27. Februar 2021 / 15:15 Uhr

Schalke-Chef Riether erbost über Gerüchte um Spieler-Revolte – Hamann verteidigt Gross

Schalke-Chef Riether erbost über Gerüchte um Spieler-Revolte – Hamann verteidigt Gross

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Sascha Riether und Dietmar Hamann haben sich über die angebliche Spieler-Revolte gegen Schalke-Trainer Christian Gross geäußert.
Sascha Riether und Dietmar Hamann haben sich über die angebliche Spieler-Revolte gegen Schalke-Trainer Christian Gross geäußert. © IMAGO/RHR-Foto/Montage
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Chaos beim FC Schalke 04 vor dem Anstoß bei der Partie beim VfB Stuttgart. Zu einer angeblichen Spieler-Revolte nahm Lizenzspielerchef Sascha Riether Stellung - und war sauer über die Störfeuer. Sky-Experte Dietmar Hamann nahm den Schalke-Trainer in Schutz. 

Lizenzspielerchef Sascha Riether hat sauer auf die Medienberichte über eine angebliche Spieler-Revolte gegen Schalke-Trainer Christian Gross reagiert. "Mich nervt, dass unsere Spielvorbereitung total gestört wird", sagte der Ex-Profi bei Sky vor dem Auswärtsspiel des Bundesliga-Schlusslichts gegen den VfB Stuttgart (15.30 Uhr/Sky). "Alle Gedanken sind woanders. Wir hatten die ganze Zeit andere Dinge zu tun, als uns auf das Spiel vorzubereiten."

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Zum Hintergrund: Am Freitagabend hatten Sky, die Funke Mediengruppe und Sport1 übereinstimmend berichtet, dass nach dem 0:4 gegen Borussia Dortmund einige Führungsspieler bei Sportvorstand Jochen Schneider vorstellig geworden waren, um auf die Ablösung von Gross hinzuwirken. Schalke dementierte diese Meldungen am Samstagmittag - das bekräftigte Riether. "Es wird von einer Revolution gesprochen, das war überhaupt nicht der Fall", sagte er. Mit Blick auf die Derbyniederlage gegen den BVB sei es "normal, dass die Spieler enttäuscht sind und Gesprächsbedarf haben". Über die Inhalte der Gespräche, die er selbst mit Spielern geführt habe, wolle er jedoch nichts sagen.

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Stattdessen nahm Riether die Schalker Profis in die Pflicht. "Heute haben wir ein Spiel, das vergessen einige. Es gilt zu zeigen, dass alle ihren Job machen", so der 37-Jährige, der von 2015 bis 2019 selbst für S04 aktiv war. "Ich erwarte, dass wir geschlossen einen Sieg einfahren."


Gross tut Riether leid: "Arbeitet sehr akribisch"

Für Coach Gross tue ihm der Rummel leid. "Der Trainer arbeitet sehr akribisch", betonte Riether. "Es war auch keine leichte Situation für ihn und das finde ich schade, weil er sich wirklich sehr bemüht." Der Schweizer wurde auch von Sky-Experte Dietmar Hamann in Schutz genommen. Er halte die Kritik am 66-Jährigen "für überzogen", sagte der Ex-Nationalspieler. Gross soll von Spielern unter anderem vorgeworfen worden sein, Namen durcheinander gebracht zu haben. Hamann erinnerte sich an seine eigene Spielerkarriere. Er sei unter anderem von Otto Rehhagel und Giovanni Trapattoni gecoacht wurden, "zwei der größten Trainer überhaupt", so Hamann. "Glaube mal nicht, dass die nicht auch mal Namen verdreht haben, als sie älter wurden. Mir kommt es so vor, als würde man zwanghaft Ausreden suchen."

Dass Schalke mit lediglich neun Punkten am Tabellenende steht und sich in akuter Abstiegsgefahr befindet, ist aus Sicht Hamanns nicht am aktuellen Trainer festzumachen. "Wenn jetzt einer gesagt, dass Gross das Problem ist, dann hat er die letzten zwölf Monate nicht verfolgt", sagte Hamann.