23. Oktober 2022 / 21:17 Uhr

Schalke-Interimstrainer Kreutzer philosophiert über S04-"Grube" – und gibt Versprechen ab

Schalke-Interimstrainer Kreutzer philosophiert über S04-"Grube" – und gibt Versprechen ab

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Schalke 04 blieb auch unter Interimscoach Matthias Kreutzer ohne Sieg.
Schalke 04 blieb auch unter Interimscoach Matthias Kreutzer ohne Sieg. © IMAGO/RHR-Foto (Montage)
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Beim FC Schalke 04 läuft es ergebnistechnisch auch nach der Entlassung von Trainer Frank Kramer weiterhin nicht rund. Bei Hertha BSC kassierte S04 am Sonntagabend die vierte Niederlage in Folge. Dass sich Schalke aktuell in einer "Grube" befindet, glaubt Interimstrainer Matthias Kreutzer aber nicht.

Nur sechs Punkte aus elf Spielen, nur ein Saisonsieg, jetzt die vierte Bundesliga-Niederlage in Folge: Der FC Schalke 04 ist das Krisen-Team der Bundesliga und seit Sonntagabend nach der 1:2-Pleite bei Hertha BSC sogar Tabellenletzter. Auch Interimstrainer Matthias Kreutzer gelang es im ersten Spiel nach der Entlassung von Frank Kramer nicht, für bessere Ergebnisse als sein Vorgänger zu sorgen – und doch wollte der ehemalige Co-Trainer im Interview mit DAZN nach Abpfiff nichts von einer "Grube" wissen, in der S04 aktuell stecke. "Ich finde diese Grube ist gar keine Grube. Warum? Wir sind ganz klar als Aufsteiger in die Bundesliga gekommen und jedem war klar, was uns eigentlich bevorsteht", sagte der engagiert wirkende Kreutzer und philosophierte anschließend weiter über das angebliche Tal, in dem Schalke sich befinden soll.

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"Am Ende gewinnen sie das Spiel glücklich", befand Kreutzer nach der Partie, in der Schalke vor allem in der ersten Halbzeit gut mitspielte und das vom Interimscoach geforderte "andere Gesicht" zeigte. "Deswegen möchte ich von keiner Grube reden, sondern ganz im Gegenteil: Wir holen uns da raus, keine Sorge", versprach Kreutzer.

Mit seinem Treffer in der 88. Minute bescherte Wilfried Kanga den Berlinern zum Ende des elften Spieltags einen späten Triumph, der den Gästen richtig weh tat. Nur drei Minuten zuvor hatte der Schalker Florent Mollet (85.) die Hertha-Führung durch Lucas Tousart (49.) ausgeglichen, doch das war für die Gelsenkirchener im ersten Spiel unter Kreutzer zu wenig. "Kurz nach der Pause so ein Ding zu kassieren, ist extrem bitter. In der Phase, in der wir sind, ist es nicht so einfach, mit Rückschlägen umzugehen. Das hat man gesehen, da haben wir ein bisschen gebraucht", erklärte Schalke-Profi Marius Bülter die schwächere zweite Hälfte.

Schalke-Stürmer Bülter: "Extrem bitter"

Bülter hatte großes Pech. Er erzielte in der 15. Minute mit einer tollen Direktabnahme die vermeintliche Führung für die Knappen. Doch das Tor zählte nach einer Überprüfung durch den Video-Schiedsrichter wegen einer Abseitsstellung nicht. Sechs Minuten später schoss der 29 Jahre alte Ex-Unioner den Ball erneut ins Tor, doch wieder war es Abseits. "Ich glaube, in der ersten Halbzeit waren wir besser und hatten ein bisschen Pech bei meinen beiden Toren", sagte der Stürmer, der die ersten 45 Minuten lobte: "Wir standen gut, hatten immer wieder gute Umschaltsituationen, in der zweiten Halbzeit dann nicht mehr. Insgesamt war es eine Leistung, auf die wir aufbauen können. Trotzdem ist es extrem bitter, ein wichtiges Spiel gegen einen direkten Konkurrenten verloren zu haben."

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Auch Kreutzer wollte trotz der erneuten Niederlage eher das Positive an der Schalke-Leistung hervorheben: "Ich kann der Mannschaft für die Leistung, was wir abgerufen haben, einfach nur gratulieren", lobte der 39-Jährige sogar, nur um sich kurz darauf selbst zu korrigieren." Aber gratulieren ist schwierig, wenn man nicht gewinnt. Ich möchte einfach auf die Leistung aufbauen." Ob er das auch in der kommenden Woche am Sonntag (17.30 Uhr/DAZN) im Spiel beim SC Freiburg darf? Sportvorstand Peter Knäbel hatte vor dem Spiel via Bild angekündigt, dass Schalke in der kommenden Woche seinen neuen Cheftrainer vorstellen wolle.

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