25. Oktober 2020 / 09:18 Uhr

Manuel Baum nach Derby-Pleite gegen den BVB: Das ist derzeit das größte Problem von Schalke 04

Manuel Baum nach Derby-Pleite gegen den BVB: Das ist derzeit das größte Problem von Schalke 04

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Manuel Baum hadert mit der Leistung seiner Schalker bei Borussia Dortmund.
Manuel Baum hadert mit der Leistung seiner Schalker bei Borussia Dortmund. © Getty
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Trotz der Niederlage im Revierderby gegen Borussia Dortmund glaubt der neue Schalke-Trainer Manuel Baum, dass das kriselnde S04 nicht weit von einer Wende entfernt ist. Der 41-Jährige äußerte sich nach der Partie zu den drängendsten Problemen seiner Mannschaft.

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Auch das Revierderby brachte keine Wende für den FC Schalke 04. Die Knappen bleiben in der Bundesliga weiterhin sieglos. Das 0:3 bei Borussia Dortmund war für die Mannschaft des neuen Trainers Manuel Baum bereits das 21. Spiel in Folge ohne dreifachen Punktgewinn. Der Bundesliga-Rekord, aufgestellt von Tasmania Berlin, ist zwar noch ein ganzes Stück weg (nämlich zehn Spiele), viele positive Ansätze konnte S04 allerdings auch im Spiel gegen den großen Rivalen nicht vorweisen.

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Der neue Mann an der Seitenlinie der Schalker sieht bei seinen Spielern vor allem mentale Schwierigkeiten. "Wenn ich das Spiel heute so sehe, ist es das größte Problem, dass wir zu wenig Selbstvertrauen im Spiel mit dem Ball haben", sagte Baum bei Sky und erklärte, was er meint: "Wir müssen unbedingt daran arbeiten, nach Balleroberungen die Bälle mal festzumachen und Zeit haben, nachzuschieben und umschalten zu können." Es bringe nichts, "die ganze Zeit nur zu verteidigen. Wir wollen unbedingt und müssen Tore schießen." Sein Resümee ist klar: "Das Hauptproblem gerade ist meiner Meinung nach der Kopf."

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Auch spielerische Defizite machte der 41-Jährige aus. Zwar hätte man "gegen den Ball (...) schon gesehen, dass wir versucht haben, vorne früh zu attackieren", stellte Baum fest. Andererseits gelte: "Das ganze Thema ‚mit Ball’ war einfach viel zu wenig. Gegen den Ball kann man den Jungs keinen großen Vorwurf machen. Aber, wenn wir den Ball erobert hatten, dann konnten wir gar nicht so schnell schauen, wie der wieder weg war." Gegen den BVB vermochte bei seinem Startelf-Comeback auch Amine Harit keine großen kreativen Impulse zu geben. Der Marokkaner war nach überstandener Coronavirus-Infektion erstmals wieder in der Startaufstellung, konnte die S04-Harmlosigkeit (lediglich 25 Prozent Ballbesitz und nur vier Torschüsse im Vergleich zu 24 beim BVB) allerdings nicht kaschieren.

Schalke-Wende? Baum: "Das kann ganz schnell gehen"

Schalke bleibt aus dem Spiel heraus einfach viel zu ungefährlich. Baum konnte in seinen drei Spielen als S04-Trainer bislang lediglich einen Treffer bejubeln. Gegen Union Berlin traf Goncalo Paciencia nach einem Eckball von Omar Mascarell per Kopf. In den 270 Minuten gab es für Baum bislang eine Tordifferenz von 1:8. Der Ex-Augsburger glaubt dennoch fest, dass es bald wieder aufwärts gehen kann: "Das kann ganz schnell gehen. Wenn du deine ersten Erfolgserlebnisse im Spiel hast und ein gutes Gefühl bekommst, dann kann das von einem zum anderen Spiel wieder umschwenken. Und das ist ja das Schöne am Fußball."