02. August 2019 / 11:23 Uhr

Clemens Tönnies sorgt für rassistischen Eklat - Schalke-Boss entschuldigt sich

Clemens Tönnies sorgt für rassistischen Eklat - Schalke-Boss entschuldigt sich

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Schalke-Boss Clemens Tönnies hat mit einer vermeintlich rassistischen Aussage für Empörung gesorgt.
Schalke-Boss Clemens Tönnies hat mit einer vermeintlich rassistischen Aussage für Empörung gesorgt. © Getty
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Schalkes Aufsichtsratschef Clemens Tönnies hat sich bei einer Rede in Paderborn eine rassistische Entgleisung geleistet. Der 63-Jährige regte den Bau von Kraftwerken an, um den Kinderreichtum in Afrika zu begrenzen. Am Freitag ruderte der S04-Boss zurück. Viele Fans fordern dennoch seinen Rücktritt.

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Clemens Tönnies hat sich am Donnerstagabend bei seiner Rede zum "Tag des Handwerks" eine rassistische Entgleisung geleistet. Bei der Festveranstaltung in Paderborn empfahl der Aufsichtsratsvorsitzende des FC Schalke 04 die Finanzierung von Kraftwerken in Afrika - und vergriff sich bei seinen Ausführungen heftig in der Wortwahl: "Dann würden die Afrikaner aufhören, Bäume zu fällen, und sie hören auf, wenn's dunkel ist, Kinder zu produzieren."

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Tönnies relativiert Äußerungen: "Stehe für offene und vielfältige Gesellschaft ein"

Die Reaktionen im Netz waren verheerend - viele Fans forderten den sofortigen Rücktritt des Schalke-Bosses, der erst Ende Juni im Rahmen der Mitgliederversammlung des FC Schalke 04 in seiner Position als Aufsichtsratsvorsitzender bestätigt worden war. Der in Bielefeld geborene Cartoonist und Zeichner Ralph Ruthe nannte die Äußerung „rassistische Kackscheiße“.

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Tönnies' verbale Entgleisung am Donnerstag dürfte auch innerhalb des Klubs nun aber für Irritationen gesorgt haben, zumal diese im krassen Gegensatz zum 2012 verabschiedeten "Leitbild" des FC Schalke 04 steht.

Darauf wies Tönnies am Freitag im Rahmen seiner Entschuldigung selbst hin. Der 63-Jährige bezog sowohl über den Twitter-Account "Tönnies Dialog" als auch in Form einer offiziellen Stellungnahme, die auf der Webseite des Klubs veröffentlicht wurde, Stellung.Die Tönnies-Gruppe mit weltweit rund 16 000 Mitarbeitern hat 2018 mit dem Schlachten von Schweinen und Rindern einen Umsatz von 6,65 Milliarden Euro erzielt.

Die Erklärung von Clemens Tönnies im Wortlaut:

Liebe Schalker,

als Vorsitzender des Aufsichtsrats des FC Schalke 04 stehe ich 1.000 prozentig hinter unseren Vereinswerten. Dazu gehört der Einsatz gegen Rassismus, Diskriminierung und Ausgrenzung.

Vor diesem Hintergrund möchte ich mich explizit bei euch, den Fans, Mitgliedern und Freunden des FC Schalke 04, für meine Aussage beim Tag des Handwerks entschuldigen. Sie war falsch, unüberlegt und gedankenlos und entsprach in keiner Weise unserem Leitbild. Es tut mir sehr leid.

Clemens Tönnies

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