09. Mai 2021 / 13:11 Uhr

Schalke-Sportvorstand Knäbel über Zukunft von Trainer Grammozis: "Absicht, mit ihm weiterzumachen"

Schalke-Sportvorstand Knäbel über Zukunft von Trainer Grammozis: "Absicht, mit ihm weiterzumachen"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Sportvorstand Peter Knäbel plant die Zweitliga-Saison mit Trainer Dimitrios Grammozis.
Sportvorstand Peter Knäbel plant die Zweitliga-Saison mit Trainer Dimitrios Grammozis. © IMAGO/Michael Weber/Baering (Montage)
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Der FC Schalke 04 plant für die Saison in der Zweitklassigkeit. Der Trainer steht dabei aktuell offenbar nicht zur Debatte. Das betonte Sportvorstand Peter Knäbel am Sonntag. Der 54-Jährige bekräftigte die Absicht, mit Grammozis weiterarbeiten zu wollen.

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Der FC Schalke 04 muss den bitteren Gang in die zweite Liga antreten. Eine Überraschung ist dies längst nicht mehr. Die Planungen für die erste Saison im deutschen Unterhaus seit über 30 Jahren laufen bereits. Diskutiert wurde in der Vergangenheit immer wieder auch die Personalie von Trainer Dimitrios Grammozis, der die sportlichen Geschicke auf Schalke erst vor zwei Monaten als Nachfolger des entlassenen Christian Gross übernommen hatte. Sportvorstand Peter Knäbel bekräftigte nun, mit dem 42-Jährigen das Projekt Wiederaufstieg angehen zu wollen. "Wir haben definitiv die feste Absicht, mit ihm weiterzumachen", sagte Knäbel am Sonntag bei Sky90.

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Als Grammozis im März beim Tabellen-Schlusslicht übernommen hatte, habe man "um die Schwere der Aufgabe gewusst", verteidigte der Sportvorstand der Schalker seinen Coach und unterstrich die "Qualität, die der Trainer hat". Auch Olaf Thon hält eine vorzeitige Trennung vom ehemaligen Trainer von Darmstadt 98 für wenig zielführend. Der Klubrepräsentant gehe davon aus, dass "mindestens 10-15 Spieler neu kommen werden". Ein Umbruch, den man abwarten sollte, ehe man eine Entscheidung bezüglich der Besetzung des Trainerstuhls zu Ungunsten des amtierenden Grammozis trifft. "Man muss eine neue Beurteilung machen, wenn es soweit ist. Aber nicht jetzt, sondern wenn die Saison losgeht."

Währen Grammozis also das Vertrauen der Klub-Führung zu genießen scheint, konnte Knäbel das Gesamtauftreten des Revierklubs in den letzten Wochen allerdings kaum verteidigen. Besonders die Partie gegen die TSG Hoffenheim, die man nach einer 2:0-Führung noch mit 2:4 verlor, stieß ihm dabei sauer auf. Die zweite Halbzeit sei "desaströs" gewesen. "Dass Schalke diese Entwicklung genommen hat, ist der Leistung auf dem Platz zuzuschreiben", ärgerte sich der 54-Jährige, der zwischen 2014 und 2017 auch für den Hamburger SV tätig war.



Hamann sieht Grammozis-Verbleib skeptisch

Für Sky-Experte Dietmar Hamann ist die schwache Performance der Königsblauen, die sich auch unter Grammozis nicht aus der Krise befreien konnten, indes Anlass genug, um am Trainer zu zweifeln. "Das Spiel war wahrscheinlich noch schlimmer als die 30 vorher", so Hamann. Zwar halte er Grammozis für einen "hervorragenden Trainer", dass er der Richtige ist, um die Schalker wieder zurück in die Bundesliga zu führen, sehe er indes skeptisch. "Du musst Aufbruch vermitteln", führte Hamann aus.