05. März 2021 / 23:27 Uhr

Gemischte Gefühle bei Schalke 04 - Kolasinac: Punkt gegen Mainz "reicht natürlich nicht" 

Gemischte Gefühle bei Schalke 04 - Kolasinac: Punkt gegen Mainz "reicht natürlich nicht" 

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Schalke-Star Sead Kolasinac hatte gegen Mainz 05 auf einen Sieg gehofft - und war mit dem 0:0 doch nicht gänzlich unzufrieden.
Schalke-Star Sead Kolasinac hatte gegen Mainz 05 auf einen Sieg gehofft - und war mit dem 0:0 doch nicht gänzlich unzufrieden. © IMAGO/Roy Gilbert/Revierfoto/Pool
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Das 0:0 gegen den Tabellenvorletzten Mainz 05 hat bei den Profis von Bundesliga-Schlusslicht gemischte Gefühle ausgelöst. Zwar erkannten Sead Kolasinac und Suat Serdar im "DAZN"-Interview auch positive Ansätze. Kolasinac gab mit Blick auf die Tabelle aber zu, der Punkt "reicht natürlich nicht".

Die Spieler des FC Schalke 04 haben mit gemischten Gefühlen auf das 0:0-Unentschieden im Bundesliga-Kellerduell des Tabellenletzten gegen den Vorletzten FSV Mainz 05 reagiert. Sead Kolasinac gestand am Mikrofon des Streamingportals DAZN angesichts der Fülle an Mainzer Torschüssen: "Man muss glücklich sein, dass wir einen Punkt mitgenommen haben." Dafür könne sich das Team auch bei Torwart Frederik Rönnow bedanken, der beim Einstand des neuen S04-Coaches Dimitrios Grammozis für den verletzten Ralf Fährmann in die Startformation gerutscht war. Allerdings wusste auch Kolasinac: "Der Punkt reicht natürlich nicht." Suat Serdar ergänzte: "Die drei Punkte hätten wir gebraucht, jeder kennt die Tabelle."

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Beide Spieler konnten der Begegnung gegen die Rheinhessen, bei der die Königsblauen vor allem in der zweiten Hälfte phasenweise stark unter Druck geraten waren, jedoch auch Positives abgewinnen. Kolasinac führte an: "In den Wochen zuvor hätten wir so ein Spiel vielleicht noch aus der Hand gegeben." Serdar verwies auf den aus Schalker Sicht in dieser Saison seltenen Umstand, dass die Mannschaft am Freitag ohne Gegentor geblieben ist. Er selbst besaß in der 81. Minute eine der wenigen klaren Möglichkeiten für seine Elf, als er mit einem Schuss aus 23 Metern an Mainz-Schlussmann Robin Zentner scheiterte. "Der hätte auch reingehen können, dann sieht das Spiel ganz anders aus", meinte der deutsche Nationalspieler, der zudem an einen Kopfball von Innenverteidiger Shkodran Mustafi nach einem Eckstoß in der ersten Hälfte erinnerte.

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Grammozis, der sein Amt auf Schalke erst am Mittwoch als Nachfolger des entlassenen Christian Gross angetreten hatte, hatte seine Elf in einem ungewohnten 3-4-1-2-System aufs Feld geschickt. Die kurzfristige Umstellung taktische Umstellung sei den Spielern aber nicht schwer gefallen, beteuerte Serdar. "Dafür sind wir Profis, dass wir das schnell annehmen. Ich finde es gut, dass der Trainer das reingebracht hat", lobte der Ex-Mainzer den neuen Coach. Kolasinac, der normalerweise die defensive oder offensive Rolle auf der linken Außenbahn übernimmt, agierte gegen die Nullfünfer im defensiven Mittelfeld. Es war ungewohnt. Aber der Trainer wollte mich auf dieser Position sehen", so der bosnische Nationalspieler, der im Winter per Leihe vom FC Arsenal nach Gelsenkirchen zurückgekehrt war.

Unübersehbar war indes auch, dass einige S04-Akteure in der zweiten Spielhälfte körperlich an Grenzen stießen. Kolasinac selbst musste offenkundig wegen Oberschenkelproblemen raus, einige plagten sich mit Krämpfen. Was den Mainzern nicht entgangen war. "Wenn man sieht, dass Schalker Spieler am Ende stehend K.o. sind, spricht das für uns und dafür, dass wir den Gegner total beackert haben", meinte Dominik Kohr, der das Mainzer "Hauptziel" für diesen Abend erfüllt sah: "Schalke ist nicht näher an uns heran gekommen." Der Abstand zwischen beiden Teams beträgt weiterhin acht Punkte.