13. Januar 2021 / 09:45 Uhr

Schalke-Chefausbilder Elgert über Hoffnungsträger Hoppe und Kämpfer Kolasinac

Schalke-Chefausbilder Elgert über Hoffnungsträger Hoppe und Kämpfer Kolasinac

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Norbert Elgert (links) kennt Matthew Hoppe (rechts) und Sead Kolasinac noch gut aus der Jugend.
Norbert Elgert (links) kennt Matthew Hoppe (rechts) und Sead Kolasinac noch gut aus der Jugend. © Jürgen Fromme/firo/pool via David Inderlied/Kirchner-Media/Getty/Montage
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Nach dem 4:0 gegen Hoffenheim und dem Ende der fast einjährigen Sieglosserie herrscht bei Schalke pure Erleichterung. Matthew Hoppe wird zum Symbol der Hoffnung im Abstiegskampf. Dazu kommt der Kolasinac-Effekt. Schalke-Chefausbilder Norbert Elgert spricht über die beiden Ex-Nachwuchsspieler.

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Matthew Hoppe ist die königsblaue Symbolfigur des FC Schalke 04. Nach seinem Dreierpack im Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim (4:0) hofft ganz Gelsenkirchen weiter auf die Qualitäten des 19 Jahre alten Kaliforniers. Schalke-Chefausbilder Norbert Elgert kennt den Angreifer noch bestens aus dessen Zeit in der S04-Nachwuchsausbildung. Im Sommer 2019 holte Elgert das US-Talent aus der Academy Casa Grande des FC Barcelona. "Wir waren damals auf Stürmersuche. Matthew hat uns in einem fünftägigen Probetraining überzeugt. Er war und ist körperlich sehr belastbar und torgefährlich", sagt der Schalke-Chefausbilder gegenüber der Sport Bild.

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In 16 Regionalliga-Spielen dieser Saison für Schalkes U23 war Hoppe nur ein Tor gelungen, ehe er aus der Not in den Profi-Kader aufrückte. Und Schalke-Trainer Christian Gross gibt Hoppe den Vorzug vor dem erfahrenen Benito Raman. "Ich sehe Hoppe tagtäglich im Training, wo er immer alles gibt. Er hatte diese Chance verdient. Aber er ist noch jung und muss noch viel lernen", sagte der Schweizer. Elgert sieht im US-Talent großes Potenzial, bremst aber auch etwas die Erwartungshaltung: "Wir alle dürfen jetzt aber nicht zu viel von ihm erwarten. Er ist erst seit anderthalb Jahren im Hochleistungs-Training."

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Erstmals in dieser Saison spielte der gebeutelte Revierklub zu null und machte sich selbst Mut für den harten Abstiegskampf. Mit dem ersten Sieg seit fast einem Jahr soll der Glaube an die eigene Stärke zurückkehren - auch dank Sead Kolasinac. Gross vertraute dem 27 Jahre alten Linksverteidiger bei dessen Bundesliga-Rückkehr nach dreieinhalb Jahren gleich die Kapitänsbinde für den verletzten Omar Mascarell an und setzte damit ein Zeichen. "Wenn du ihn als Freund hast, brauchst du keinen zweiten. Er ist mutig und geht für seine Familie, sein Team und seine Freunde durchs Feuer. Seo gibt immer alles – aber nie auf. Er verlangt alles von sich, aber auch von seinen Mitspielern. Typisch für ihn wäre und ist der Spruch: 'Ich gebe alles für dich, aber ich erwarte auch alles von dir'", erklärt Elgert, der Kolasinac in den Jahren 2011 und 2012 in der U19 trainiert hat.

Aggressivität sitzt dank Neuzugang

Kolasinac beeindruckte mit starken Zweikämpfen und mutigen Vorstößen - und riss gegen Hoffenheim alle mit. "Ich habe den Jungs vorher gesagt, dass die Basics sitzen müssen, die Zweikampfführung, dass wir aggressiv gegen den Ball arbeiten, dass die einfachen Pässe ankommen, damit wir ins Spiel kommen", sagte der Bosnier, dessen Botschaften offenbar ankamen: "Wenn ich mir die weißen Hosen von meinen Teamkollegen angucke, die waren komplett dreckig." Nun freue man sich über den Sieg, dann beginne die Vorbereitung auf die Partie am Sonntag in Frankfurt: "Wir haben noch 19 Spiele vor uns, das war erst ein kleiner Schritt für uns."