03. März 2019 / 19:09 Uhr

Scharmbeckstotels Kampfgeist bleibt unbelohnt

Scharmbeckstotels Kampfgeist bleibt unbelohnt

Karsten Hollmann
Weser-Kurier
Stark gewehrt, am Ende aber dennoch zu Boden gegangen: Armin Prasuhn (l.) verlor mit dem ATSV Scharmbeckstotel gegen Ole Perssons TV Oyten.
Stark gewehrt, am Ende aber dennoch zu Boden gegangen: Armin Prasuhn (l.) verlor mit dem ATSV Scharmbeckstotel gegen Ole Perssons TV Oyten. © Tobias Dohr
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ATSV-Kicker verkaufen sich trotz einer 0:3-Heimschlappe gegen den TV Oyten sehr gut

"Ich ziehe meinen Hut vor dem ATSV Scharmbeckstotel, der sich nie aufgegeben und uns gerade in der zweiten Halbzeit ganz schön unter Druck gesetzt hat“, zollte der Trainer des TV Oyten, Axel Sammrey, den Gelb-Schwarzen Respekt. Von dem Lob konnten sich die Hausherren nach der 0:3-Heimschlappe in der Fußball-Bezirksliga Lüneburg 3 aber nichts kaufen. Festzuhalten war dennoch: Der ATSV war auf keinen Fall um drei Tore schlechter.„Wir müssen einfach nach vorne zielstrebiger werden. Unsere Chancenverwertung lässt zudem zu wünschen übrig“, bilanzierte ATSV-Coach Philipp Meinke. Nach sieben Minuten zog der von rechts kommende Rene Meier knapp links am TV-Kasten vorbei. „Das sieht gut aus, Männer“, lobte Meinke seine Mannen auch nach einer Viertelstunde. In der 22. Minute tauchte dann aber plötzlich Erik Baeßmann frei vor dem ATSV-Gehäuse auf. Doch anstatt selbst abzuziehen, versuchte er vergeblich, auf den mitgelaufenen Elvedin Bibic zu flanken. Nach einer halben Stunde wehrte Scharmbeckstotels Ersatzkeeper Tassilo Hildebrand einen Schuss von Erik Baeßmann zur Ecke ab.

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Acht Minuten später wuchtete Robin Hilker die Kugel aus dem Hinterhalt um Zentimeter rechts am TV-Tor vorbei. Während Philipp Meinke noch der vergebenen Großchance nachtrauerte, erzielte Ole Persson im Gegenzug das 1:0 für den Gast. Dabei patzte „Tilo“ Hildebrand. Der Ersatzmann für Stammkeeper Nils Sivert unterlief einen langen, noch einmal kurz vor ihm aufsetzenden Ball von Daniel Airich und schenkte Persson somit im Anschluss den Treffer.

Doch die Hausherren kamen mit frischen Schwung aus der Kabine zurück und drängten auf den Ausgleich. Nach einer sehenswerten Ballstafette über vier Stationen zog Nils Bonkowski auch von der Strafraumgrenze ab. Doch das Spielgerät klatschte an die Querlatte (48.). Zehn Zeigerumdrehungen hiernach bügelte Tassilo Hildebrand seinen Patzer beim 0:1 mit einer tollen Parade gegen den freistehenden Elvedin Bibic wieder aus. Eingeleitet hatte diese Gelegenheit Erik Baeßmann. Dieser profitierte bei seinem 2:0 von einer starken Vorleistung von Joker Nepras Vojtech auf der linken Seite (61.). Nils Bonkowski beförderte die Kugel auf der Gegenseite kurz darauf auf Zuspiel von Robin Hilker knapp über den Querbalken.


In der 71. Minute spielte Tassilo Hildebrand Erik Baeßmann den Ball genau in den Fuß. Mit viel Übersicht legte Baeßmann das Leder noch zu Ömer Aktas quer, der zum 3:0 vollstreckte. „Das erste und das zweite Gegentor taten uns sehr weh“, erklärte Philipp Meinke. Seine Schützlinge wollten aber bis zur letzten Sekunde zumindest das Ehrentor erzwingen. „Das war eine kämpferisch ganz starke Leistung unseres Gegners“, fand Axel Sammrey noch mehr lobende Worte für den Kontrahenten. Ömer Aktas hätte aber bei einem Konter fast noch das 4:0 markiert. Der frühere Stürmer des VSK Osterholz-Scharmbeck ließ Andre Wulff gekonnt aussteigen, fand jedoch seinen Meister in Hildebrand. Dieser machte seine Sache auch abgesehen von seinen beiden Fehlern sehr gut. Drei Minuten vor dem Ende zwang Magnus Siewert Oyten Schlussmann Christian Rathjen noch einmal zu einer Glanzparade. „Wir müssen vor dem gegnerischen Tor einfach abgebrühter werden“, betonte Meinke.