07. November 2020 / 22:07 Uhr

Schalke 04 motzt über Videoschiedsrichter! Jochen Schneider: "Es reicht langsam" - Manuel Baum: "Ungeheuerlich"

Schalke 04 motzt über Videoschiedsrichter! Jochen Schneider: "Es reicht langsam" - Manuel Baum: "Ungeheuerlich"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Schalke-Vorstand Jochen Schneider hat scharfe Kritik am Videoassistenten geübt.
Schalke-Vorstand Jochen Schneider hat scharfe Kritik am Videoassistenten geübt. © imago images/Jan Huebner/Werner Schmitt (Montage)
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Schalke 04 zürnt nach dem 2:2 bei Mainz 05 über den Videoschiedsrichter. Sportvorstand Jochen Schneider und Trainer Manuel Baum finden deutliche Worte und sehen ihre Mannschaft benachteiligt. 

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Jochen Schneider redete sich in Rage. "Es reicht langsam", wetterte der Sportvorstand von Schalke 04 nach dem 2:2 (1:2) im Kellerduell beim zuvor punktlosen FSV Mainz 05 bei Sky: "Wir fühlen uns schlecht behandelt und benachteiligt." Zahlreiche umstrittene Entscheidungen und manche Schlussfolgerung des Videoassistenten hatten den S04-Manager mächtig auf die Palme gebracht. Tatsächlich war die Partie aus Sicht der Schalker mindestens unglücklich verlaufen. So resultierten beide Mainzer Tore aus Foulelfmetern. Zudem wurde einem Treffer von Ozan Kabak die Anerkennung verweigert. Und nach einem Zweikampf zwischen S04-Stürmer Goncalo Paciencia und Moussa Niakhaté war die Pfeife von Schiedsrichter Patrick Ittrich stumm geblieben.

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Doch der Reihe nach. Wenig zweifelhaft war der erste Elfmeter der Platzherren, den Daniel Brosinski eiskalt verwandelte (6.). Zuvor hatte Matija Nastasic einen Zweikampf mit Jonathan Burkhardt äußerst ungestüm geführt und seinen Gegenspieler mit dem Ellenbogen am Hals und mit dem Fuß an der Ferse getroffen. Schneider bewertete die Situation, die durch den VAR endgültig aufgelöst worden war, als "50:50", blieb aber noch halbwegs gelassen. Anders reagierte er auf den zweiten Elfmeter, der nach einem Zweikampf zwischen Ozan Kabak und Jean-Philippe Mateta gepfiffen wurde.

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Schneider echauffierte sich, dass der VAR hier nicht zu Rate gezogen worden war und sprach von einer "krassen Fehlentscheidung" - da sich der Schalker und der Mainzer, der den Strafstoß dann auch verwandelte (45.+2), tatsächlich gegenseitig beharkt hatten. "Es reicht langsam mal", schimpfte Schneider noch einmal: "Das macht niemand mit Absicht, aber ich erwarte mehr Aufmerksamkeit Ich weiß nicht, was da in Köln los ist." Auch Trainer Manuel Baum war angesichts der Szene aufgebracht: "Den zweiten Elfmeter darfst du einfach nicht geben. Wenn man das nicht sieht, dann ist das - ich muss jetzt aufpassen, dass ich nichts Falsches sage - ungeheuerlich.“



Hamann: "Dann wäre ihm der Deckel richtig hochgegangen"

Versöhnlich gab sich S04-Boss Schneider dann mit Blick auf Kabaks Treffer, vor dem dem Türken der Ball an den Arm gesprungen war und der nach Ansicht der Videobilder zurückgenommen wurde (50.): "Der Ball war am Arm das war korrekt." Sechs Minuten vor dem Ende hätte dann allerdings auch Schalke Elfmeter-Glück haben können. Niakhaté duellierte sich mit Paciencia, der in den Strafraum eindrang und fiel. Ittrich und der VAR reagierten nicht. Schneider wurde zu der Szene nicht befragt. Dafür äußerte sich Sky-Experte Dietmar Hamann. "Wenn man ihm die Szene noch gezeigt hätte, wäre ihm der Deckel richtig hochgegangen", meinte der Ex-Nationalspieler.

Schneider, dessen Mannschaft nun seit 23 Bundesliga-Spielen auf einen Sieg wartet, zog aus sportlicher Sicht dennoch ein zufriedenes Fazit. "Der Auftritt war insgesamt in Ordnung. Wir haben es uns verdient, etwas mitzunehmen - eigentlich drei Punkte."

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