schalkern zurückspielte, sondern Nübel prüfte (60.). Aranguiz hatte nach einem Eckball die nächste Chance, sein Schuss wurde aber geblockt (63.).

In der Schlussphase erhöhte Leverkusen immer mehr den Druck - und kam letztlich zum verdienten Ausgleichstreffer. Nachdem sich Wendell auf der linken Bayer-Offensivseite stark durchgetankt hatte, drückte Schalke-Verteidiger Miranda (81.) die Flanke des Brasilianers über die eigene Torlinie. Der eingewechselte Paulinho stand unmittelbar daneben und hätte den Ball wohl auch ins Schalker Netz befördert. Hradecky hielt mit der letzten Aktion des Spiels den Punkt für Bayer fest. Der Finne fischte einen Kopfball von Gregoritsch (90.+6) spektakulär von der Linie.