27. Mai 2022 / 23:23 Uhr

Schiedsrichter-Boss Fröhlich kündigt mehr VAR-Eingriffe an – Klubs sollen Feedback geben

Schiedsrichter-Boss Fröhlich kündigt mehr VAR-Eingriffe an – Klubs sollen Feedback geben

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
DFB-Schiedsrichter-Boss Lutz-Michael Fröhlich plädiert für mehr VAR-Eingriffe.
DFB-Schiedsrichter-Boss Lutz-Michael Fröhlich plädiert für mehr VAR-Eingriffe. © IMAGO/Martin Hoffmann/Lobeca/Montage
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In den deutschen Profi-Ligen könnte der Videobeweis in der kommenden Saison eine noch größere Rolle spielen. Laut DFB-Schiedsrichterchef Lutz Michael Fröhlich hätte der VAR in dieser Saison noch häufiger eingreifen können.

Der Einsatz des Videobeweises hat DFB-Schiedsrichterchef Lutz Michael Fröhlich zufolge in der Bundesliga und 2. Liga "über 150 mögliche Fehlentscheidungen" verhindert – und in der kommenden Saison könnte er noch prominenter vertreten sein. Wie der 64-Jährige in einem Video-Interview des DFB ausführte, geht die Tendenz "eher" in die Richtung, an fehlenden Interventionen im Spiel zu arbeiten als an übertriebenen.

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"Wir haben ein paar Situationen gehabt, wo wir uns vielleicht sogar eine Intervention mehr gewünscht haben", sagte Fröhlich. Zunächst einmal wolle er allerdings mit den Vereinen sprechen, ob sie dies genau so sehen wurden. Man wolle sich "Feedback einholen", kündigte der Schiri-Boss an.

BVB-Topspiel gegen Bayern sorgte für unruhige Wochen

Insgesamt zeigte sich Fröhlich mit den Schiedsrichterleistungen zufrieden. Ein Bundesliga-Topspiel hätte jedoch für einen Knick gesorgt. "Es lief lange ruhig, dann kam kurz vor Weihnachten die Partie zwischen Borussia Dortmund und Bayern München. Die schlug hohe Wellen", sagte Fröhlich. "Bedingt auch durch die Angelegenheit mit der Aussage von Jude Bellingham gegenüber Felix Zwayer."

Zwayer war nach dem Bundesliga-Topduell zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern München (2:3) Anfang Dezember vergangenen Jahres von den Dortmundern stark kritisiert worden. Besonders hart hatte BVB-Mittelfeldspieler Bellingham den 40-Jährigen verbal attackiert. Der Engländer hatte Zwayer in Anspielung auf den 17 Jahre zurückliegenden Skandal um Robert Hoyzer indirekt Bestechlichkeit vorgeworfen. Wegen heftiger Beleidigungen und einer Morddrohung pausierte Zwayer in der Liga für einige Wochen.

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Das BVB-Spiel sei der "Start für eine schwierigere Phase auch in den Frühling hinein" gewesen, fuhr Fröhlich fort. "Das war ein bisschen holprig. Da gab es auch die eine oder andere Entscheidung, die nicht so passend war." Danach sei es jedoch wieder besser geworden: "Die letzten drei, vier Spieltage liefen sehr gut. Und insbesondere die Relegation und das Pokalendspiel", lobte der Schiedsrichter-Chef.

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