08. April 2021 / 10:08 Uhr

Wegen Drohungen: Marketing-Vorstand Alexander Jobst hört bei Schalke 04 auf

Wegen Drohungen: Marketing-Vorstand Alexander Jobst hört bei Schalke 04 auf

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Verlässt den FC Schalke: Vorstand Alexander Jobst.
Verlässt den FC Schalke: Vorstand Alexander Jobst. © Leon Kuegeler/Getty Images (Montage)
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Beim FC Schalke hört ein weiterer wichtiger Mitarbeiter auf: Wie der Tabellenletzte der Bundesliga am Donnerstag bekannt gab, beendet Marketing-Vorstand Alexander Jobst seine Tätigkeit nach der Saison. Er habe nach Anfeindungen und Bedrohungen gegen seine Familie um Vertragsauflösung gebeten.

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Der personelle Umbruch beim FC Schalke 04 setzt sich fort: Wie das Bundesliga-Schlusslicht am Donnerstagmorgen mitteilte, verlässt Alexander Jobst den Verein zum 30. Juni auf eigenen Wunsch. Der 47-Jährige ist bei den Königsblauen seit 2011 als Vorstand Marketing, Vertrieb und Organisation tätig. Wie es in der Mitteilung heißt, sei der Grund für den Abschied "die anonymen Anfeindungen bis hin zu Bedrohungen, denen er und auch seine Familie seit einiger Zeit ausgesetzt sind." Bei Jobst sei damit "eine rote Linie überschritten".

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Aufsichtsratsboss Jens Buchta äußerte sich traurig über den Abschied des langjährigen Mitarbeiters: "Wir verlieren Alexander Jobst nur sehr ungern. Die Zusammenarbeit zwischen dem Aufsichtsrat und ihm war immer sehr vertrauensvoll und professionell. Der FC Schalke 04 verliert einen überall anerkannten Fachmann, dessen Erfolge für sich sprechen", sagte er und dankte Jobst für die Zusammenarbeit.

Bei vielen Fans der Königsblauen ist der Ruf von Jobst deutlich negativer. Vereinigungen der Anhänger machten ihm wiederholt den Vorwurf, den Verein von seiner Identität wegzubewegen und zu kommerzialisieren. Der Klub musste ihn schon im Februar verteidigen, nachdem ihm von Fan-Seiten die Entlassung dreier Mitarbeiter vorgehalten wurde.

Schalke-Umbruch setzt sich weiter fort

Beim Krisen-Klub aus Gelsenkirchen setzt sich der personelle Umbruch damit fort. Als Reaktion auf die sporliche Krise mussten Ende Februar bereits der damalige Sportvorstand Jochen Schneider und Trainer Christian Gross gehen. Peter Knäbel übernahm das Amt von Schneider – zunächst kommisarisch, inzwischen dauerhaft, da Ralf Rangnick für den Posten absagte. Auf dem Trainerstuhl nahm Dimitrios Grammozis Platz. Nach der geplatzten Verpflichtung von Rangnick trat zudem Aufsichtsrat Stefan Gesenhues zurück.