20. Oktober 2019 / 20:11 Uhr

Bischofswerda in Erfurt unter Wert geschlagen

Bischofswerda in Erfurt unter Wert geschlagen

Jürgen Schwarz
Dresdner Neueste Nachrichten
BFV-Keeper Oliver Birnbaum.
Der gute Oliver Birnbaum musste im Steigerwaldstadion nicht nur zwei Mal, sondern drei Mal hinter sich greifen. © Jan Kuppert
Anzeige

Der Bischofswerdaer FV spielt in Thüringen lange gut mit, doch geht schließlich beim 0:3 im Steigerwaldstadion wieder leer aus.

Anzeige
Anzeige

Erfurt/Dresden. Mit einer 0:3 (0:2)-Niederlage kehrte der Bischofswerdaer FV am 12. Spieltag der Regionalliga Nordost aus dem Erfurter Steigerwaldstadion nach Hause zurück. Vor 3128 Zuschauern hatten der Kroate Marc-Frank Brasnic (41., 44.) und der Türke Selim Aydemir (48.) die Tore erzielt, „die so kurz vor der Pause genau zum richtigen Zeitpunkt fielen“, wie der Doppel-Torschütze und Vorlagengeber zum 3:0 anmerkte. „Damit haben wir den Willen der Bischofswerdaer gebrochen.“

Tatsächlich war der Tabellenletzte bis zum 0:1 sogar tonangebend gewesen, vermochte aber wieder einmal nicht, beste Chancen zu verwerten. Der spielstarke Jonas Mack (16.), Angreifer Hannes Graf (21.) und Kapitän Oliver Merkel (23.) scheiterten am Erfurter Keeper Jannick Theißen oder verzogen knapp, während es in der Fankurve der Rot-Weißen unruhig wurde und die Erfurter Anhänger skandierten: „Wir wollen euch kämpfen sehen!“

Der gefährliche Zille wurde vermisst

Vielleicht wäre die Partie völlig anders verlaufen, hätten die Gäste ihren besten Torschützen Frank Zille (vier Saisontore) dabei gehabt. Doch der 23-Jährige fehlte ebenso wie Mittelfeldmann Tommy Klotke aufgrund einer Gelb-Rot-Sperre. Warum die Schiebocker aktuell mit nur fünf Punkten in der Tabelle ganz unten stehen, die Erfurter sich aber mit 14 Zählern im Mittelfeld postieren, wurde in den letzten Minuten kurz vor dem Gang in die Kabine klar. Brasnic nutzte dank seiner individuellen Klasse zwei Lücken in der bis dato sicheren BFV-Abwehr zum Doppelpack.

Mit dem 0:3 kurz nach Wiederbeginn war die Partie gelaufen. Die Thüringer verzeichneten noch einige lukrative Torchancen und Torhüter Oliver Birnbaum konnte sich einige Male auszeichnen. Beim Schlusspfiff standen die Bischofswerdaer zum neunten Mal in dieser Serie mit leeren Händen da. „Natürlich brauchen wir Erfolgserlebnisse“, weiß Trainer Fred Wonneberger. „Aber für mich ist auch wichtig, wenn ich sehe, dass die Moral meiner Spieler intakt ist. Sie haben bis zum 0:1 richtig gut gespielt, sich aber leider nicht belohnt. Wir müssen weiter hart arbeiten.“

Weitere Meldungen aus der Regionalliga Nordost

Einfacher wird des für den BFV in den kommenden Wochen nicht. Am Freitagabend gastiert der 1. FC Lok Leipzig, bei dem Teammanager Björn Joppe zurücktrat und Sportdirektor Wolfgang Wolf auch das Traineramt übernahm, im Wesenitzsportpark. Dann folgt am 3. November das Gastspiel beim Drittliga-Absteiger Energie Cottbus. Mit der Abstiegskonstellation sollten sich die Wonneberger-Schützlinge aktuell ohnehin nicht beschäftigen. Angenommen, der NOFV-Meister steigt nicht in die 3. Liga auf, von dort aber der FC Carl Zeiss Jena und der Chemnitzer FC ab, würde es vier Absteiger aus der Regionalliga Nordost geben. Bischofswerda müsste in der Endabrechnung also mindestens Rang 14 belegen – und der Abstand dorthin ist schon ziemlich groß.

Hier #GABFAF-Supporter werden

Wir kämpfen für den Amateurfußball! Trage Dich kostenlos ein und Du bekommst unseren exklusiven Newsletter mit allem, was den Amateurfußball in Deutschland bewegt. Außerdem kannst Du jeden Monat 2000 Euro Zuschuss für Deinen Verein gewinnen und entscheidest mit, wofür #GABFAF sich als nächstes einsetzt.

ANZEIGE: 50% auf dein Jako Herbst-Set! Der Deal des Monats im SPORTBUZZER-Shop.

Die aktuellen TOP-THEMEN