11. Oktober 2021 / 11:36 Uhr

Nach Rekord-Treffer: Schalke-Torjäger Simon Terodde erklärt Jubel-Geste – "Eltern auf der Tribüne gesucht"

Nach Rekord-Treffer: Schalke-Torjäger Simon Terodde erklärt Jubel-Geste – "Eltern auf der Tribüne gesucht"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Typischer Torjubel: Schalke-Goalgetter Simon Terodde hält Ausschau.
Typischer Torjubel: Schalke-Goalgetter Simon Terodde hält Ausschau. © IMAGO/Tim Rehbein/RHR-Foto
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Zweitliga-Rekordtorjäger Simon Terodde von Schalke 04 ist für seinen Torjubel mit Hand vor der Stirn bekannt. Im Interview mit dem "Kicker" erklärte Terodde nun, was es mit der für ihn typischen Geste auf sich hat – und wie sie sich im Laufe der Zeit gewandelt hat.

Es ist in der 2. Liga seit Jahren ein vertrautes Bild: Simon Terodde hält sich nach einem Torerfolg die flache Hand vor die Stirn und schaut in die Ferne. Doch was bedeutet die Geste? In einem Interview mit dem Kicker hat der Rekordtorjäger, der seit dieser Saison beim Bundesliga-Absteiger Schalke 04 unter Vertrag steht, nun verraten, wie der für ihn typische Jubel entstanden ist. "Nach einem Kopfballtor mit Union Berlin in Duisburg habe ich im grellen Schein des Flutlichts meine Eltern auf der Tribüne gesucht. Die Geste habe ich dann einfach beibehalten", sagte Terodde. Im Laufe der Jahre hat sich die Bedeutung aber offenbar gewandelt. "Mittlerweile symbolisiere ich mit dieser Handhaltung zumeist, dass ich den Vorlagengeber suche. Bei Auswärtsspielen sind es oftmals aber auch unsere mitgereisten Fans, die ich anvisiere", ergänzte der 33-Jährige.

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Terodde hatte beim 3:0-Erfolg der Schalker gegen den FC Ingolstadt vor der Länderspielpause mit dem Treffer zum Endstand seinen 153. Zweitliga-Treffer im 262. Spiel erzielt. Damit schloss er zu Rekordhalter Dieter Schatzschneider, Klub-Ikone von Hannover 96, auf. An diesem Freitag (18.30 Uhr, Sky) könnte sich Terodde mit einem weiteren Treffer den alleinigen Rekord sichern – ausgerechnet im Auswärtsspiel in Hannover. "Ich würde auch einen 2:0-Sieg ohne eigenes Tor nehmen. Am Freitag steht das Spiel im Fokus, aber ich freue mich, Dieter Schatzschneider kennenzulernen. Ich finde es total sympathisch, dass er mir den Rekord gönnt, aber offen zugibt, dass er ihn gern behalten hätte", betonte Terodde vor dem Duell in Niedersachsen. Schatzschneider hatte für seine 153 Treffer im Unterhaus allerdings nur 201 Partien benötigt, 61 weniger als Terodde.

Der Angreifer war zu Beginn der Saison ablösefrei vom Zweitliga-Konkurrenten Hamburger SV nach Gelsenkirchen gewechselt. Dreimal – beim 1. FC Köln (2019), beim VfB Stuttgart (2017) und beim VfL Bochum (2016) – wurde er in der 2. Liga bereits Torschützenkönig, viermal schaffte dies noch niemand. Über den möglichen neuen Bestwert, den er am Saisonende für Schalke erreichen könnte, sagte der Goalgetter: "Das wäre sicher eine schöne Sache, andererseits muss ich sagen, dass ich damals beim VfL Bochum, als ich 25-mal traf, oder zuletzt mit dem HSV, als es am Ende 24 Tore waren, lieber seltener getroffen hätte, wenn wir dafür aufgestiegen wären."