15. März 2021 / 18:54 Uhr

Schalke-Boss Buchta: Weitere Gespräche mit Rangnick - Berater: Interesse an Bundestrainer-Job

Schalke-Boss Buchta: Weitere Gespräche mit Rangnick - Berater: Interesse an Bundestrainer-Job

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Schalke-Aufsichtsratsboss Jens Buchta (links) will weitere Gespräche mit Ralf Rangnick und dessen Berater Marc Kosicke über ein mögliches Engagement als Sportvorstand führen.
Schalke-Aufsichtsratsboss Jens Buchta (links) will weitere Gespräche mit Ralf Rangnick und dessen Berater Marc Kosicke über ein mögliches Engagement als Sportvorstand führen. © IMAGO/Martin Hoffmann/RHR-Foto (Montage)
Anzeige

Aufsichtsratschef Jens Buchta von Schalke 04 will mit dem Berater von Ralf Rangnick weitere Gespräche über ein Engagement des früheren Bundesliga-Coaches als S04-Sportvorstand führen. Derweil betonte der Berater bei "Sport1", Rangnick sei "interessiert am Job des Bundestrainers".

Aufsichtsratschef Jens Buchta vom FC Schalke 04 will nach einem ersten Kontakt mit Ralf Rangnicks Berater weitere Gespräche über eine erneute Zusammenarbeit führen. „Es geht jetzt darum, ob und wie eine Tätigkeit von Ralf Rangnick zu realisieren wäre. Man muss gucken: Gibt es eine Machbarkeit, gerade finanzieller Natur, oder nicht“, sagte Buchta der Süddeutschen Zeitung in einem am Montag veröffentlichten Interview. Allerdings sei der stark abstiegsbedrohte Fußball-Bundesligist bereits mit zwei anderen Kandidaten für die Rolle des Sportvorstands „schon recht weit fortgeschritten“ in den Verhandlungen. Laut Berater Marc Kosicke bevorzugt Rangnick derzeit aber eine andere offene Stelle. "Ralf Rangnick ist interessiert am Job des Bundestrainers. Er ist Anfang 60 und topfit, das wäre die Krönung seiner Karriere“, betonte Kosicke gegenüber Sport 1.

Anzeige

Buchta betonte, man gehe an Rangnick trotz der Verhandlungen mit weiteren Kandidaten nicht einfach vorbei. Den Vorstoß einer Gruppe aus Wirtschaft und Politik im Verbund mit Aufsichtsrat Stefan Gesenhues für eine Verpflichtung Rangnicks bezeichnete der 57-Jährige indes als „Verstoß gegen ordnungs- und satzungsgemäße Abläufe und gegen die Absprachen, die wir im Aufsichtsrat haben“. Kosicke bestätigte, dass eine „Gruppe sehr, sehr leidenschaftlicher Menschen aus dem Schalker Umfeld“ den 62-Jährigen gefragt hätten, ob er nicht dabei helfen könne, den Verein zu alter Stärke zu führen. „Da hat er gesagt 'Wenn alle Rahmenbedingungen stimmen, könnte er sich das vorstellen'. Mehr an Austausch gab es da gar nicht“, sagte Kosicke. Von daher sei das Thema zurzeit "noch ganz weit weg".

Der Schalker Aufsichtsratschef führte derweil aus, die Gruppe sei „nicht-legitimiert“ für solche Gespräche gewesen. Er halte mit Blick auf die Interessengruppe „zumindest Teile des Engagements für vereinsschädigend“. Für den Bundesliga-Letzten sei dies „keine gute Geschichte“. Buchta sieht das Werben für Rangnick als Wahlkampf. „Drei Mitglieder dieser Gruppe sind interessiert daran, bei der nächsten Mitgliederversammlung in den Aufsichtsrat gewählt zu werden“, erklärte er. Der Ärger richte sich aber nicht gegen Rangnick, beteuerte der Aufsichtsratsvorsitzende. „Es hat, anders als kolportiert, keinerlei Abstimmung gegeben, weder in Sachen Rangnick noch zu anderen Personen oder Kandidaten“, versicherte Buchta.

Anzeige: Erlebe die gesamte Bundesliga mit WOW und DAZN zum Vorteilspreis