30. Mai 2020 / 19:17 Uhr

Schalke-Profi McKennie gedenkt bei Polizeieinsatz verstorbenem George Floyd: "Zeit, dass wir gehört werden"

Schalke-Profi McKennie gedenkt bei Polizeieinsatz verstorbenem George Floyd: "Zeit, dass wir gehört werden"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Eine Teilnehmerin hält bei einer Kundgebung vor der US-Botschaft gegen den gewaltsamen Tod des Afroamerikaners George Floyd durch einen weißen Polizisten ein Plakat. Schalke-Profi Weston McKennie schloss sich den Protesten mit einer Armbinde an.
Eine Teilnehmerin hält bei einer Kundgebung vor der US-Botschaft gegen den gewaltsamen Tod des Afroamerikaners George Floyd durch einen weißen Polizisten ein Plakat. Schalke-Profi Weston McKennie schloss sich den Protesten mit einer Armbinde an. © dpa/Twitter
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Nach dem Tod des US-Amerikaners George Floyd infolge eines brutalen Polizeieinsatzes in Minneapolis hat Schalke-Profi Weston McKennie mit einer Armbinde seine Solidarität mit dem Verstorbenen ausgedrückt.

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Der Schalker Profi Weston McKennie hat im Bundesliga-Spiel gegen Werder Bremen (0:1) eine Solidarität für den in den USA bei einem brutalen Polizeieinsatz gestorbenen George Floyd gezeigt. Der 21-Jährige trug am Samstag am linken Oberarm eine Binde mit der Aufschrift „Justice for George“ (Gerechtigkeit für George). Dies war unter anderem auf einem Foto zu sehen, das der Verein über einen offiziellen Twitter-Account veröffentlichte und mit dem Hashtag #JusticeforGeorge versah.

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McKennie ist in den USA geboren und spielt seit Jahren für die US-Nationalmannschaft. Nach dem Tod des Afroamerikaners Floyd in Minneapolis hatten auch zahlreiche US-Stars protestiert. Infolge von Floyds Tod war es in den vergangenen Nächten zu schweren Ausschreitungen im US-Bundesstaat Minnesota gekommen. Geschäfte gingen in Flammen auf, es kam zu Plünderungen. Demonstranten stürmten auch eine Polizeiwache und legten Feuer. Die Polizei setzte Tränengas gegen Demonstranten ein. Auch in anderen US-Städten kam es in der Nacht zu Samstag zu teils heftigen Protesten.

McKennie: "Problem besteht schon zu lange"

McKennie äußerte sich nach dem Spiel bei Twitter. "Meine Plattform zu nutzen, um auf ein Problem hinzuweisen, dass schon zu lange besteht, fühlt sich gut an. Wir müssen für das einstehen, an das wir glauben und ich denke, dass es an der Zeit ist, das wir gehört werden", schrieb er auf Englisch.

Auch vor der US-Botschaft in Berlin gab es am Samstag eine Demonstration mit mehreren Hundert Teilnehmern. Die Versammlung sei damit größer als zunächst erwartet, sagte ein Polizeisprecher am Samstagnachmittag. Unter dem Motto „Gerechtigkeit für George Floyd! Gegen rassistische Polizeigewalt“ hatten mehrere Initiativen im Netz zu dem Protest aufgerufen.