17. März 2020 / 18:06 Uhr

Schalke weist Mega-Verluste für 2019 aus - Vorstand Peters: "Finanzielle Stabilität gewährleistet"

Schalke weist Mega-Verluste für 2019 aus - Vorstand Peters: "Finanzielle Stabilität gewährleistet"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Der FC Schalke 04 hat im Jahr 2019 erhebliche Verluste eingefahren - doch Finanzvorstand Peter Peters (rechts) macht sich keine Sorgen.
Der FC Schalke 04 hat im Jahr 2019 erhebliche Verluste eingefahren - doch Finanzvorstand Peter Peters (rechts) macht sich keine Sorgen. © 2020 Getty Images (Montage)
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Schalke 04 präsentiert eine bedenkliche wirtschaftliche Bilanz für 2019. Der Klub muss neben einem hohen Umsatz-Rückgang ein Minus von 26,1 Millionen Euro verkraften. Und die Auswirkungen der Coronavirus-Krise auf S04 sind noch gar nicht abschätzbar.

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Der FC Schalke 04 ist im vergangenen Jahr tief in die roten Zahlen gerutscht und sieht schweren Zeiten entgegen. Ungeachtet des zweithöchsten Konzernumsatzes der Klubgeschichte von 275 Millionen Euro (Vorjahr: 350,4 Mio. Euro) weist der Bundesligist einen hohen Fehlbetrag aus. Wie die Königsblauen am Dienstag mit der Veröffentlichung der Geschäftsbilanz mitteilte, verbuchten sie im Kalenderjahr 2019 ein Minus von 26,1 Millionen Euro. 2018 hatte Schalke noch einen Überschuss von 40,5 Millionen Euro erwirtschaftet.

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Hauptverantwortlich für den Einnahme-Einbruch sind die gesunkenen Erlöse aus der medialen Vermarktung (108,8 Mio. Euro/Vorjahr: 147,8) durch die Saison fast ohne internationales Geschäft, die Transfers (15,7/45,6) und durch den sportlichen Absturz in der Bundesliga-Spielzeit 2018/2019, die Schalke auf dem 14. Platz beendete. Hinzu kamen außerplanmäßige Belastungen durch den Rückzug des früheren Sportvorstands Christian Heidel und die Trennung von Ex-Trainer Domenico Tedesco. Auf der Ausgabenseite schlugen Millionen-Investitionen für den Ausbau und die Modernisierung des Vereinsgeländes Berger Feld zu Buche.

Schalke-Finanzvorstand Peters bleibt entspannt

Gleichwohl zeichnete Finanzvorstand Peter Peters ein überraschend moderates Bild. „Trotzdem verfügen wir über eine sehr breite Umsatzbasis, die selbst ohne internationalen Wettbewerb die finanzielle Stabilität des Vereins gewährleistet“, sagte der 57-Jährige. Das operative Geschäft bezeichnete er als in seinen „Kernelementen äußerst robust“.

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Die Corona-Krise mit der Aussetzung von Spieltagen und den drohenden Einnahme-Verlusten durch Geisterspiele dürfte die wirtschaftliche Lage des derzeitigen Bundesliga-Sechsten zusätzlich verschärfen und Spielräume für Transfers im Sommer einengen - or allem dann, wenn zum zweiten Mal nacheinander die Europapokal-Teilnahme verpasst würde. Marketing- und Kommunikationsvorstand Alexander Jobst bereitete die königsblaue Familie bereits auf ein drastische Szenario vor: „Es geht um die Existenz des Klubs.“

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Weil in der laufenden Saison - wenn sie überhaupt noch zu Ende gespielt werden kann - nur Partien ohne Fans im Stadion zu erwarten sind, werden Schalke die Ticket-Gelder der noch vier ausstehenden Bundesliga-Heimspiele fehlen. Jobst betonte, dass gerade jetzt die „Medien- und Sponsoreneinnahmen für den Verein existenziell“ seien.

Schalke plant in laufender Saison mit Platz acht

Für das laufende Jahr 2020 kalkuliert Schalke konservativ und legt Bundesliga-Platz acht zugrunde. Auf dieser Basis rechnet Peters mit einem weiteren Umsatzrückgang auf etwa 240 Millionen Euro und einem „Jahresfehlbetrag im niedrigen zweistelligen Millionen-Bereich“. Dabei beinhaltet die Prognose noch nicht einmal die unabsehbaren Folgen der Ausbreitung von Sars-CoV-2.