18. Juli 2019 / 11:47 Uhr

Schalke-Trainer Wagner: "Wir brauchen nicht von Platz 4 oder 5 reden"

Schalke-Trainer Wagner: "Wir brauchen nicht von Platz 4 oder 5 reden"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Will nicht zu große Erwartungen schüren: Schalke-Coach David Wagner. 
Will nicht zu große Erwartungen schüren: Schalke-Coach David Wagner.  © imago images / Uwe Kraft
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Der neue Trainer vom FC Schalke 04, David Wagner, bremst die Erwartungshaltung vor der kommenden Saison. Laut dem ehemaligen Coach von Huddersfield Town geht es für den Klub zunächst darum, aus der vergangenen Saison zu lernen, die der Klub auf Platz 14 abschloss. 

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David Wagner ist als neuer Trainer des FC Schalke 04 einer der Hoffnungsträger im Klub. Der 47-Jährige soll dafür sorgen, dass es wieder besser läuft als in der vergangenen Saison, als die "Knappen" in der Bundesliga nur Platz 14 belegten. Anderseits betont der Coach, der zuletzt für Huddersfield Town in England gearbeitet hat, dass überhöhte Erwartungshaltungen fehl am Platz seien.

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Wagner: "Es geht darum, aus der Vorsaison zu lernen"

Dass Schalke nun wieder die oberen Tabellenplätze ins Visier nimmt, ist laut Wagner zumindest offiziell nicht der Fall. "Gerade nach der vergangenen Saison ist es mir zunächst einmal wichtig zu betonen, dass wir derartige Zielsetzungen aktuell ausklammern", sagte er in einem Interview mit dem Kicker. Natürlich sei sich der neue Coach den Ansprüchen, die in Gelsenkirchen vorherrschen, bewusst, er meint allerdings: "Wir sind gut beraten, wenn wir erst einmal schauen, wo wir gerade herkommen. Schalke ist 14. geworden und hatte lange Schweißperlen auf der Stirn. Wir brauchen jetzt nicht von Platz 4 oder 5 zu reden", so Wagner, "es geht darum, aus der Vorsaison zu lernen."

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Wagner über Druck auf Schalke: "Fokussiert sich vor allem auf das Sportliche"

Es sei kein Geheimnis, dass es in der vergangene Saison große Schwierigkeiten gegeben hatte - die will er freilich versuchen zu beheben. Dass der Druck auf Schalke größer ist als bei Huddersfield, wo er nicht nur im sportlichen Bereich eingebunden wurde, glaubt Wagner nicht. "Bei Huddersfield war ich in meiner Funktion für sämtliche Themen verantwortlich, mindestens aber stark eingebunden. Beim Bau des Klubgeländes hat mich sogar der Architekt bei jeder Steckdose gefragt, wohin sie soll - nur um die Bandbreite zu verdeutlichen", erklärt der 47-Jährige, "auf Schalke sind die Lasten ganz anders verteilt, was ich als Segen empfinde, hier fokussiert sich für mich der Druck vor allem auf das Sportliche."

Wagner trotz Entlassungen auf Schalke selbstbewusst: Zweimal länger als Trainer gearbeitet

Doch damit könne er gut leben. "Meine Frau sagt immer, es sei erstaunlich, wie gut ich schlafe", sagte der Schalke-Trainer. "Damit habe ich tatsächlich kein Problem, nicht einmal vor ganz großen Spielen, von denen enorm viel abhängt. Ich arbeite nach dem Grundsatz, dass ich alles so gut mache, wie ich kann, und so immer behaupten kann, alles versucht zu haben." Auch die Tatsache, dass er nach André Breitenreiter, Markus Weinzierl, Domenico Tedesco und Huub Stevens der fünfte Trainer in den letzten dreieinhalb Jahren auf Schalke ist, schreckt ihn nicht ab. "Ich kann für mich nur sagen, dass ich bei meinen beiden vorherigen Stationen im Seniorenfußball, bei Borussia Dortmund und Huddersfield, einmal viereinhalb Jahre und einmal fast vier Jahre gearbeitet habe", so Wagner selbstbewusst.