07. November 2019 / 11:01 Uhr

Schalke-Boss Tönnies bricht Schweigen nach Rassismus-Vorfall: "Voll in die Hose gegangen"

Schalke-Boss Tönnies bricht Schweigen nach Rassismus-Vorfall: "Voll in die Hose gegangen"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Clemens Tönnies hat nach seinen verbalen Entgleisungen erstmals öffentlich Stellung bezogen.
Clemens Tönnies hat nach seinen verbalen Entgleisungen erstmals öffentlich Stellung bezogen. © imago images / Sportfoto Rudel
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Lange hatte Schalke-Aufsichtsratsvorsitzender Clemens Tönnies nach seiner verbalen Entgleisung geschwiegen. In einem Video bezog er nun Stellung. Der 63-Jährige bezeichnete seine Äußerungen als "Fehler".

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Clemens Tönnies hat sein Schweigen gebrochen. Am ersten Tag seiner Rückkehr in die Amtsgeschäfte als Schalker Aufsichtsratsvorsitzender bezeichnete der 63 Jahre alte Fleisch-Unternehmer aus Rheda-Wiedenbrück seine vielfach als rassistisch eingestuften Äußerungen als "Fehler". "Ich war von der Wucht der Reaktion total erschlagen. Es hätte mir nicht passieren dürfen. Es ist voll in die Hose gegangen. Wenn sich jemand verletzt gefühlt hat, bitte ich ihn aufrichtig um Entschuldigung", sagte Tönnies am Donnerstag dem klubeigenen Schalke TV.

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Tönnies fühlt sich falsch eingeschätzt: "Ich bin nicht der, der trennt, sondern eher der, der vereint und sagt, das darf auf Schalke keinen Einzug haben. Wir müssen uns in der Gesellschaft viel mehr gegen Rassismus stellen. Ich sehe uns alle in Europa in der Pflicht, was für Afrika zu tun." Zuvor hatte Schalke-Finanzvorstand Peter Peters Tönnies den Rücken gestärkt. Auf die Frage, ob er fürchte, "dass bei Tönnies etwas hängen bleibt", antwortete er: "Ich werbe intensiv dafür, dass das nicht so ist. Es gibt nicht lebenslang, das gehört zu einem Miteinander dazu."

Tönnies sorgte bei "Tag des Handwerks" für Eklat

Am 6. August hatte der Schalker Ehrenrat nach den viel diskutierten und zum Teil als rassistisch eingestuften Äußerungen von Tönnies über Afrikaner entschieden, dass dieser sein Amt drei Monate nicht ausüben dürfe. Tönnies hatte als Redner beim Tag des Handwerks in Paderborn Steuererhöhungen im Kampf gegen den Klimawandel kritisiert. Stattdessen solle man lieber jährlich 20 Kraftwerke in Afrika finanzieren. "Dann würden die Afrikaner aufhören, Bäume zu fällen, und sie hören auf, wenn's dunkel ist, Kinder zu produzieren."

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Tönnies belegte sich mit einem Besuchsverbot der Heimspiele seines Herzensklubs. Die Partien schaute er sich am Fernseher an. Dabei habe Tönnies ja "kein Stadionverbot", sagte Schalke-Unternehmenssprecherin Anja Kleine-Wilde. Gleichwohl zog es der impulsive Tönnies vor, erstmal abzutauchen und Gras über die für ihn und den Klub delikate Affäre wachsen zu lassen.

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