20. März 2021 / 20:19 Uhr

Schalke chancenlos nach Rangnick-Wirbel: Gladbach gelingt Befreiungsschlag im Krisen-Duell

Schalke chancenlos nach Rangnick-Wirbel: Gladbach gelingt Befreiungsschlag im Krisen-Duell

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Lars Stindl hat gegen Schalke getroffen. Für Gladbach ist es ein wichtiger Erfolg gegen die jüngste Krisenstimmung.
Lars Stindl hat gegen Schalke getroffen. Für Gladbach ist es ein wichtiger Erfolg gegen die jüngste Krisenstimmung. © Getty
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Der FC Schalke 04 macht weiter große Schritte Richtung 2. Liga: Im Duell der Krisenklubs unterlag S04 nach dem Wirbel um die Absage von Ralf Rangnick als möglicher Sportvorstand klar gegen Borussia Mönchengladbach. Die Elf vom Niederrhein beendete einen Negativtrend.

Borussia Mönchengladbach hat nach neun sieglosen Pflichtspielen in Folge mal wieder ein Erfolgserlebnis verbucht. Im Duell der Krisen-Klubs setzte sich die Mannschaft des umstrittenen Trainers Marco Rose verdient mit 3:0 (1:0) beim abgeschlagenen Schlusslicht FC Schalke 04 durch und hält damit als Tabellenneunter Tuchfühlung zu den Europapokal-Plätzen. Die Tore gegen defensiv einmal mehr überforderte Schalker erzielten Lars Stindl (15.), Stefan Lainer (63.) und S04-Keeper Frederik Rönnow (72.) per Eigentor.

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Schalkes Rückstand auf das rettende Ufer könnte am Sonntag weiter anwachsen: Sowohl der Tabellen-16. Hertha als auch Mainz 05 auf Rang 17 sind im Einsatz. Die Knappen hatten bereits vor Anpfiff der Partie einen schweren Schlag erlitten, als mit Ralf Rangnick der Wunschkandidat für den Posten des Sportvorstandes dem Klub eine unerwartete Absage erteilte. Aufsichtsratschef Jens Buchta signalisierte trotz Rangnicks Äußerungen weiter Gesprächsbereitschaft, allerdings gebe es weitere Optionen.

Schalke-Verteidiger William nach Patzer ausgewechselt

Beide Mannschaften hatten in den vergangenen Wochen wenig Grund zur Freude, etwas offensivfreudiger zeigten sich zunächst die seit vier Ligaspielen punktlosen Gladbacher, ein erster Schuss von Christoph Kramer wurde aber geblockt (7.). Schalke zeigte sich insgesamt durchaus ebenbürtig, machte sich das Leben aber schwer und musste das 0:1 hinnehmen: Lars Stindl profitierte nach einem Gewusel im Strafraum von einem schwachen Klärungsversuch von William (15.). Der Brasilianer wurde nur fünf Minuten später ausgewechselt, trat wütend gegen die Bande und trollte sich in die Katakomben.

Während Schalke nun sehr mit sich selbst beschäftigt war, drängte Gladbach auf die Entscheidung, verpasste aber durch Alassane Plea (32.), Marcus Thuram (34.) und Florian Neuhaus (37.) in kurzer Folge mögliche Treffer. So entwickelte dann doch Schalke Gefahr, Youngster Kerim Calhanoglu (40.) zwang Borussia-Keeper Yann Sommer zu einer starken Parade.

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Rönnow erst stark, dann mit Eigentor

Es sollte der einzige S04-Torschuss bleiben, denn nach der Pause lief bei beiden Mannschaften zunächst gar nichts - und nach einer Stunde dann alles bei Gladbach: Eine Ecke von Jonas Hofmann köpfte Lainer unbedrängt zum 2:0 ins Tor, nachdem Canhanoglu den Ball falsch eingeschätzt hatte (63.). Und dann kam auch noch Pech dazu: Nachdem S04-Torwart Rönnow zunächst stark gegen Neuhaus parierte, legte er sich mit der nächsten Aktion den Ball selbst ins Netz: Einen Kopfball von Nico Elvedi fing der Däne scheinbar sicher, beim Aufprall auf den Boden lockerte sich das Spielgerät jedoch und trudelte ins Tor - das 0:3 (72.). An der neuerlichen Schalker Pleite konnte auch Klaas-Jan Huntelaar nichts mehr ändern, dem der weiter sieglose S04-Trainer Dimitrios Grammozis in der Schlussphase nach wochenlanger Verletzungspause zu seinem Comeback verhalf.

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