27. September 2020 / 10:51 Uhr

Schalke-Boss Jochen Schneider erklärt Aus von Trainer Wagner: "Weg des personellen Neuanfangs"

Schalke-Boss Jochen Schneider erklärt Aus von Trainer Wagner: "Weg des personellen Neuanfangs"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Schalke-Sportvorstand Jochen Schneider (links) hat sich zur Trennung von Trainer David Wagner geäußert.
Schalke-Sportvorstand Jochen Schneider (links) hat sich zur Trennung von Trainer David Wagner geäußert. © imago images/RHR-Foto (2) (Montage)
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Sportvorstand Jochen Schneider vom FC Schalke 04 hat sich zur Trennung von Trainer David Wagner geäußert. In einer Stellungnahme der "Königsblauen" teilte Schneider mit, er habe gehofft, die sportliche Wende mit Wagner schaffen zu können. Nun aber entschließe man sich zum "Weg des personellen Neuanfangs".

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Es war am Ende keine große Überraschung mehr: Der FC Schalke 04 hat sich am Sonntag als Reaktion auf den Fehlstart in der Bundesliga, der sich durch die 1:3-Niederlage gegen Werder Bremen am Samstag verschlimmert hatte, von Trainer David Wagner getrennt. Die Negativserie von S04 war damit saisonübergreifend auf 18 Ligapartien ohne Sieg angewachsen. Sportvorstand Jochen Schneider bedauerte das Ende der Ära Wagner in einer Stellungnahme des Klubs. "Wir haben alle gehofft, dass wir die sportliche Wende zusammen mit David Wagner schaffen können. Leider haben die ersten Spieltage der neuen Saison nicht die dafür notwendigen Leistungen und Resultate erbracht", ließ sich Schneider zitieren.

S04-Sportvorstand Schneider: "Entscheidung nicht leichtgefallen"

Schneider, der Wagner im Sommer 2019 als neuen Schalke-Coach ausgewählt hatte, fuhr laut Mitteilung fort: "Wir haben uns daher dazu entschlossen, den Weg des personellen Neuanfangs zu gehen. Diese Entscheidung ist uns trotz der enttäuschenden Ergebnisse alles andere als leichtgefallen." Auch die Co-Trainer Christoph Bühler und Frank Fröhling wurden freigestellt. Wagner hatte zuvor von 2015 bis 2019 den englischen Klub Huddersfield City trainiert und war mit diesem 2017 in die Premier League aufgestiegen. Zuvor war er unter anderem für die U23 des S04-Erzrivalen Borussia Dortmund verantwortlich gewesen. Nach einer starken ersten Halbserie, nach der Schalke als Fünfter überwinterte, stürzte Wagner mit dem Team im neuen Jahr massiv ab und gewann in der Rückserie nur noch das erste Spiel gegen Borussia Mönchengladbach (2:0).

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Die Nachfolge Wagners blieb zunächst offen. Der Klub wolle in den kommenden Tagen darüber informieren, hieß es. Schon vor der Niederlage gegen Bremen waren der frühere Schalker Profi Marc Wilmots, der ehemalige Mainz-Coach Sandro Schwarz und der Ex-Augsburger Manuel Baum als mögliche Nachfolger gehandelt worden. Auch über Schalke-Legende Mike Büskens, der zum Team der UEFA-Cup-Sieger von 1997 gehörte, wurde spekuliert. Büskens war in der Vergangenheit bei den Königsblauen schon mehrfach als Interimstrainer eingesprungen.