20. April 2019 / 22:22 Uhr

Stürmische Schlussphase: Hoffenheim schießt Schalke ab - Caligiuri: "Darf nicht passieren"

Stürmische Schlussphase: Hoffenheim schießt Schalke ab - Caligiuri: "Darf nicht passieren"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Schalke 04 wurde in der ersten Halbzeit von Hoffenheim ausgekontert. Die Kraichgauer trafen mit beiden Schüssen auf das Tor.
Schalke 04 wurde in der ersten Halbzeit von Hoffenheim ausgekontert. Die Kraichgauer trafen mit beiden Schüssen auf das Tor. © imago images / Pakusch
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Der FC Schalke 04 hat in der Bundesliga eine bittere Heimniederlage kassiert. Die TSG Hoffenheim hat S04 in der Veltins Arena in der letzten halben Stunde zerlegt und seine internationalen Ansprüche gefestigt.

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Der FC Schalke 04 hat sich vor heimischer Kulisse bis auf die Knochen blamiert. Die Mannschaft von Interimstrainer Huub Stevens kassierte im Spiel gegen die TSG Hoffenheim eine peinliche 2:5 (0:2)-Pleite und muss trotz der Krise und dem Trainerwechsel beim VfB Stuttgart trotz einer phasenweise engagierten Leistung mehr denn je fürchten, doch noch auf den Relegationsplatz zu stürzen. Die Schalker, die in der letzten halben Stunde komplett eingebrochen sind, haben am letzten Spieltag ein potenziell entscheidendes Duell mit dem VfB vor der Brust.

"Wir sind gut ins Spiel gekommen, gefühlt macht dann Hoffenheim mit der ersten Chance das Tor", sagte Daniel Caligiuri nach dem Spiel bei Eurosport. "Solche einfachen Gegentore wie in der Schlussphase dürfen uns einfach nicht passieren. Wir wollten dieses Spiel unbedingt gewinnen. Wir dürfen den Kopf jetzt nicht in den Sand stecken."

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Die Partie begann ausgeglichener, als das Ergebnis vermuten lässt. Im ersten Durchgang präsentierte sich Hoffenheim zunächst abwartend und ließ Schalke das Spiel machen. Das nahmen die "Knappen" an, auch wenn das Stevens-Team dabei zu lässig mit seinen Möglichkeiten umging. Die ersten S04-Torannäherungen hatte Caligiuri (12.) der nach einem starken Spielzug keinen Abnehmer für seine Flanke fand und wenige Minuten später nach einem Standard an TSG-Keeper Baumann scheiterte.

Hoffenheim zeigt Schalke, was Effizienz ist

Hoffenheim zeigte den Gastgebern dann mit der ersten gefährlichen Aktion, wie das mit der Effizienz funktioniert. Aus dem Nichts kombinierten sich Ishak Belfodil und Nadiem Amiri stark durch die S04-Abwehr, ehe Belfodil Schalkes Torwart Alexander Nübel, der als Neuer-Nachfolger beim FC Bayern gehandelt wird, mit einem satten Schuss überwand. Der ehemalige Bremer war bis dahin überhaupt kein Faktor gewesen. Umso mehr wird den Algerier sein 14. Saisontreffer freuen.

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Das 1:0 änderte wenig an der Spielstruktur, Schalke probierte es wieder mit Angriffen, während die Hoffenheimer die Gastgeber in der eigenen Hälfte in Empfang nahmen. Nach einer halben Stunde sah Ex-Nationalspieler Kerem Demirbay die Gelbe Karte - seine fünfte, er wird am kommenden Sonntag gegen Wolfsburg fehlen. Unmittelbar vor der Pause stand der Confed-Cup-Sieger erneut im Fokus, diesmal aber wegen seines Spielwitzes. Demirbay spielte einen herrlichen tödlichen Pass auf Andrej Kramaric, der in der 45. Minute das 2:0 schoss - Schalke hatte sich sein optisches Übergewicht völlig umsonst erspielt.

Schalke-Fans pfeifen Team zur Pause aus

Die S04-Fans setzten mit dem Pausenpfiff von Schiedsrichter Christian Dingert ihr eigenes Zeichen - und pfiffen die Spieler komplett aus. Schalke hatte die Partie über weite Strecken im Griff, aber Hoffenheim die Chancenverwertung auf seiner Seite. Nach Wiederanpfiff kamen die Schalker wieder besser aus der Kabine und durch das Elfmetertor von Daniel Caliguiri (60.) auch zum Anschluss. Zuvor war Embolo im Strafraum gefällt worden.

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Nach mehreren taktischen Umstellungen beider Trainer sicherten sich die Hoffenheimer aber die Spielkontrolle - und zerlegten Schalke in einer überragenden Schlussphase in seine Einzelteile: Alles begann nur fünf Minuten nach dem Anschlusstor. Der eingewechselte Adam Szalai, selbst ein ehemaliger Schalker, köpfte in der 65. Minute das 3:1 für die Hoffenheimer. Dann ging's schnell: Der starke Amiri (73.) schoss das vierte Hoffenheimer Tor mit der vierten Hoffenheimer Chance - ein Wahnsinn! Das Tor wurde vom VAR nochmals überprüft, allerdings konnte kein Regelverstoß festgestellt werden.

Für Schalke wurde es nun richtig bitter: Belfodil krönte eine starke Leistung mit seinem zweiten Treffer. Der Mittelstürmer stand genau richtig, tunnelte Nübel und stellte auf 5:1. Burgstaller (90.) gelang mit dem zweiten Schalker Treffer immerhin noch Ergebniskosmetik. Dennoch: Was für eine Demontage für Schalke!

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