13. September 2020 / 09:17 Uhr

Schalke-Sportvorstand Jochen Schneider nach BFV-Kritik: "Nicht den Fehler bei Türkgücü suchen"

Schalke-Sportvorstand Jochen Schneider nach BFV-Kritik: "Nicht den Fehler bei Türkgücü suchen"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Schalke-Sportvorstand Jochen Schneider erneuert seine Kritik am Bayrischen Fußballverband.
Schalke-Sportvorstand Jochen Schneider erneuert seine Kritik am Bayrischen Fußballverband. © dpa/Montage
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Schalke-Sportvorstand Jochen Schneider erneuert seine Kritik gegen das Vorgehen des Bayerischen Fußballverbands rund um die Absage des DFB-Pokal-Spiels zwischen Schalke 04 und dem 1. FC Schweinfurt. Man dürfe jetzt nicht den Fehler bei Türkgücü München suchen.

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Nach der Absage des DFB-Pokalspiels hat Schalkes Sportvorstand Jochen Schneider die Reaktion des Bayerischen Fußballverbands (BFV) auf das gerichtliche Vorgehen von Türkgücü München kritisiert. "Ausdrücklich betonen möchte ich an dieser Stelle, dass sich meine Kritik nur auf den Verband, nicht aber auf Türkgücü München bezieht", sagte Schneider im Interview bei Sport1. "Deshalb kann ich auch nicht nachvollziehen, warum der Bayerische Fußballverband jetzt versucht, den Fehler bei Türkgücü zu suchen. Es ist einfach nicht nachvollziehbar, warum der bayerische Vertreter erst eine Woche vor Austragung der ersten DFB-Pokal-Runde bestimmt wurde."

Das Landgericht München I hatte zuvor entschieden, dass der Drittligist Türkgücü anstelle des Regionalligisten Schweinfurt als bayerischer Vertreter gegen den FC Schalke 04 antreten dürfe. Bis zur Klärung des Streits wurde die für Sonntag geplante Partie verschoben. Dies sei "natürlich ärgerlich", bekräftigte Schneider. Türkgücü-Geschäftsführer Max Kothny erklärte im SPORTBUZZER-Interview, dass man die Kritik aus Gelsenkirchen verstehen könne. "Für Schalke ist es sicherlich eine schwierige Situation. Aber wir konnten die Entscheidung vom Verband nicht einfach so hinnehmen", sagte Kothny.

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BFV-Vizepräsident Reinhold Baier hatte der Deutschen Presse-Agentur als Reaktion auf den ersten Unmut der Schalker gesagt: "Warum Türkgücü München erst jetzt, also 72 Stunden vor Anpfiff, Rechtsmittel eingelegt hat, anstatt dies in den vergangenen vier Monaten zu tun, ist eine Frage, die Herr Schneider Türkgücü stellen sollte." Kothny betonte gegenüber dem SPORTBUZZER, dass man nicht anders hätte vorgehen können. Der Klub musste "erst die Meldung des Bayerischen Fußball-Verbandes abwarten, dass Schweinfurt am DFB-Pokal teilnehmen darf. Und die kam erst am 6. September, also vor noch nicht einmal einer Woche". Der Türkgücü-Geschäftsführer fügte an: "Wir haben gleich am Montagmorgen unseren Einspruch sowie unseren Antrag auf einstweilige Verfügung fertig gemacht. Die Meldung vom Gericht gab es erst am Freitag. Also hätten wir es gar nicht schneller machen können."

Die Schalker hatten am Samstag ein internes Trainingsspiel bestritten, um sich auf den Start der Bundesliga beim FC Bayern München am kommenden Freitag vorzubereiten. "Die Bayern spielen ja auch nicht im Pokal. Das muss man jetzt so hinnehmen", sagte Schneider. "Wir jammern nicht. Dafür gibt es keinen Grund. Vielmehr bereiten wir uns nunmehr intensiv auf den Bundesligaauftakt in München vor."