05. November 2019 / 11:53 Uhr

Bewusstlos geschlagener Schiedsrichter äußert sich: "Angriff auf Amateurfußball"

Bewusstlos geschlagener Schiedsrichter äußert sich: "Angriff auf Amateurfußball"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Der 22-jährige Unparteiische wurde bei einem Amateurspiel von einem Spieler niedergeschlagen.
Der 22-jährige Unparteiische wurde bei einem Amateurspiel von einem Spieler niedergeschlagen.
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Der bei einem Amateurspiel niedergeschlagene Schiedsrichter hat sich auf seiner Facebookseite zu Wort gemeldet. Der Referee kritisiert den Vorfall scharf, will jedoch keine Debatte um die Herkunft des Täters aufkommen lassen.

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Der bei einem C-Liga-Fußballspiel brutal niedergeschlagene hessische Schiedsrichter hat sich erstmals seit dem Vorfall Ende Oktober geäußert. "Es war nicht nur ein Angriff auf mich als Schiedsrichter. Das war ein Angriff auf unseren Amateurfußball", erklärte der Referee auf seiner Facebook-Seite und bedankte sich bei allen Helfern sowie für die große Anteilnahme und Unterstützung.

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Der 22-Jährige war in der Partie des FSV Münster gegen den TV Semd von einem Spieler der Gastgeber bewusstlos geschlagen worden. Ein Rettungshubschrauber brachte ihn damals ins Krankenhaus. Inzwischen konnte er das Krankenhaus wieder verlassen und befindet nach eigener Aussage "auf dem Weg der Besserung." Derzeit erholt er sich daheim von den Folgen der Tat.

Profis gegen Schiedsrichter – Faustschläge, Schubser und Streiche

Im Testspiel zwischen Fortuna Düsseldorf und dem portugiesischen Spitzenverein Benfica Lissabon 2012 streckte Kapitän Luisao (ganz rechts) den deutschen Schiedsrichter Christian Fischer rüde zu Boden. Der Referee lag einige Zeit benommen auf dem Rasen und fiel mehrere Wochen aus. Zur Galerie
Im Testspiel zwischen Fortuna Düsseldorf und dem portugiesischen Spitzenverein Benfica Lissabon 2012 streckte Kapitän Luisao (ganz rechts) den deutschen Schiedsrichter Christian Fischer rüde zu Boden. Der Referee lag einige Zeit benommen auf dem Rasen und fiel mehrere Wochen aus. ©
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Referee will keine Debatte über Herkunft des Täters aufkommen lassen

Der Referee bat aber, nur den Einzeltäter zu sehen und distanzierte sich von jeglichen Angriffen auf den gesamten Verein oder die Familie des Täters sowie von der Debatte über die Nationalität und Herkunft des Spielers. "Für mich macht dies keinen Unterschied", sagte der Unparteiische vom GSV Breitenbrunn. Er glaube auch nicht, dass "die AFD das Problem für die Gewalt auf unseren Sportplätzen ist. Die AFD ist aber bestimmt auch nicht die Lösung!"

Münster hatte nach der Prügelattacke seine 1. Mannschaft vom laufenden Spielbetrieb abgemeldet, den Täter aus dem Verein ausgeschlossen und diesem ein lebenslanges Hausverbot erteilt.

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