08. Juni 2022 / 08:44 Uhr

Schalke-Fans kritisieren Kramer: So reagieren die S04-Bosse Knäbel und Schröder auf die Negativ-Kommentare

Schalke-Fans kritisieren Kramer: So reagieren die S04-Bosse Knäbel und Schröder auf die Negativ-Kommentare

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Schalkes Sportvorstand Peter Knäbel (von links), Cheftrainer Frank Kramer und Sportdirektor Rouven Schröder stehen gemeinsam in der Veltins Arena.
Schalkes Sportvorstand Peter Knäbel (von links), Cheftrainer Frank Kramer und Sportdirektor Rouven Schröder stehen gemeinsam in der Veltins Arena. © dpa
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Frank Kramer soll mit dem FC Schalke 04 den Klassenverbleib in der Bundesliga schaffen. Schon vor seinem Debüt als S04-Trainer gibt es viele kritische Stimmen von den Fans. Vorstandsmitglied Peter Knäbel und Sportdirektor Rouven Schröder verteidigen den neuen Chef-Coach. 

Schalkes Vorstandsmitglied Peter Knäbel hat die teils sehr negativen Kommentare gegen den neuen Vereinstrainer Frank Kramer in sozialen Netzwerken verurteilt und die Fans zu Fairness aufgerufen. "Persönliche Anfeindungen im Netz unter Vereinskameraden gehören sich meiner Meinung nach nicht", sagte Knäbel. Einige Anhänger kommentierten die Verpflichtung des ehemaligen Bielefeld-Trainers via Twitter sehr kritisch. "Kramer ist der Trainertyp, der so überhaupt nicht ins genannte Profil passt. Bin wirklich erschüttert. Atemberaubend ambitionsloser Fußball ohne Mut und Inspiration. Das ist die absolute C-Lösung", hieß es unter anderem.

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Der 55 Jahre alte Knäbel reagierte auf solche Tweets mit deutlichen Worten und ergänzte: "Wenn ich mir angucke, was wir vor Wochen im Fall Max Eberl noch gesagt haben, wie wir miteinander umgehen wollen und was wir angeblich alles durch Corona und die Zeit gelernt haben und dass man so mit Menschen nicht umgeht, rufe ich alle Schalker dazu auf, mit Schalkern so umzugehen, wie sie sich von ihren Vereinskameraden wünschen würden, behandelt zu werden. Ich finde, auch da gibt es eine rote Linie."

Borussia Mönchengladbachs damaliger Sportchef Max Eberl war Ende Januar beim Bundesligisten unter Tränen zurückgetreten. Seinen Rückzug hatte er mit gesundheitlichen Gründen erklärt. Mit Blick auf Gerüchte, die zuvor aufgekommen waren, hatte er damals gesagt: "Was in 24 Stunden gemacht wird, was gesprochen wird und spekuliert wird, das ist das, was mich krank macht."

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Schalkes Sportdirektor Rouven Schröder äußerte sich ebenfalls zu den Kommentaren gegen Kramer. "Das ist ein gesamtgesellschaftliches Thema, dass die Menschen schnell urteilen. Dass 95 Prozent direkt sagen: 'Nee'", sagte er: "Und trotz allem muss man sagen: Die Vergangenheit belehrt uns ja da nicht. Jetzt gehen wir wieder in uns und sagen "Ja stimmt, du hast ja Recht." Und morgen wird eine andere Entscheidung getroffen und dann geht's genauso in die gleiche Richtung."

Kramer erhält als Nachfolger von Interimscoach und Aufstiegstrainer Mike Büskens einen Vertrag bis 2024. "Ich bin super glücklich, hier zu sein. Schalke ist einer der größten Vereine in Deutschland. Ich freue mich auf die Atmosphäre in der Veltins-Arena. Wenn man daran denkt, bekommt man Gänsehaut", sagte Kramer in den Katakomben des Schalker Fußball-Tempels.