28. Mai 2020 / 06:15 Uhr

Schalke-Trainer David Wagner über Defensiv-Taktik gegen Düsseldorf: "Zu nichts anderem in der Lage"

Schalke-Trainer David Wagner über Defensiv-Taktik gegen Düsseldorf: "Zu nichts anderem in der Lage"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Schalke-Trainer David Wagner hat seine Konter-Taktik gegen Fortuna Düsseldorf verteidigt.
Schalke-Trainer David Wagner hat seine Konter-Taktik gegen Fortuna Düsseldorf verteidigt. © (c) AP-Pool
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Der FC Schalke 04 steckt weiter in einer tiefen Krise. Auch das dritte Spiel nach der Corona-Pause verliert die Mannschaft von Trainer David Wagner - und das trotz neuer Defensiv-Taktik. Der in die Kritik geratene Coach verteidigte nach Abpfiff seinen Plan gegen Fortuna Düsseldorf.

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Die Talfahrt des FC Schalke 04 setzt sich fort: Auch gegen Fortuna Düsseldorf ist es der Mannschaft von Trainer David Wagner nicht gelungen, sich aus der Negativ-Spirale zu befreien. Die 1:2-Pleite bei Fortuna Düsseldorf bedeutete die dritte Niederlage im dritten Spiel nach der Corona-Pause. In der Rückrunden-Tabelle ist S04 nun hinter Aufsteiger und Bundesliga-Schlusslicht SC Paderborn mit sieben Punkten aus elf Spielen Tabellenletzter. Gegen Düsseldorf versuchte sich Wagner an einer neuen Konter-Taktik - und scheiterte. Bei Sky verteidigte er den Versuch. So sei die Mannschaft aktuell "zu etwas anderem nicht in der Lage", erklärte der 48-Jährige. "Im Moment ist das unsere Möglichkeit, um vielleicht Punkte zu holen."

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Wagner hatte es nach den Rückschlägen zuletzt (0:4 gegen Dortmund und 0:3 gegen Augsburg) mit einer destruktiven Konter-Taktik und viel Engagement versucht. Dies wurde zunächst auch kurz nach der Halbzeit mit dem 1:0-Treffer durch Weston McKennie (53. Minute) belohnt. Fortuna reagierte wütend und glich nach einem Patzer von Schalkes Keeper Markus Schubert, der einen 30-Meter-Freistoß von Kevin Stöger nach vorne abprallen ließ, durch Rouwen Hennings zwölftes Saisontor (64.) aus. Wenig später war es dann ein haarsträubender Defensivfehler, der Fortuna die Führung durch Kenan Karaman (68.) bescherte.

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Schalke-Trainer David Wagner: "Wahnsinnig schwierige Phase"

"Wir mussten weggehen von der ursprünglichen Spielidee, die uns ganz lange ausgezeichnet hat, um solide zu verteidigen, dem Gegner wenig zu geben. Ich denke, das war bis auf ein paar Fernschüsse auch der Fall. Leider haben wir die zwei Standardsituationen nicht so verteidigt, um das Spiel zu gewinnen", bilanzierte Wagner, der von einer "richtig schweren Phase" sprach. "Wir wissen, warum, und wir wollen alles dafür tun, dass wir aus dieser Phase wieder herauskommen."

Trainer Wagner steht beim FC Schalke nun immer mehr unter Druck: Zehn Bundesliga-Spiele warten die Knappen nun schon auf einen Sieg. Eine derartige Durststrecke erlebte der eigentlich so stolze Klub seit 23 Jahren nicht mehr. Wenn es derartige Leistungen weiterhin gebe, werde der Coach "mehr und mehr unter Druck geraten", meinte Sky-Experte Dietmar Hamann nach dem Spiel. Keine allzu kühne Prognose. Zumal Wagner schon vor der Partie in Düsseldorf angezählt wirkte. Auf ein Ultimatum vor dem Spiel gegen Werder Bremen am Wochenende verzichtete Schalke-Sportchef Jochen Schneider, sagte aber mit Blick auf das kommende Wochenende: "Eine gute Leistung - die ist da Pflicht."