16. Juli 2021 / 16:02 Uhr

Schenkenberg statt Chemnitz: Schinke kehrt nun doch in die Heimat zurück

Schenkenberg statt Chemnitz: Schinke kehrt nun doch in die Heimat zurück

Johannes David
Leipziger Volkszeitung
Entscheidung gefallen: Paul Schinke spielt in der kommenden Saison für Conordia Schenkenberg.
Entscheidung gefallen: Paul Schinke spielt in der kommenden Saison für Conordia Schenkenberg. © Thomas Gorlt
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Das Hin und Her um den Ex-Kapitän von Lok Leipzig hat ein Ende: Paul Schinke spielt in der kommenden Saison in der Nordsachsenliga für Concordia Schenkenberg.

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Schenkenberg. Chemnitz und nun doch endgültig Schenkenberg: Das muntere Wechselspiel um den früheren Kapitän von Lok Leipzig hält an. Nun bestätigte Paul Schinke gegenüber dem SPORTBUZZER, dass er in der kommenden Saison wieder für seinen Heimatverein in der Fußball-Nordsachsenliga aufläuft. Bereits am Donnerstagabend trug er beim 2:1-Testspielsieg in Mosigkau das Trikot der Schwarz-Gelben.

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CFC-Engagement kommt nicht zustande

Schinke-Kumpel und Concordia-Kapitän David Welke berichtete Positives aus dem Maschinenraum. „Ja, Paul trainiert wieder mit uns. Wir sind jetzt gerade dabei, den Papierkram abzuwickeln, aber das sollte kein Problem sein“, sagte Welke. „Es war seine persönliche Entscheidung, überzeugen brauchten wir ihn nicht.“

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Schinke hatte im Mai seine Regionalliga-Laufbahn bei Lok für beendet erklärt und sich anschließend seinem Heimatverein in Liga acht angeschlossen. Allerdings ließ er sich ein Hintertürchen für eine Regionalliga-Rückkehr offen. Die öffnete sich früher als gedacht, als der 30-Jährige in den vergangenen Wochen mehrfach auf Probe beim Chemnitzer FC mittrainierte. Ein Engagement galt angesichts der CFC-Personalprobleme als wahrscheinlich, kam nun aber doch nicht zustande. Die Chemnitzer gaben indes am Donnerstag die Verpflichtung von Stürmer Kilian Pagliuca bekannt. Ob wegen dieser Verpflichtung im Kader kein Platz mehr für den gebürtigen Delitzscher war, gehört ins Reich der Mutmaßungen.

„Geht doch“

In Schenkenberg jedenfalls sind sie glücklich. „Keiner ist Paul böse. Wir wussten alle, dass er es noch einmal in der Regionalliga versucht, wenn sich die Möglichkeit ergibt“, erzählt David Welke. „Es ist in jedem Fall sportlich super für uns, gerade unsere jungen Spieler können von ihm nur lernen. Und ich persönlich freue mich natürlich auch, auf meine letzten Jahre mit meinem besten Freund zusammenspielen zu können.“

Das tat er bereits am Donnerstag in Mosigkau. Dort gewannen die Concorden dank eines Doppelpacks von Charlie Reichel. Schinke tauchte noch nicht im offiziellen Protokoll auf, wie das eben so ist kurz nach einem Vereinswechsel. Gut möglich, dass der Heimkehrer schon am heutigen Sonnabend gegen den TSV Leuna wieder für Schenkenberg aufläuft (Anstoß 14 Uhr). An der Seitenlinie wird dann übrigens Michael Pruchnik stehen. Chefcoach Sven Roos nutzt die Sommerpause für eine Kreuzfahrt durch Skandinavien – und wurde auf hoher See von den Neuigkeiten überrascht. Erste Reaktion: „Geht doch.“