17. Januar 2020 / 07:43 Uhr

Bericht: Schiedsrichter greifen in Bundesliga-Rückrunde härter durch - Mehr Gelbe und Rote Karten

Bericht: Schiedsrichter greifen in Bundesliga-Rückrunde härter durch - Mehr Gelbe und Rote Karten

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Schiedsrichter-Chef Lutz Fröhlich fordert ein härteres Vorgehen der Unparteiischen in der Bundesliga.
Schiedsrichter-Chef Lutz Fröhlich fordert ein härteres Vorgehen der Unparteiischen in der Bundesliga. © Getty Images/imago images/Martin Hoffmann
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Ab der Rückrunde der laufenden Saison sollen die Schiedsrichter in der Bundesliga offenbar härter durchgreifen. Die Unparteiischen sollen in kritischen Situationen häufiger zu Gelben und Roten Karten greifen. Dadurch sollen auch Amateur-Referees geschützt werden, sagt Schiedsrichter-Boss Lutz Fröhlich.

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Nach Informationen der Bild sollen die Schiedsrichter in der Bundesliga schon ab der Rückrunde deutlich härter durchgreifen. Demnach sollen die Unparteiischen künftig vor allem gegen Unsportlichkeiten konsequent vorgehen und vermehrt Gelbe oder Rote Karten zeigen. Ein Ziel des DFB sei es, dadurch die Schiedsrichter in den Amateur-Ligen zu schützen. In den vergangenen Monaten war es immer wieder zu Angriffen auf Unparteiische gekommen.

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Profis gegen Schiedsrichter – Faustschläge, Schubser und Streiche

Im Testspiel zwischen Fortuna Düsseldorf und dem portugiesischen Spitzenverein Benfica Lissabon 2012 streckte Kapitän Luisao (ganz rechts) den deutschen Schiedsrichter Christian Fischer rüde zu Boden. Der Referee lag einige Zeit benommen auf dem Rasen und fiel mehrere Wochen aus. Zur Galerie
Im Testspiel zwischen Fortuna Düsseldorf und dem portugiesischen Spitzenverein Benfica Lissabon 2012 streckte Kapitän Luisao (ganz rechts) den deutschen Schiedsrichter Christian Fischer rüde zu Boden. Der Referee lag einige Zeit benommen auf dem Rasen und fiel mehrere Wochen aus. ©

So war im Oktober vergangenen Jahres in Hessen ein Schiedsrichter bewusstlos geschlagen worden und musste ins Krankenhaus eingeliefert werden. Nur drei Wochen später war wiederum in Hessen ein Referee von mehreren Spielern und einem Trainer angegriffen worden. Schiedsrichter-Chef Lutz Fröhlich sieht auch die Profis in der Bundesliga in der Verantwortung, in ihrer Vorbildfunktion für Amateurspieler dagegen vorzugehen.

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Niemand kann akzeptieren, dass Schiedsrichter an der Basis gewaltsam attackiert werden. Im Vergleich zu den europäischen Wettbewerben gibt es in der Bundesliga inzwischen zu viele Unsportlich- und Respektlosigkeiten. Wir müssen gegensteuern, um den Fußball und die Schiedsrichter in den unteren Ligen zu schützen", urteilte der langjährige Bundesliga-Unparteiische.

Rote Karten bei Reklamieren möglich

Insbesondere das Reklamieren bei Schiedsrichter-Entscheidungen stehe laut Bild im Fokus. Gestenreiche oder lautstarke Beschwerden sollen künftig häufiger mit Gelb bestraft werden. In besonders schweren Fällen und bei anhaltendem Reklamieren könnten auch Rote Karten verteilt werden. Auch bei Rudelbildungen soll in Zukunft härter durchgegriffen und entsprechende Situationen unter Umständen ebenfalls mit Roten Karten aufgelöst werden.

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