16. Oktober 2020 / 18:37 Uhr

Kommentar zum Umgang von Union-Trainer Urs Fischer mit der Torwart-Frage: Den Fans gegenüber arrogant

Kommentar zum Umgang von Union-Trainer Urs Fischer mit der Torwart-Frage: Den Fans gegenüber arrogant

David Joram
Märkische Allgemeine Zeitung
Zugeknöpft: So gibt sich Urs Fischer oft.
Zugeknöpft: So gibt sich Urs Fischer oft. © Getty Images
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Vor dem Spiel beim FC Schalke 04 dreht sich beim Fußball-Bundesligisten Union Berlin vieles um die T-Frage: Spielt Loris Karius am Sonntag oder doch wieder Andreas Luthe? Die Fans interessiert das brennend, der Trainer lässt sie weiter rätseln. Schade, findet SPORTBUZZER-Redakteur David Joram.

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Urs Fischer, Fußballtrainer des Bundesligisten Union Berlin, war am Freitag auf der Pressekonferenz vor dem Schalke-Spiel äußerst mitteilungsarm. Jene Frage, die wohl alle Union-Fans brennend interessiert, ließ er einfach unbeantwortet.

Dabei ist die Entscheidung, ob Loris Karius oder Andreas Luthe das Berliner Tor am Sonntag hüten wird, laut Fischer schon gefallen. „Natürlich habe ich mich entschieden“, sagte Fischer, und dann dies: „Mehr muss ich zu dem Thema nicht sagen, ich brauche das auch nicht zu rechtfertigen.“

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Viel arroganter geht’s kaum. Selbstverständlich: Rechtfertigen muss Fischer nichts, aber erklären und informieren. Zehntausende Union-Fans fiebern wöchentlich mit ihrer Mannschaft. Sie sind es, die den Verein einzigartig machen, ihn seit jeher treu begleiten.

Im Gegenzug verlangen die Fans nicht viel, ein paar Infos zum wichtigsten Inhalt, der Profimannschaft, aber schon. Auch, um über ihre Leidenschaft angemessen diskutieren zu können. Durch Fischers Verhalten bleibt vieles rätselhaft und intransparent. Schade für die vielen Unioner.