16. März 2019 / 17:25 Uhr

Schalke verpatzt Stevens-Debüt gegen Leipzig - Weghorst überragt bei Wolfsburg-Sieg

Schalke verpatzt Stevens-Debüt gegen Leipzig - Weghorst überragt bei Wolfsburg-Sieg

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Huub Stevens verlor sein erstes Spiel mit Schalke gegen RB Leipzig, die Wolfsburger bejubelten einen Sieg gegen Düsseldorf.
Huub Stevens verlor sein erstes Spiel mit Schalke gegen RB Leipzig, die Wolfsburger bejubelten einen Sieg gegen Düsseldorf.
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Der FC Schalke 04 steckt auch nach der Entlassung von Trainer Domenico Tedesco tief im Abstiegskampf. Der VfL Wolfsburg klopft weiter vehement an der Tür zum internationalen Wettbewerb, während bei Hannover 96 langsam die Lichter ausgehen.

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FC Schalke 04 - RB Leipzig 0:1 (0:1)

Dem FC Schalke 04 ist trotz einer klaren Leistungssteigerung mit Trainer-Rückkehrer Huub Stevens noch nicht der erhoffte Befreiungsschlag im Abstiegskampf der Bundesliga geglückt. Die Königsblauen kassierten mit dem 0:1 gegen RB Leipzig die vierte Heimniederlage in Serie ohne eigenes Tor und stellten damit einen Vereins-Negativrekord auf. Vor 59 913 Zuschauern in der Veltins-Arena erwiesen sich die Sachsen als die reifere und spielerisch überlegene Mannschaft und eroberten dank Siegtorschütze Timo Werner (14.) den am Freitag vorübergehend an Mönchengladbach verlorenen dritten Tabellen-Platz zurück.

DURCHKLICKEN: Die Einzelkritik zum Spiel gegen Schalke

(1) Peter Gulacsi: Muss (wie so oft) selten eingreifen, ist aber in den wenigen kritischen Momenten zur Stelle. Klärt souverän gegen den freistehenden Uth. Note 2. Zur Galerie
(1) Peter Gulacsi: Muss (wie so oft) selten eingreifen, ist aber in den wenigen kritischen Momenten zur Stelle. Klärt souverän gegen den freistehenden Uth. Note 2. ©
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Die Königsblauen begannen mit viel Elan und schon nach 1:30 Minuten lag der Ball im Leipziger Netz. Doch Uth stand beim Pass von Rudy knapp im Abseits. Gleichwohl gehörten die Anfangsminuten der Revierelf, die die von Stevens geforderten Tugenden wie Kampf, Leidenschaft und Laufbereitschaft zeigten. Um so härter traf sie der 0:1-Rückstand nach knapp einer Viertelstunde durch Werner, der im Strafraumgewühl am schnellsten schaltete. Zuvor hatte der gut aufgelegte Nübel einen Poulsen-Schuss reaktionsschnell an die Latte gelenkt, den Abpraller verwertete der Nationalstürmer problemlos.

Auch wenn die klare spielerische Linie nach nur einem Training unter Stevens fehlte und die Verunsicherung spürbar war, konnte man den Schalkern angefeuert von den Fans das Bemühen um Wiedergutmachung für die 0:7-Schmach bei Manchester City nicht absprechen. Der Tabellen-14. erkämpfte sich sogar etwas mehr Ballbesitz, die besseren Chancen aber hatten die technisch überlegenen „Roten Bullen“. So hätte Poulsen mit einem feinen Schlenzer (37.) beinahe noch vor der Pause das 2:0 erzielt, nachdem Uth (32.) zuvor die Ausgleichschance frei vor RB-Keeper Peter Gulacsi nicht nutzen konnte.

FC Schalke 04 in der Einzelkritik: Die Noten gegen RB Leipzig

Alexander Nübel - Note 2: Eine Macht bei hohen Bällen. Verhinderte das 0:1 durch Poulsen mit einer Glanzparade, hatte im zweiten Nachschuss durch Timo Werner aber keine Chance. Anschließend wurde Nübel vom RBL-Angriff nicht mehr ernsthaft gefordert. Zur Galerie
Alexander Nübel - Note 2: Eine Macht bei hohen Bällen. Verhinderte das 0:1 durch Poulsen mit einer Glanzparade, hatte im zweiten Nachschuss durch Timo Werner aber keine Chance. Anschließend wurde Nübel vom RBL-Angriff nicht mehr ernsthaft gefordert. ©

Den Schalkern mangelte es nach zuletzt fünf Pflichtspielpleiten mit 21 Gegentoren an Selbstvertrauen und zudem an spielerischen Mitteln, um die beste Liga-Abwehr (20 Gegentore) zu knacken. Das Team von Ralf Rangnick, der selbst zwei Amtszeiten als Trainer auf Schalke erlebte, tat nicht viel mehr als es musste, um den Gastgeber in Schach zu halten und sporadisch gefährliche und schnelle Konter zu initiieren. Allerdings spielten die Leipziger diese nie konsequent zu Ende, so dass keine zwingenden Möglichkeiten gegen die meist aufmerksame Schalker Defensive entstanden. Dem einsatzfreudigen Uth blieb das Abschlusspech treu, als sein Schuss (66.) knapp das Ziel verfehlte. Auch Suat Serdars Distanz-Knaller (75.) und Guido Burgstallers Versuch (88.) waren nicht von Erfolg gekrönt.

