30. Mai 2019 / 20:59 Uhr

Wirbel um Schalke-Profi: Polizei holt Matondo aus Flugzeug - Spieler bestreitet Vorwürfe

Wirbel um Schalke-Profi: Polizei holt Matondo aus Flugzeug - Spieler bestreitet Vorwürfe

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Schalke-Profi Rabbi Matondo hat auf einem Easyjet-Flug für einen Eklat gesorgt.
Schalke-Profi Rabbi Matondo hat auf einem Easyjet-Flug für einen Eklat gesorgt. © imago images / RHR-Foto / Arnulf Hettrich
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Am Flughafen von Bristol hat Supertalent Rabbi Matondo vom FC Schalke 04 offenbar für Ärger gesorgt. Der 18-jährige Waliser beleidigte laut Berichten der "BBC" und der „Daily Mail“ unter anderem eine Stewardess und musste anschließend von der Polizei aus dem Flugzeug eskortiert werden. Der Spieler bestreitet die Vorwürfe vehement.

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Ärger um einen jungen Schalke-Profi: Rabbi Matondo vom FC Schalke 04 soll am Dienstag auf dem Flughafen von Bristol für einen Eklat gesorgt haben. Wie britische Medien wie die BBC sowie die Daily Mail unter Berufung auf Augenzeugen berichtet, hat der 18-jährige Rechtsaußen, der im Januar für 9 Millionen Euro von Manchester City verpflichtet wurde, sich vor dem Abflug einer Easyjet-Maschine zunächst lange kategorisch geweigert, seinen Sicherheitsgurt anzulegen. Später beschimpfte er eine Stewardess demnach wiederholt wüst und weigerte sich anschließend nach einem Gespräch mit dem Manager der Airline, sich bei der Frau zu entschuldigen.

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Matondo bestreitet die Vorwürfe vehement

Matondo selbst bestreitet die Vorwürfe, dass die Beleidigungen von ihm kamen, heftig. Beim Bundesligisten hieß es, der 18-Jährige weise die Vorwürfe vehement zurück und sei darüber sehr aufgebracht. Matondo wolle sich eventuell auch juristisch beraten lassen. Der Klub selbst hatte keinen Kontakt zu dem Spieler, der dies über sein Management mitteilen ließ. Für den FC Schalke 04 ist die Sache damit erledigt. „Wir sehen keine Notwendigkeit zu reagieren, da der Spieler auch bei der walisischen Nationalmannschaft ist“, sagte ein Sprecher des Klubs der dpa.

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Ein Sprecher der Polizei von Avon and Somerset erklärte: "Wir wurden zu einem Flugzeug gerufen, das Dienstagnacht aus Faro ankam und haben daraufhin mit einigen Passagieren über ihr schlechtes Benehmen gesprochen. Diesen Personen wurden Ratschläge erteilt. Es kam zu keinen kriminellen Handlungen und niemand wurde verhaftet."

Fußballverband von Wales und Easyjet bestätigen Vorfall mit Nationalspieler

Matondo war nach dem Ende der für S04 enttäuschenden Bundesliga-Saison mit der walisischen Nationalmannschaft in einem Trainingslager in Portugal, wo die Briten sich unter Trainer Ryan Giggs auf die EM-Qualifikationsspiele gegen Kroatien (8. Juni) und Ungarn (11. Juni) vorbereitet haben. Er habe auf dem Rückflug vor seinen Freunden angeben wollen, urteilte ein Augenzeuge gegenüber der Daily Mail. Nach der Landung mussten die übrigen Passagiere eine Viertelstunde warten, während der unkooperative Schalke-Jungstar Matondo von drei Polizisten aus dem Flugzeug begleitet wurde.

Der Fußballverband von Wales bestätigte einen entsprechenden Vorfall, ohne Details oder Namen zu nennen. „Die Football Association von Wales weiß von einer Beschwerde, die an Bord eines Fluges zum Bristol Airport über einen Spieler der Männernationalmannschaft gemacht wurde“, erklärte ein Sprecher. „Die Angelegenheit wird zügig gelöst werden, und die Association wird den Vorfall nicht weiter kommentieren.“

Schalke verpflichtete Matondo im Januar für 9 Millionen Euro

Matondo war im Januar 2019 für 9 Millionen Euro von Manchester City zum FC Schalke 04 gewechselt und war einer der letzten Transfers von Manager Christian Heidel, der im Laufe der Rückrunde zurücktrat. Ende 2018 hatte Matondo sein Debüt für die walisische Nationalmannschaft gefeiert. In der Bundesliga kam er bislang zu sieben Einsätzen, davon nur einer von Beginn an.

Auch die Fluglinie Easyjet äußerte sich gegenüber der Daily Mail. „Der Flug EZY6008 von Faro nach Bristol am 28. Mai wurde nach der Landung von der Polizei in Empfang genommen, nachdem sich ein Passagier an Bord störend verhalten hatte. Obwohl solche Vorfälle sehr selten sind, nehmen wir sie sehr ernst und tolerieren beleidigendes oder bedrohliches Verhalten nicht.“