22. Juni 2020 / 10:18 Uhr

Bericht: Schalke-Boss Jochen Schneider knüpft eigenes Schicksal an Zukunft von Trainer David Wagner

Bericht: Schalke-Boss Jochen Schneider knüpft eigenes Schicksal an Zukunft von Trainer David Wagner

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Halten zueinander: Jochen Schneider (r.) will David Wagner unbedingt als Trainer beim FC Schalke halten.
Halten zueinander: Jochen Schneider (r.) will David Wagner unbedingt als Trainer beim FC Schalke halten. © Ronald Wittek, Thomas Lohnes/Getty Images
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Sportvorstand Jochen Schneider steht beim krisengeschüttelten FC Schalke 04 weiter fest zu Trainer David Wagner. Einem "Bild"-Bericht zufolge will sich Schneider selbst dann nicht von dem Coach trennen, wenn die Mehrheit des Aufsichtsrates dies fordere.

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Sportvorstand Jochen Schneider steht beim FC Schalke 04 offenbar weiter fest zu Trainer David Wagner, obwohl die Königsblauen in der Rückrunde der Bundesliga in eine tiefe Krise gerutscht sind und nunmehr seit 15 Liga-Spielen auf einen Sieg warten. Einem Bericht der Bild zufolge will Schneider sich von dem Coach selbst dann nicht trennen, wenn eine Mehrheit des Aufsichtsrates dies fordere. Notfalls würde Schneider sich selbst rauswerfen lassen, heißt es. Gegenüber Bild sagte Schneider: "David Wagner ist ein guter Trainer. Wenn er eine gute Mannschaft zur Verfügung hat, lässt er guten Fußball spielen."

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Schalke sportlich und finanziell in Schieflage

Schalke feierte seinen bislang letzten Sieg im DFB-Pokal-Achtelfinale am 4. Februar mit dem 3:2 nach Verlängerung über Hertha BSC. Den letzten Erfolg in der Meisterschaft gab es zuvor am 18. Spieltag mit dem 2:0 über Borussia Mönchengladbach. Danach geriet der Klub nicht nur sportlich in eine Schieflage: Die Pause durch die Coronavirus-Pandemie stürzte die Gelsenkirchener in große finanzielle Schwierigkeiten, auch die Debatte um eine mögliche Erstattung bereits bezahlter Eintrittsgelder an die Fans sorgte für Schlagzeilen. Mit einem "Härtefallantrag", in dem die Anhänger schriftlich begründen sollten, warum sie das Geld zeitnah benötigen, brachte der Verein sei Publikum zusätzlich gegen sich auf - eine Aktion, die Schneider später als "kapitales Eigentor" bezeichnete.

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Der Sportvorstand ist als Nachfolger des zurückgetretenen Christian Heidel erst seit März 2019 im Amt und hat einen Vertrag bis 2022. Als eine seiner ersten Amtshandlungen hatte er sich in der damaligen sportlichen Krise von Trainer Domenico Tedesco getrennt, der die Schalker 2018 überraschend zur Vizemeisterschaft geführt hatte. Tedesco ist inzwischen Coach des russischen Erstligisten Spartak Moskau. Auf ihn folgte interimsmäßig Schalke-Jahrhunderttrainer Huub Stevens, ehe zur neuen Saison Wagner übernahm. Unter dessen Regie war die Mannschaft in der Hinrunde ein Kandidat für die Champions-League-Plätze, stürzte dann aber ab. Zuletzt gab es ein 1:4-Debakel gegen den VfL Wolfsburg, der damit vorzeitig seine Teilnahme mindestens an der Qualifikation zur Europa League absicherte.