VfB Stuttgart - TSG Hoffenheim 1:1 (0:1)

Der VfB Stuttgart tritt auf der Stelle und kommt im baden-württembergischen Landesduell nicht zu einem wichtigen Sieg, um Schalke und Augsburg im Tabellenkeller unter Druck zu setzen. Der Punkt gegen die Hoffenheimer ist sogar glücklich, denn die Mannschaft von Trainer Julian Nagelsmann hatte das Geschehen über weiter Strecken dominiert und war durch Andrej Kramaric in der 42. Minute auch verdient in Führung gegangen.

Wie so oft in dieser Rückrunde bewiesen die Stuttgarter jedoch Nehmer-Qualitäten - und kamen zu einem angesichts von nur zwei Torschüssen glücklichen Remis. Das Tor erzielte der aktuell extrem formstarke Steven Zuber in der 66. Minute - pikant: Der 27-jährige Schweizer ist von Hoffenheim an die Stuttgarter ausgeliehen. Auch eine Möglichkeit, sich beim alten Verein in Erinnerung zu bringen.

FC Augsburg - Hannover 96 3:1 (0:1)

Das frühe (und starke) 1:0 durch Hendrik Weydandt in der achten Minute war ein seltenes Glücksgefühl für die Hannoveraner, die in dieser Saison nur selten in Führung gegangen waren. Nach einem dicken Patzer von FCA-Schlussmann Kobel war Youngster Maina zwei Mal zum Schuss gekommen, allerdings an der Augsburger Abwehr gescheitert. Weydandt schädelte den Rebound dann aus 15 Metern ins leere Tor.

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Augsburg, seit Wochen auch im Abstiegskampf und immer wieder mit deutlichen Leistungsschwankungen, bewies gegen die schwache 96-Defensive jedoch Comeback-Qualitäten. Sergio Cordova (65.) glich Mitte der zweiten Halbzeit aus, nachdem Hahn mit einem starken Schuss am Pfosten gescheitert war. Cordova schaltete schneller als alle anderen und glich aus. Das war aber noch nicht der Höhepunkt. Jonathan Schmidt (78.) schoss Augsburg mit einem Geniestreich zum Sieg. Der Franzose sah vor seinem Freistoß von der linken Seite, dass Esser mit Maina nur einen Mann in die Mauer gestellt hatte und schlenzte den Ball am jungen Mittelfeldspieler und Esser vorbei in die kurze Ecke - 2:1 für den FCA. Hahn (86.) stellte sogar noch auf 3:1.

Die Spieler von Hannover 96 gegen den FC Augsburg in der Einzelkritik:

Michael Esser: Verzögert nach fünf Minuten den ersten Abstoß, sieht schon nach 30 Minuten gelb für die Aktionen. Einen Flatterball hält er nicht fest, da hilft Anton zum Glück. Dafür hält er stark bei einem Richter-Kracher und gegen Dansos Kopfball aus kurzer Distanz. Beim ersten Gegentor noch machtlos, beim direkten Freistoßtor zum 1:2 aus 25 Metern sieht er nicht gut aus, das 1:3 rutscht ihm dann komplett durch. Note: 5 Zur Galerie
Michael Esser: Verzögert nach fünf Minuten den ersten Abstoß, sieht schon nach 30 Minuten gelb für die Aktionen. Einen Flatterball hält er nicht fest, da hilft Anton zum Glück. Dafür hält er stark bei einem Richter-Kracher und gegen Dansos Kopfball aus kurzer Distanz. Beim ersten Gegentor noch machtlos, beim direkten Freistoßtor zum 1:2 aus 25 Metern sieht er nicht gut aus, das 1:3 rutscht ihm dann komplett durch. Note: 5 ©

VfL Wolfsburg - Fortuna Düsseldorf 5:2 (1:1)

Der nahende Abschied von Erfolgstrainer Bruno Labbadia scheint den Spielern des VfL Wolfsburg keine großen Sorgen zu machen. Die Niedersachsen bleiben nach dem klaren Sieg gegen Aufsteiger Düsseldorf auf Kurs internationales Geschäft. Trotz der Düsseldorfer Führung durch Kaan Ayhan (30.) spielten die Wolfsburger unbeirrt ihren Stiefel herunter und kamen durch Admir Mehmedi (34.) zum verdienten Ausgleich.

Nach Wiederanpfiff machte der VfL innerhalb von wenigen Minuten den Sack zu: Der überragende Wout Weghorst (54.) stellte nach einer verpatzten Abwehr von Fortunen-Torwart Michael Rensing erst auf 2:1 und bereitete per Kopf nur drei Minuten später das 3:1 durch den aufgerückten Verteidiger Robin Knoche vor. Das vierte Tor gelang den Wolfsburgern sogar noch schneller: Nach einem Rensing-Fehler erhöhte Weghorst (59.) auf 4:1 - die Entscheidung, auch wenn Raman (65.) wieder verkürzen konnte. Weghorst (88.) machte alles klar - 5:2.

Die Wölfe in Noten: So waren die Profis des VfL Wolfsburg gegen Fortuna Düsseldorf in Form

<b>Koen Casteels</b>: War in der ersten Halbzeit beim Ayhan-Freistoß machtlos, blieb beim Hennings-Versuch lange stehen und klärte so, stark auch seine Reaktion beim Lukebakio-Hammer. Note: 3 Zur Galerie
Koen Casteels: War in der ersten Halbzeit beim Ayhan-Freistoß machtlos, blieb beim Hennings-Versuch lange stehen und klärte so, stark auch seine Reaktion beim Lukebakio-Hammer. Note: 3 ©

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