28. Juli 2020 / 11:25 Uhr

Bestätigt: Schalke 04 erhält Bürgschaft vom Finanzministerium des Landes Nordrhein-Westfalen

Bestätigt: Schalke 04 erhält Bürgschaft vom Finanzministerium des Landes Nordrhein-Westfalen

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Schalke 04 erhält vom nordrhein-westfälischen Finanzministerium eine Landesbürgschaft.
Schalke 04 erhält vom nordrhein-westfälischen Finanzministerium eine Landesbürgschaft. © imago images/Kirchner-Media
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Das Finanzministerium des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen hat Schalke 04 die Zusage für eine Bürgschaft erteilt. Dies bestätigte der finanziell angeschlagene Klub am Dienstag. Genaue Details ließ S04 offen.

Schalke 04 hat vom Finanzministerium des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen die Zusage für eine Bürgschaft bekommen. Das bestätigte der finanziell angeschlagene Bundesliga-Klub am Dienstag. "Der S04 hat diese Bürgschaft in der Erwartung beantragt, bei der Entscheidung nicht anders als Wirtschaftsunternehmen aus anderen Bereichen behandelt zu werden. Der Verantwortung, die mit einer solchen Bürgschaft verbunden ist, ist sich der FC Schalke 04 bewusst", teilte der Verein mit und gab an, sich zu "weiteren Details nicht äußern" zu wollen.

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Der nun bewilligte Antrag der Schalker stand bereits seit Wochen im Raum. NRW-Ministerpräsident Armin Laschet hatte den Vorgang zwar bestätigt, jedoch Ende Juni erklärt, dass keine Entscheidung gefallen sein. Gleichzeitig verbat sich der CDU-Politiker öffentliche Spekulationen und betonte: "Es wird mit Sicherheit keine Lex Schalke geben." Die Deutschen Presse-Agentur hatte knapp zwei Wochen später unter Bezugnahme auf ihr vorliegende vertrauliche Papiere berichtet, dass Schalke eine Bürgschaft von 31,5 Millionen Euro für einen Kredit über insgesamt 35 Millionen Euro beantragt habe. Wie hoch der nun bewilligt Betrag nun tatsächlich ist, blieb zunächst offen.

Schalke drücken Verbindlichkeiten in Höhe von 197 Mio. Euro

Schalke hatte für das Geschäftsjahr 2019 Verbindlichkeiten in Höhe von 197 Millionen Euro vermeldet. Die durch die Corona-Krise verursachten Einnahmenverluste bereiteten zusätzliche finanzielle Probleme. Zudem verpassten die Gelsenkirchener nach 16 Spielen ohne Sieg deutlich die Qualifikation für einen lukrativen europäischen Wettbewerb. Folglich bemüht sich der Klub offenbar auch, seine finanzielle Situation durch Spielerverkäufe zu verbessern.

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Einem Bericht der Bild zufolge sollen vor allem drei Kandidaten für einen Transfer infrage kommen: Innenverteidiger Ozan Kabak, Mittelfeldmann Weston McKennie und Offensiv-Akteur Amine Harit. Ersterer soll bereits beim FC Liverpool auf der Liste stehen. Ein Verkauf des Türken (Vertrag bis 2024) könnte knapp 35 Millionen Euro in die leeren Kassen spülen, heißt es. Der 20-Jährige war einer der wenigen Lichtblicke in der abgelaufenen Spielzeit. Zum Interesse der "Reds" passt: Mit Dejan Lovren hat Liverpool bereits ein Innenverteidiger abgegeben. Der Kroate wechselte zum russischen Erstligisten Zenit St. Petersburg.

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