02. Juni 2020 / 10:00 Uhr

Schalke-Profi McKennie kündigt trotz möglicher Sanktionen Protest-Video an: "Bereit, Konsequenzen zu tragen"

Schalke-Profi McKennie kündigt trotz möglicher Sanktionen Protest-Video an: "Bereit, Konsequenzen zu tragen"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Wenn ich die Konsequenzen tragen muss, um meine Meinung zu äußern - dann muss ich das tun: Schalke-Profi Weston McKennie kündigt weitere Floyd-Proteste an.
"Wenn ich die Konsequenzen tragen muss, um meine Meinung zu äußern - dann muss ich das tun": Schalke-Profi Weston McKennie kündigt weitere Floyd-Proteste an. © Anke Waelischmiller/ Pool
Anzeige

Schalke-Profi Weston McKennie hat trotz einer drohenden Strafe durch den DFB weitere Proteste gegen den gewaltsamen Tod des US-Bürgers George Floyd in Minneapolis angekündigt. Er sei auch bereit, für sein Handeln einzustehen, sollte es zu Sanktionen kommen. 

Weston McKennie will seinen Protest gegen Rassismus und Polizeigewalt fortführen. In einem Interview des US-Magazin Forbes kündigte der 21 Jahre alte Fußball-Profi des Bundesligisten FC Schalke 04 ein Video an, das er wahrscheinlich an diesem Dienstag über die sozialen Netzwerke verbreiten will. Darin soll brutales Vorgehen gegen Schwarze zu sehen sein.

Anzeige

Darüber hinaus schilderte der US-Nationalspieler, dass er bei einem Pokalspiel bei einem unterklassigen Verein selbst Rassismus erlebt habe. Dort habe ihn ein Heimfan einen „Affen“ genannt und mit Affenlauten und -Gesten verunglimpft und provoziert. Er hasse es, über solche Vorfälle zu sprechen, betonte McKennie. "Aber wenn ich nicht darüber spreche, wenn ich nicht sage, was mit mir und meiner Familie passiert ist und ich nicht darauf aufmerksam mache, werden wir niemals die Kraft haben, etwas zu ändern“, sagte McKennie.

Mehr vom SPORTBUZZER

Der Mittelfeldspieler hatte am vergangenen Samstag beim Heimspiel gegen Werder Bremen eine Armbinde mit der Aufschrift "Justice for George“ (Gerechtigkeit für George) getragen. Damit dokumentierte McKennie seine Solidarität mit dem zuvor in den USA bei einem brutalen Polizeieinsatz getöteten Afroamerikaner George Floyd.

50 ehemalige Spieler des FC Schalke 04 und was aus ihnen wurde

Einst waren sie für den FC Schalke 04 aktiv. Aber was machen Raúl, Christoph Metzelder, Ivan Rakitic und Emile Mpenza heute? Der <b>SPORT</b>BUZZER hat sich auf Spurensuche begeben. Zur Galerie
Einst waren sie für den FC Schalke 04 aktiv. Aber was machen Raúl, Christoph Metzelder, Ivan Rakitic und Emile Mpenza heute? Der SPORTBUZZER hat sich auf Spurensuche begeben. ©

McKennie über mögliche DFB-Strafe: "Muss das tun"

Dem Schalker war nach eigenen Angaben bewusst, dass ihm eine Strafe durch den DFB drohen könnte, weil politische Botschaften auf dem Fußballplatz eigentlich nicht erlaubt seien. Schiedsrichter Felix Zwayer habe ihn im Spiel sogar aufgefordert, die Armbinde abzunehmen. Aber das wollte er nicht. Die Liga und Fußballverbände würden immer predigen: "Nein zu Rassismus“. Er sei absolut bereit, für sein Handeln einzustehen. "Wenn ich die Konsequenzen tragen muss, um meine Meinung zu äußern, meine Gefühle auszudrücken, für das einzustehen, woran ich glaube - dann muss ich das tun.“