06. Dezember 2020 / 19:52 Uhr

Elfmeter verschossen und Eigentor: Schalke verliert auch gegen Leverkusen - jetzt 26 Spiele ohne Sieg

Elfmeter verschossen und Eigentor: Schalke verliert auch gegen Leverkusen - jetzt 26 Spiele ohne Sieg

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Schalke 04 blieb auch gegen Bayer Leverkusen weiter sieglos.
Schalke 04 blieb auch gegen Bayer Leverkusen weiter sieglos. © Copyright RHR-FOTO, Tim Rehbein, Karsten Rabas
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Der FC Schalke 04 kann in der Bundesliga einfach nicht mehr gewinnen. Die Königsblauen bauen ihre Sieglos-Serie in der Bundesliga mit einer Heim-Niederlage gegen Bayer Leverkusen weiter aus. Der Ruhrpott-Klub ist nun 26 Spiele ohne Sieg.

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Für den FC Schalke 04 läuft in der Bundesliga weiter nichts zusammen: Auch im 26. Spiel in Folge bleibt die Mannschaft von Trainer Manuel Baum ohne Sieg und damit weiter Tabellenletzter der Bundesliga. Bei der 0:3 (0:1)-Heimniederlage gegen Bayer Leverkusen zeigte S04 einmal mehr, warum sich der Klub in der aktuellen Lage befindet. Schalke spielte ideenlos nach vorn, offenbarte große Probleme nach Standardsituationen und verschoss zu allem Überfluss noch einen Elfmeter durch Steven Skrzybski in der 72. Minute.

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Der Leverkusener Sieg durch ein Eigentor von Malick Thiaw (10.) sowie Treffer von Julian Baumgartlinger (67.) und Patrik Schick (78.) ging auch in der Höhe in Ordnung. S04 durfte auch einmal jubeln, aber vergebens: Nassim Boujellab traf in der 32. Minute zum vermeintlichen 1:1 - doch der Treffer wurde wegen einer Abseitsposition von Vorbereiter Mark Uth nicht gegeben.

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Während Schalke mit drei Punkten aus zehn Spielen mit bereits vier Zählern Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz Tabellenschlusslicht bleibt, sind die noch immer ungeschlagenen Leverkusener nun Bayern-Jäger Nummer eins. Nach dem Remis im Topspiel zwischen dem FC Bayern und RB Leipzig springt die Werkself in der Tabelle auf Platz zwei - mit einem Zähler Rückstand auf den FCB.

Schalke mit drittem Torwart, umstrittenes Eigentor

Vor dem Spiel hatten Schalker Ultras rund um die Arena einige Banner aufgehängt. Die Kritik richtete sich - anders als zuletzt - aber nicht gegen die Mannschaft, sondern gegen den Vorstand um Alexander Jobst. Auf einem hieß es: "9 Jahre Teil des Vorstands bedeutet Teil des Problems statt der Lösung. Wann ziehst du endlich persönliche Konsequenzen?" Die von sportlicher Erfolglosigkeit gebeutelten Schalker waren im Spiel gegen die erwiesen spielfreudigen Leverkusener nicht zu beneiden. Neben den vorerst aussortierten Nabil Bentaleb, Amine Harit und Vedad Ibisevic fehlten fünf Feldspieler. Überdies waren mit Frederik Rönnow (Oberschenkelzerrung) und Ralf Fährmann (Knie) die beiden gesetzten Torhüter verletzt.

So kam der dritte Torhüter Michael Langer zu seinem ersten Pflichtspiel-Einsatz für die Königsblauen. Der 35-jährige Österreicher hatte sein bislang einziges Bundesliga-Spiel 2007 für den VfB Stuttgart absolviert. "Wer im Kader einer Bundesliga-Mannschaft ist, der hat natürlich die Qualität, Bundesliga zu spielen", sagte Trainer Manuel Baum bei Sky. Langer wurde zunächst weit weniger gefordert, als aufgrund der sportlichen und Personalmisere zu befürchten stand. Machtlos war er beim Führungstreffer für den Europa-League-Starter: Nach einer Ecke von Bailey wurde Thiaw vom Leverkusener Aleksandar Dragovic hart bedrängt und drückte den Ball mit Kopf und Schulter ins eigene Tor.

Bayer Leverkusen um Längen besser

Gegen die vor alle Kampfkraft aufbietenden Schalker waren die Gäste spielerisch um Längen besser - trotz des kurzfristigen Ausfalls von Kerem Demirbay. Der Mittelfeldspieler wurde am Freitag positiv auf das Coronavirus getestet. Leverkusen konnte aus seinem Chancenplus in der ersten 45 Minuten kein Kapital schlagen. Die einzige Möglichkeit der Gastgeber nutzte Nassim Boujalleb für einen Treffer, der jedoch wegen Abseitsstellung von Passgeber Mark Uth aberkannt wurde (32.). Auch nach Wiederanpfiff brachten beide Teams lange nicht Zählbares zustande.

In der 67. Minute war Langer dann erneut geschlagen. Nachdem er kurz zuvor noch einen Schuss von Julian Baumgartlinger abgewehrt hatte, köpfte der Mittelfeldspieler nach einer Ecke den Ball zum 2:0 ins Netz. In der 72. Minute hatte Schalke die große Chance zum Anschluss. Doch Skrzybski verschoss den an Suat Serdar verwirkten Foulelfmeter. Sechs Minute später entschied Schick mit dem 3:0 die Partie.